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IIZ - Tagung des Kantons ermöglicht Blick über die Grenze

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Dirk Werner, Christoph Meier-Krebs, Sebastian Helmy und Elke Dettmann (von links) diskutieren die Zusammenarbeit der Institutionen, die sich mit arbeitslosen Personen beschäftigen. Foto: Florian Moritz

Am 26. September 2018 fand die jährliche Tagung der Interinstitutionellen Zusammenarbeit (IIZ) statt. Organisiert wurde die Veranstaltung vom Kantonalen Sozialamt des Kantons Basel-Landschaft. Zwei der drei Referierenden kamen aus Lörrach und ermöglichten einen Einblick in die Praxis unseres nördlichen Nachbars.

Die IIZ fördert die Zusammenarbeit der Disziplinen, die sich mit arbeitslosen Personen beschäftigen. Das Ziel ist, dass das Amt für Industrie, Gewerbe und Arbeit (KIGA), das Kantonale Sozialamt (KSA), die Invalidenversicherung (IV) und das Amt für Berufsbildung und Berufsberatung (AfBB) auf der operativen Ebene besser zusammenarbeiten können. Sie sollen Einzelfälle gemeinsam besprechen und dabei Ideen, Informationen und Massnahmen zum Wohle der betroffenen Menschen austauschen können, um für diese eine optimale Lösung zu finden.

Die diesjährige Tagung wurde vom Kantonalen Sozialamt organisiert. Es lud zwei Referierende aus Deutschland ein. Dirk Werner, Bereichsleiter Markt & Integration und stellvertretender Geschäftsführer des Jobcenters Landkreis Lörrach, sprach darüber, wie die Arbeitsmarktintegration in Deutschland funktioniert. Elke Dettmann, Geschäftsführerin des Instituts für zukunftsorientierte Bildung / Netzwerk Arbeit in Lörrach, erläuterte das Vorgehen bei einem Krankheits- oder Invaliditätsfall und zeigte anhand von vier interessanten Fallbeispielen, auf welche Schwierigkeiten die Betroffenen im deutschen System stossen.

Den anwesenden Mitarbeitenden der IIZ-Institutionen des Kantons Basel-Landschaft gaben die zwei Vorträge der beiden deutschen Experten spannende Einblicke in die Praxis unseres Nachbarlandes. In der Podiumsdiskussion und bei den Gesprächen in den Pausen war dabei herauszuhören, dass die Teilnehmenden den Eindruck hatten, dass die gesetzlichen Regelungen bei Krankheit und Invalidität sowie bei der Arbeitslosenversicherung in Deutschland strenger sind als in der Schweiz. Die Menschen würden eher dazu gezwungen, eine Leistung zu erbringen, zum Beispiel in einem Programm eine Arbeit zu leisten, bevor sie von der Sozialhilfe oder der Arbeitslosenkasse ihr Geld erhalten. Im Gegensatz zur Schweiz, in welcher die verschiedenen Aufgaben auf verschiedenen Ebenen angegangen und gelöst werden (die Sozialhilfe ist zum Beispiel kantonal geregelt, während die Arbeitslosen- und Invalidenversicherungen auf Bundesebene geregelt sind), sind in Deutschland alle involvierten Institutionen unter einem Dach vereint. Die Wege sind dadurch kürzer, die Zusammenarbeit ist erleichtert. Dennoch scheint in Deutschland die starke Reglementierung den administrativen Aufwand zu erhöhen. Die Bürokratie und „der Dschungel der Sozialversicherungen“ würden die Betroffenen oft vor schwierige Situationen stellen, so Elke Dettmann.

Als dritter Referent stellte Christoph Meier-Krebs, Betriebsleiter Arbeitsintegration bei der Stadt Winterthur, ein Programm zur Arbeitsintegration vor. Dabei leisten die Teilnehmenden einen Arbeitseinsatz von einem Monat für das Gemeinwesen bevor sie Sozialhilfe erhalten.

28.9.2018 / Isabelle Pryce

Weitere Informationen.

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KANTONALES SOZIALAMT
Gestadeckplatz 8
4410 Liestal

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