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MAG unterrichtendes Personal

Welche Ziele werden bei der Weiter-entwicklung des bestehenden MAG für Lehrpersonen verfolgt?

Das MAG wird mit einer schlanken Leistungsbeurteilung ergänzt. Diese Erweiterung konzentriert sich auf das Wesentliche, um den Beurteilungsaufwand gering zu halten. Die lohnrelevanten Beurteilungskriterien orientieren sich ausschliesslich am Berufs- und Stellenauftrag. Positiv wahrgenommene Aspekte des bisherigen MAG - wie  die Gelegenheit zum persönlichen Austausch, das Erörtern aktueller Themen und das Besprechen der individuellen Entwicklung - bleiben weiterhin Teil des MAG und werden auch künftig keinen Einfluss auf den Lohn haben.

Was sind die Vorteile einer standardisierten Leistungsbeurteilung beim Lehrpersonal?

Ein standardisiertes Instrument erleichtert eine systematische, transparente und faire Beurteilung. Damit werden arbeitsbezogene Verhaltensweisen und nicht persönlichkeitsbezogene Eigenschaften beurteilt.

Wer beteiligt sich am Entwicklungsprozess?

Eine Arbeitsgruppe entwickelt Lösungsvorschläge zu Prozessen und Inhalten für ein neues MAG. Ein Review-Team unterstützt die Projektarbeit. In den Ausarbeitungsprozess werden auch die Schulleitungen und Schulräte über spezifische Gremien frühzeitig einbezogen.

Wie setzt sich die Arbeitsgruppe zusammen?

Die Arbeitsgruppe (Fachausschuss) setzt sich zusammen aus Vertretungen der Schulleitungen aller Schulstufen, des Lehrerinnen- und Lehrerverbands (LVB), der Amtlichen Kantonalkonferenz (AKK), der BKSD und dem Gesamtprojekt Lohn und MAG. Geleitet wird die Arbeitsgruppe durch das kantonale Personalamt.

Wie setzt sich das Review-Team zusammen?

Das Review-Team setzt sich zusammen aus Vertretungen der Schulratspräsidienkonferenz, dem Verband Basellandschaftlicher Gemeinden (VBLG), der Arbeitnehmendenvertretung der ABP, einer externen Fachperson der Fachhochschule Nordwestschweiz sowie Vertretungen der BKSD und dem Gesamtprojekt Lohn und MAG.

Welche Faktoren werden von der Arbeitsgruppe für das neue MAG einbezogen?

Bei der Erarbeitung werden die besonderen Ansprüche betreffend unterrichtendem Personal für das MAG berücksichtigt:

  • die grossen Führungsspanne
  • die beschränkten Ressourcen der Schulleitungen
  • die individuellen Bedürfnisse und Gegebenheiten von Schulen und Schulstufen
  • Entwicklungsmöglichkeiten des Lehrpersonals
  • zeitliche Rahmenbedingungen

In welchen Gesetzen sind die MAG für Lehrpersonen geregelt?

Die Pflicht, regelmässe MAG durchzuführen, ist im Bildungsgesetz verankert. Zudem ist diese in den einzelnen Verordnungen der   Schulstufen vorgegeben.

 

Ab wann wird die leistungsorientierte Lohnentwicklung bei den Lehrpersonen eingeführt?

Die erstmalige Auszahlung der Lohnentwicklung nach der neuen Lohnsystematik erfolgt per 1. Januar 2022.

Wie wird das neue MAG-Konzept ausgearbeitet und eingeführt?

Im Rahmen von Workshops wird das MAG den Schulleitungen und Schulräten nach Ausarbeitung des Grobkonzepts durch die Arbeitsgruppe vorgestellt, um es hinsichtlich der spezifischen Anforderungen und Bedürfnisse zu überprüfen. Die Rückmeldungen der Schulorganisationen fliessen in die Lösungsvorschläge an den Regierungsrat ein. In der Einführungsphase sind an den Schulen Kickoffs, Verankerungsmassnahmen und breitflächige Schulungsangebote geplant.

Welche Vorgaben werden im neuen MAG Konzept umgesetzt?

Gemäss revidiertem Personaldekret erfolgt ab Januar 2022 die Lohnentwicklung des Verwaltungs- und Lehrpersonals leistungsbasiert. Die Leistungsbeurteilung im MAG stellt die dafür benötigten Grundlangen bereit.

Die jährliche Leistungsbeurteilung wird unterschieden in: A+: Sehr gute Leistung, A: Gute Leistung, B: Ungenügende Leistung.

Welche Kernherausforderungen werden von der Arbeitsgruppe für das neue MAG berücksichtigt?

Die folgenden Kernherausforderungen werden von der Arbeitsgruppe bei der Ausgestaltung des MAG Formulars und Prozesses berücksichtigt:

  • Hohe Führungsspannen an Schulen und grosse Anzahl von tiefen Pensen
  • Kriterien der Leistungsbeurteilung – was macht eine gute LP aus?
  • Grosse Anzahl von tiefen Pensen
  • Kulturelle Ausprägungen hinsichtlich Zusammenarbeit, Führungsrolle, Leistungsbeurteilung

Die positiv wahrgenommenen Aspekte des bisherigen MAG (Gelegenheit zum persönlichen Austausch, Besprechen der individuellen Entwicklung etc.) müssen erhalten bleiben.

Was beinhaltet das entwickelte Instrument?

Die bestehenden MAG-Instrumente werden um die Leistungsbeurteilung erweitert, welche als «Deckblatt» gilt. Die für die Beurteilung einer guten Leistung relevanten Kriterien orientieren sich ausschliesslich an der Erfüllung des Berufs- und Stellenauftrags der Lehrpersonen und nicht an willkürlichen oder berufsfremden Kriterien.

Eine gute Leistung (A) entspricht der Erfüllung der Anforderungen und Tätigkeiten des Lehrerberufs und wird nicht zwingend begründet.

Abweichungen einer guten Leistung (B/A+) werden durch die SL begründet. Die Leistungen, welche zu einer B- oder A+-Beurteilung führen, sind immer vielfältig und individuell.

Für eine nachvollziehbare Beurteilung werden die SL sowie das uP durch konkrete Beispiele, Leitplanken sowie vorgeschlagene Kategorien unterstützt.

Nach welchen Kriterien wird die Leistung im MAG beurteilt?

Die Leistungsbeurteilung erfolgt anhand folgender Kategorien:

  • Unterrichten
  • Vor- und Nachbereitung des Unterrichts
  • Eltern- und Schülerberatung
  • Teamarbeit
  • Schulentwicklung und Schulverwaltung

Zu den einzelnen Kategorien werden konkrete Beispiele, Leitplanken und Orientierungshilfen definiert, welche die Schulleitungen sowie das uP unterstützen. Die Ausarbeitung findet schulstufenspezifisch statt.

Die Schulleitungen sind frei, bestehende Entwicklungsinstrumente (z.B. Unterrichtsbesuche, Feedbackinstrumente) einzusetzen.

Wie werden die hohen Führungsspannen an den Schulen und die grosse Anzahl tiefer Pensen berücksichtigt?

Die Schulleitung fokussiert auf die B- und A+-Bewertungen, damit wird der zeitliche Aufwand für die Beurteilungen innerhalb der Vorgaben möglichst reduziert. Jede Lehrperson erhält eine jährliche Beurteilung, unabhängig des Pensums.

An welchen Kriterien orientiert sich die Leistungsbeurteilung?

Die für die Beurteilung relevanten Kriterien orientieren sich ausschliesslich am Berufs- und Stellenauftrag der Lehrpersonen. Jede A+- sowie B-Bewertung muss nachvollziehbar und transparent begründet werden.

Wie werden die kulturellen Ausprägungen der Schulen berücksichtigt?

Die Schulleitung trägt auch künftig die organisatorische, personelle und pädagogische Verantwortung für die Schule. Dafür setzt sie eine Vielzahl von Führungs- und Entwicklungsinstrumenten ein.

Die Leistungsbeurteilung im MAG dient zur Mitsteuerung der Lohnentwicklung. Sie hat explizit nicht den Anspruch, sämtliche Führungs- sowie Entwicklungsaufgaben der Schulleitung sicherzustellen.

Wie werden die positiven Aspekte des bisherigen MAG erhalten?

Die Reduktion der Leistungsbeurteilung in Form eines „Deckblatts“ stellt sicher, dass alle heutigen Aspekte weiterhin Teil des MAG bleiben. Diese Elemente werden auch künftig keinen Einfluss auf die Lohnentwicklung haben.

Ab wann tritt die neue Personalverordnung in
Kraft?

 Die neue Personalverordnung (PVO) tritt per 1. Januar 2021 in Kraft.

Wie wird die Problematik der breiten Führungsspanne für Schulleitungen gelöst?

Die Lösungsvorschläge werden momentan in den Projektgremien vertieft ausgearbeit. Zum jetzigen Zeitpunkt kann daher noch keine detaillierte Auskunft dazu gegeben werden.

Mit welchem Beschluss wurde die Weiterentwicklung des MAG in Autrag gegeben?

Der Regierungsrat beauftragte die FKD und die BKSD mit dem Regierungsratsbeschluss Nr. 395 vom 13. März 2018, ein Instrumentarium und ein Verfahren zu erarbeiten, damit für das unterrichtende Personal eine leistungsbasierte individuelle Lohnentwicklung möglich wird.

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