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Webartikel vom 26.03.2020, Bevölkerungsstatistik 2019

Baselbiet wird urbaner, bunter und älter

Das Baselbiet wächst moderat. Per Ende 2019 ist die Baselbieter Wohnbevölkerung auf 290’633 Personen angestiegen. Das sind 0,4% oder 1’281 Personen mehr als 2018 und rund 16’000 Personen mehr als noch vor zehn Jahren. Der Kanton ist urbaner, bunter und älter geworden.

Ende 2019 zählte der Kanton 15’960 Personen mehr als noch vor zehn Jahren. Während ein Teil der Gemeinden gegenüber 2009 Wohnbevölkerung verloren hat, haben andere Gemeinden deutlich zugelegt. Die stärksten absoluten Zunahmen wurden in den Gemeinden Allschwil, Pratteln und Binningen registriert (siehe Karte in Dunkelgrün) – alles Gemeinden mit hohem Neubauvolumen in den vergangenen Jahren. Allschwil ist mit einer Zunahme von 1’951 Personen Spitzenreiter gefolgt von Pratteln (+1’497). 

Bei den von Bevölkerungsrückgang betroffenen Gemeinden handelt es sich um eher kleinere Gemeinden mit weniger als 1’500 Einwohner/innen.

Prozentual betrachtet ist die Wohnbevölkerung gegenüber 2009 in den Gemeinden Liesberg und Häfelfingen mit je einem Minus von 10% am stärksten zurückgegangen. Die höchsten Prozentzunahmen haben die Gemeinden Diepflingen, Kilchberg und Nusshof verzeichnet mit je +20% oder mehr innerhalb von zehn Jahren, wobei Nusshof und Diepflingen zu den kleinsten Gemeinden im Kanton gehören (siehe auch Grafik mit Entwicklung nach Gemeinde).

Wachstum aufgrund von Zuzügen

Hauptkomponente der Bevölkerungszunahme ist der positive Wanderungssaldo mit einem Anteil von gut 90% an der Gesamtzunahme der letzten zehn Jahre. Die restlichen knapp 10% des Wachstums sind auf die natürliche Bevölkerungszunahme zurückzuführen (Geburten abzüglich Todesfälle). Den insgesamt 25’551 Geburten der Jahre 2010 bis 2019 stehen 24’084 Todesfälle gegenüber. Dies ergibt ein natürliches Wachstum von 1’467 Personen. Die positive Wanderungsbilanz trug hingegen mit +14’525 Personen zum Wachstum bei.

Die Schweizer Wohnbevölkerung weist seit dem Jahr 2000 mehr Todesfälle als Geburten aus. Ebenso ist ihr Wanderungssaldo seit 2004 konstant negativ. Aufgrund von Bürgerrechtswechseln ist sie 2009–2019 dennoch um insgesamt 1’488 Personen gewachsen. Die Zunahme der ausländischen Wohnbevölkerung beträgt in der gleichen Periode 14’472 Personen.

Auch die kurzfristige Entwicklung reiht sich gut in dieses Bild ein: Im Jahr 2019 ist die Baselbieter Wohnbevölkerung um 1’281 Personen oder 0,4% gewachsen. Die positive Wanderungsbilanz war mit dem Wanderungssaldo von +1’238 der Haupttreiber der Zunahme 2019.

Strukturelle Veränderungen

Durch die zahlreichen Bewegungen verändert sich die Zusammensetzung der Wohnbevölkerung. Der Anteil der ausländischen Wohnbevölkerung ist innerhalb der letzten zehn Jahre von 19,5% im Jahr 2009 auf 23,4% per Ende 2019 angestiegen. Die Deutschen (13’089) und die Italiener/innen (11’651) sind weiterhin die am stärksten vertretenen ausländischen Staatsangehörigen, wobei die Deutschen die Italiener/innen als Spitzenreiter abgelöst haben.

Ein besonderes Gewicht haben zudem Personen aus übrigen EU-28-Staaten. Es folgen Personen aus dem übrigen Europa und der übrigen Welt.

Ungeachtet der Bevölkerungsbewegungen, die insbesondere zu Bevölkerungszunahmen bei den Personen im erwerbsfähigen Alter führen, setzt sich die Alterung der Wohnbevölkerung im höheren Alterssegment aufgrund der gegebenen Altersstruktur fort.

Wohnbevölkerung altert weiter

Die Altersstruktur ist geprägt von starken Verschiebungen von der jüngeren Bevölkerung hin zu den älteren Personen. Allein innerhalb der letzten zehn Jahre ist der Anteil der Betagten (65+ Jahre) an der Gesamtbevölkerung von 19% auf 22% angestiegen. Diese Verlagerung hin zu den älteren Generationen erfolgt aufgrund der älter werdenden bevölkerungsstarken Jahrgänge. Zudem umfassen gewisse jüngere Altersklassen weniger Personen als noch vor zehn Jahren.

Am stärksten fällt im Vergleich zu 2009 die Verschiebung der grössten Altersklassen von den damals 40- bis 49-Jährigen zu den heute 50- bis 59-Jährigen auf. Diese Altersklassen umfassen die sogenannten Baby-Boomer. Die im Jahr 1966 geborenen Personen, dem Jahr mit den meisten registrierten Geburten im Baselbiet (Grafik), feierten im Jahr 2019 ihren 53. Geburtstag.

Weitere strukturelle Verschiebungen

Weitere strukturelle Verschiebungen sind nach Zivilstand zu beobachten mit steigenden Anteilen bei den Geschiedenen (Grafik) oder nach Konfession (Grafik) mit sinkenden Anteilen der Personen, die einer Landeskirche angehören.

Weitere Informationen.

Links

Tabellen
Grafiken

Kontakt

Tamara Bobst
Demografie, Soziales
T 061 552 56 40

Statistisches Amt des
Kantons Basel-Landschaft
Rheinstrasse 42
CH-4410 Liestal
www.statistik.bl.ch

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