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Vorbereitungen des Kantons und der Gemeinde Niederdorf zur Aufnahme von Asylsuchenden

15.12.2015
Im Auftrag des Kantons hat sich die Gemeinde Niederdorf auf die vorübergehende Aufnahme von Flüchtlingen vorbereitet. In den letzten Tagen ist der Zuweisungsdruck des Bundes stark gestiegen. Ein temporäres Auffangzentrum des Kantons wird in den nächsten Tagen in der geschützten Sanitätsstelle in Niederdorf zur Unterbringung von 100 Personen in Betrieb genommen.

Jeder Kanton ist gemäss einem vom Bund definierten Verteilschlüssel zur Aufnahme von vom Bund zugewiesenen Asylsuchenden verpflichtet und wird für deren Unterbringung und Betreuung vom Bund entschädigt. Der Kanton Basel-Landschaft weist bei einer normalen Lage die Asylsuchenden laufend den Gemeinden zu. Die Gemeinden Aesch, Allschwil, Arlesheim und Pratteln betreiben zur Zeit Aussenstellen für den Bund und entlasten dadurch die Zuweisung an den Kanton gemäss Verteilerschlüssel des Bundes. Bei einem raschen und / oder hohen Anstieg der Zahl der Asylsuchenden eröffnet der Kanton geeignete kantonale Auffangzentren. Mit diesen Zentren wird den restlichen Baselbieter Gemeinden genügend Zeit verschafft, um die notwendig gewordenen Unterkunftskapazitäten schaffen und sich organisieren zu können. Der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft hat den Teilstab Asyl des Kantonalen Krisenstabes mit der Unterstützung der Gemeinden beauftragt.

Geschützte Sanitätsstelle in Niederdorf wird vorbereitet
In der geschützten Sanitätsstelle an der Härgelenstrasse in Niederdorf wird ein temporäres Auffangzentrum für den Kanton für 100 Personen eingerichtet. Die eigenen Zivilschutzräume für einen Bedarfsfall der Gemeinde Niederdorf sind davon nicht betroffen.

Die Betriebsaufnahme ist vorerst für eine Dauer von sechs Monaten vorgesehen. Maximal erhalten so 100 Personen Unterkunft bei einer durchschnittlichen Aufenthaltsdauer von vier bis acht Wochen pro Person, bevor sie auf andere Gemeinden im Baselbiet verteilt werden.

Zusammenarbeit mit privater Betreiberfirma und Polizei
Die Betreibung der Anlage erfolgt durch eine private Firma, welche je nach Bedarf durch den Zivilschutz unterstützt werden kann. Die Betreiberfirma ist für die Sicherheit in und um die Anlage verantwortlich. Für die Sicherheit im öffentlichen Raum gelten die normalen Strukturen der Gemeinde- respektive der Polizei Basel-Landschaft, welche ins Dispositiv eingebunden ist.

Begleitgruppe eingesetzt
Eine eigens für das Auffangzentrum eingesetzte Begleitgruppe mit Vertretern aus der Gemeinde, der Betreiberfirma und dem Kanton ist zuständig als Auskunftsstelle. In der Anlage und deren näheren Umgebung gelten für die Asylsuchenden die durch die Gemeinde und die Betreiberfirma aufgestellten Hausregeln. Der Gemeinde Niederdorf entstehen keine Kosten.

Für Rückfragen:
Rolf Rossi, Leiter Koordinationsstelle für Asylbewerber, Finanz- und Kirchendirektion,
Tel. 061 552 56 46

Weitere Informationen.

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