Fokus Schutzsuchende 19.12.2022, Stand November 2022

Monatliches Monitoring der Schutzsuchenden

In Folge des Kriegs in der Ukraine verzeichnete der Kanton Basel-Landschaft in den ersten Monaten 2022 einen Zustrom an schutzsuchenden Personen. Die Daten zu den Personen mit Status S werden vom Staatssekretariat für Migration (SEM) regelmässig publiziert und an dieser Stelle für den Kanton BL monatlich zusammengefasst.

Gemäss den Meldungen des SEM, der für die Ausländerbewilligungen zuständigen Behörde, wurden bis Ende November 2022 insgesamt 2’339 Schutzgewährungen für Personen im Kanton BL erteilt. Stand Ende November zählt der Kanton 2’087 Personen mit Status S.

In der Kalenderwoche 11/2022 Mitte März erreichte die Anzahl neuer Gesuche mit 414 Gesuchen innert Wochenfrist ihren Höhepunkt. Aktuell gehen nur noch wenige Gesuche ein. Von den gestellten Gesuchen werden nur einzelne abgelehnt oder beispielsweise aufgrund von Abreise oder fehlender Auffindbarkeit abgeschrieben.

Fast ein Drittel der Schutzsuchenden ist unter 15 Jahre alt
Rund 41% der Flüchtlinge aus der Ukraine sind unter 25 Jahre alt. Allein Kinder im Alter von 0 bis 14 Jahren machen 29% aller Personen mit Schutzgewährung aus. Per 30. November befanden sich 598 aus der Ukraine geflüchtete Kinder mit Schutzstatuts S in der Zuständigkeit des Kantons BL. Weitere 263 Personen sind im Alter von 15 bis 24 Jahren und 1'226 sind 25-jährig oder älter. Der Frauenanteil der 25-Jährigen und älteren Schutzsuchenden beträgt 77%.

Durchschnittlich 7 Personen mit Schutzstatus S auf 1'000 Einwohner/innen
Per 30. November 2022 lag die Zahl der Personen mit Status S schweizweit bei insgesamt gut 61'553 Personen. Gemessen an der Wohnbevölkerung entspricht dies 7,0 Geflüchteten aus der Ukraine auf 1'000 Einwohner/innen. Im Baselbiet liegt dieser Wert mit dem Schweizer Durchschnitt praktisch gleichauf. In Basel-Stadt kommen auf 1'000 Einwohner/innen gar 8,6 Personen mit Schutzgewährung. Insgesamt sind die Flüchtlinge aus der Ukraine recht gleichmässig auf die Kantone verteilt. Nebst wenigen Ausreissern nach oben gibt es keine groben Ausreisser nach unten.