Sozialhilfestatistik 2012

20.06.2013
Die Zahl der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger hat 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 8,2% auf 6878 unterstützte Personen zugenommen. Entsprechend ist die Sozialhilfequote von 2,3% auf 2,5% angestiegen. Personen von ausserhalb der EU oder beispielsweise Alleinerziehende und ihre Kinder tragen ein erhöhtes Sozialhilferisiko.

Das Statistische Amt publiziert die Sozialhilfestatistik gemeinsam mit dem kantonalen Sozialamt. Unter Punkt 13 des Baselbieter Zahlenfensters auf www.statistik.bl.ch sind Tabellen mit Zeitreihen ab 2006 verfügbar.

Sozialhilfequote von 2,5 Prozent
Die Baselbieter Gemeinden betreuten 2012 insgesamt 4154 Sozialhilfefälle mit durchschnittlich 1,7 Personen. Die Gesamtzahl der Unterstützten lag bei 6878 Personen und ist im Vergleich zum Vorjahr um 522 Personen oder 8,2% angestiegen. Damit bewegt sich die Zahl der Sozialhilfebezüger zwar über dem Niveau der unmittelbaren Vorjahre, liegt aber nach wie vor unter den Werten von 2006. Gemessen an der Bevölkerung waren 2,5% der Baselbieterinnen und Baselbieter während des Jahres mindestens einmal auf Sozialhilfe angewiesen.

Unterschiedliche Belastung auf Bezirks- und Gemeindeebene

Nicht alle Gemeinden sind gleich stark von der Sozialhilfe betroffen. In sieben von 86 Gemeinden war im letzten Jahr keine Sozialhilfeunterstützung notwendig. In weiteren 27 Gemeinden wurde weniger als 1% der Bevölkerung finanziell durch die Sozialhilfe unterstützt. Insgesamt lag die Sozialhilfequote in 66 Gemeinden unter dem Durchschnitt von 2,5%. 20 Gemeinden waren überdurchschnittlich stark betroffen. In den vier Gemeinden mit den höchsten Quoten waren über 4% der Einwohnerinnen und Einwohner auf Leistungen der Sozialhilfe angewiesen.

Der Anteil der unterstützten Personen ist im Bezirk Liestal am höchsten und liegt mit 3,6% deutlich über dem Kantonsdurchschnitt von 2,5%. Im Gegensatz zu den anderen Bezirken hat die Sozialhilfequote im Bezirk Liestal im Vergleich zu 2011 allerdings nicht weiter zugenommen. In den Bezirken Arlesheim und Laufen mit Sozialhilfequoten von 2,5% und 1,9% beträgt die Zunahme gegenüber dem Vorjahr je 0,3 Prozentpunkte, während die Sozialhilfequote des Bezirks Sissach um 0,2 Prozentpunkte auf 1,4% angestiegen ist. Waldenburg hat mit 2,1% als einziger Bezirk prozentual und absolut weniger Sozialhilfebezüger als 2011.

Nettoaufwand 2012 weiter angestiegen

Der Nettoaufwand für die Sozialhilfe betrug 2012 insgesamt 55 Mio. Franken, was einem Plus von 11,4% gegenüber 2011 entspricht. Auf die Einwohnerinnen und Einwohner heruntergebrochen resultiert ein Nettoaufwand von 197 Franken. Dies ist ebenfalls mehr als in den Vorjahren. Im Durchschnitt der Jahre 2006 – 2011 lag der Nettoaufwand pro Einwohner bei 154 Franken.

>>   Statistik Baselland Nr. 02/2013 (PDF)