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Sozialhilfestatistik 2008: Tiefste Stichtagsquote seit vier Jahren

26.08.2009
Die Baselbieter Gemeinden unterstützten Ende 2008 insgesamt 4103 Personen im Rahmen der Sozialhilfe. Dies entspricht 1.5 Prozent der Bevölkerung und somit der seit vier Jahren tiefsten Stichtagsquote der Sozialhilfe. Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Unterstützungsbedarf um 5.2 Prozent reduziert. Ausländische Staatsbürger aus Nicht-EU-Staaten und Alleinerziehende sind überdurchschnittlich häufig von der Sozialhilfe betroffen.

Weniger unterstützte Personen
Seit 2005 ist die Zahl der Sozialhilfeempfängerinnen und -empfänger im Baselbiet kontinuierlich zurückgegangen und liegt Ende 2008 um 20.7 Prozent tiefer als noch vor drei Jahren. Dieser Rückgang kann hauptsächlich durch weniger Neueintritte erklärt werden. Rund 2140 Personen konnten im letzten Jahr aus der Sozialhilfeabhängigkeit austreten, während 1888 Personen neu von der Sozialhilfe unterstützt werden mussten. Am besten gelingt der Austritt aus der Sozialhilfeabhängigkeit in den ersten Jahren der Unterstützung.

Ausländische Staatsbürger, Alleinerziehende und Geschiedene häufiger betroffen
Das Sozialhilferisiko für Personen ausländischer Herkunft ist generell höher als jenes für Schweizer Staatsangehörige. Von den im Baselbiet wohnhaften Ausländerinnen und Ausländer aus Nicht-EU-Staaten wurden Ende 2008 6.4 Prozent von der Sozialhilfe unterstützt, während von den Schweizerinnen und Schweizern 1 Prozent Unterstützung benötigten. Auch Alleinerziehende und Geschiedene gehören zu einer überdurchschnittlich von der Sozialhilfe betroffenen Bevölkerungsgruppe. Ende 2008 machten die Alleinerziehenden zusammen mit ihren Kindern 37 Prozent der Sozialhilfebezüger aus. Bei geschiedenen Personen ist das Risiko, von der Sozialhilfe abhängig zu werden, dreimal höher als bei Verheirateten. Dabei sind geschiedene Frauen mit einer Stichtagsquote von 2.8 Prozent deutlich stärker betroffen als geschiedene Männer, von welchen Ende 2008 1.8 Prozent von der Sozialhilfe unterstützt wurden.

Höchste Quote im Bezirk Liestal - grosse Unterschiede auf Gemeindeebene
Nach wie vor lag die Stichtagsquote der Sozialhilfe per Ende 2008 im Bezirk Liestal mit 2.2 Prozent deutlich über den anderen Bezirken. An zweiter Stelle folgte der Bezirk Arlesheim, in welchem, wie im kantonalen Durchschnitt, 1.5 Prozent der Bevölkerung Sozialhilfeleistungen in Anspruch nahmen. Die Belastung durch Sozialhilfefälle trifft nicht alle Gemeinden gleich. Einerseits gab es Ende 2008 in 13 Gemeinden keine einzige von der Sozialhilfe abhängige Person, andererseits lebten 80 Prozent der insgesamt rund 4100 unterstützten Personen in nur 15 verschiedenen Gemeinden. Allgemein steigt der Anteil der Sozialhilfefälle mit zunehmender Grösse der Gemeinden, bedingt durch einen höheren Ausländeranteil sowie günstigeren Wohnraum.

Nettoaufwand von 36 Mio. Franken
Der Nettoaufwand der Gemeinden für Sozialhilfeleistungen ist im Vergleich zum Vorjahr um rund 4 Mio. Franken auf 36 Mio. Franken zurückgegangen. Die Gemeinden wendeten insgesamt 72 Mio. Franken für Unterstützungsleistungen auf, während aus Subsidiaritäten (zum Beispiel von Sozial- / Versicherungen oder Privaten) Rückerstattungen in der Höhe von 36 Mio. Franken in die Gemeindekassen zurückflossen. Der Anteil von Subsidiaritäten beträgt demnach 50 Prozent. Auf die Einwohnerinnen und Einwohner verteilt resultiert ein Nettoaufwand von 132 Franken pro Kopf, wobei auch hier die Unterschiede unter den Gemeinden erheblich sind.

Das Statistische Amt des Kantons Basel-Landschaft publiziert jährlich gemeinsam mit dem Kantonalen Sozialamt die aktuellsten Zahlen aus der Sozialhilfe. Online-Abfragen der Daten ab 2004 sind auf der Webseite des Statistischen Amtes im Themenbereich 13 des Baselbieter Zahlenfensters möglich ( www.statistik.bl.ch ).

Weitere Auskünfte:
Rudolf Schaffner, Vorsteher des Kantonalen Sozialamtes (KSA), Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 56 41.

Liestal, 26. August 2009

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