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Straflose Selbstanzeigen im Kanton BL: Abermals Rekord bei der Anzahl Meldungen

11.01.2018 13:47

Im Jahr 2017 haben 1‘927 (2016: 797, 2015: 345) steuerpflichtige Personen von der Möglichkeit Gebrauch gemacht, sich einmal im Leben „straflos“ selber anzuzeigen. Diese Zahl stellt erneut einen Rekord an Meldungen seit der Einführung der straflosen Selbstanzeige im 2010 dar. Von den insgesamt im Jahr 2017 bearbeiteten 821 Steuerdossiers sind dem Kanton Nachsteuererträge in der Höhe von rund 11.0 Mio. Franken (Vorjahr 6.4 Mio. Franken) und dem Bund solche in der Höhe von rund 2.8 Mio. Franken (Vorjahr 1.3 Mio. Franken) zugeflossen.

30 Mio. Franken als grösster Vermögensbestand
Durch die im abgelaufenen Jahr 2017 erledigten Selbstanzeigen sind im Ganzen rund 105.3 Mio. Franken an bisher nicht versteuerten Vermögen offen gelegt worden. Dabei belief sich der grösste zur Nachbesteuerung angemeldete Vermögensbestand auf rund 30.0 Mio. Franken. Bei den offen gelegten Vermögenswerten handelt es sich wie bereits in den Vorjahren um Bankkonti, Wertschriftendepots, Stiftungsvermögen und vor allem ausländische Liegenschaften.

Auf der Einkommensseite wurden bisher nicht versteuerte Einkommen wie Entgelte aus selbstständigen oder unselbstständigen Nebenerwerbstätigkeiten, Renten, Alimente sowie Miet- oder Pachterträge gemeldet. Auch Selbstanzeigen von juristischen Personen wurden wiederum vereinzelt eingereicht.

Automatischer Informationsaustausch wirkt im Voraus
Es ist davon auszugehen, dass die massive Zunahme der Selbstanzeigen im Zusammenhang mit der Umsetzung des Automatischen Informationsaustauschs (AIA) steht. Dabei werden die Kantone erstmals per 1. Oktober 2018 Informationen über ausländische Finanzanlagen von in der Schweiz ansässigen Personen erhalten. Diesbezügliche Selbstanzeigen müssen im Kanton Basel-Landschaft bis spätestens am 30. September 2018 erfolgen, sind aber in jedem Fall bis zu diesem Zeitpunkt noch möglich.

Für Rückfragen:
Clemens Frei, Geschäftsbereichsleiter Gemeinden und Einsprachen (inkl. Nach- und Straf­steuern), Steuerverwaltung, Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 75 18.

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