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Regierungsrat gibt leistungsgerechteres Lohnsystem in die Vernehmlassung

22.03.2018 16:10

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit sehr guten Leistungen sollen in Zukunft bei der Lohnentwicklung profitieren. Deshalb sollen die für die Lohnentwicklung eingesetzten finanziellen Mittel wirksamer verteilt werden. Dies ist ein wichtiger Eckpfeiler der vom Regierungsrat zuhanden der Vernehmlassung verabschiedeten Teilrevision des kantonalen Lohnsystems. Dem Regierungsrat geht es vor allem um die Ablösung des Anstiegs der Erfahrungsstufen (ES), der in der Praxis wenig leistungsbezogen und zunehmend umstritten ist. Der Regierungsrat will den quasi automatischen ES-Anstieg durch eine leistungsgerechtere Alternative in Form einer Systematik mit stufenlosen Lohnbändern ersetzen.

Das aktuelle Lohnsystem des Kantons Basel-Landschaft wurde in den Grundzügen in den 70er Jahren eingeführt. Im Jahr 2001 wurde es im Rahmen einer Teilrevision des Personaldekrets modernisiert. Das geltende Lohnsystem ist damit seit 17 Jahren im Einsatz. Im Wesentlichen hat es sich bewährt. In Bezug auf die eingeführten Leistungskomponenten zeigt sich allerdings je länger je mehr Optimierungspotenzial, insbesondere wenn es um die praktische Anwendung des Anstiegs der Erfahrungsstufen im Sinne einer Leistungshonorierung geht.

Direkte Verknüpfung von Mitarbeitendenbeurteilung und Lohnentwicklung
Um das Lohnsystem optimieren zu können und aufgrund des zunehmenden politischen Drucks auf die Systematik der Erfahrungsstufen – zurzeit stehen eine Verfassungsinitiative der Liga der Baselbieter Steuerzahler und ein Postulat des Landrates im Raum – schlägt der Regierungsrat nun in einer Vorlage an das Parlament vor, die Leistungsgerechtigkeit bei der Entlohnung des Staatspersonals durch eine direkte Verknüpfung zwischen der Mitarbeitendenbeurteilung und der individuellen Lohnentwicklung zu stärken. Dadurch werden die Anforderungen an die Führungskräfte und an das Instrument der Mitarbeitendenbeurteilung erhöht.

Spezialprojekt für das MAG für die Lehrpersonen
Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der kantonalen Verwaltung wird deshalb ab Sommer 2018 ein überarbeitetes Mitarbeitendengespräch (MAG) zum Einsatz kommen, welches den neuen Anforderungen gerecht wird und zudem einfacher in der Anwendung ist. Das MAG für die Lehrerinnen und Lehrer wurde noch nicht überarbeitet. Der Regierungsrat hat aber beschlossen, ein separates Projekt zur Überprüfung des MAG für die Lehrpersonen in Auftrag zu geben.

Neues Lohnsystem mit stufenlosen Lohnbändern
In seiner Vorlage an den Landrat schlägt der Regierungsrat für eine leistungsgerechtere Ausgestaltung des kantonalen Lohnsystems die in zahlreichen Kantonen eingesetzte Systematik der stufenlosen Lohnbänder vor. Die Höhe der jährlichen individuellen Lohnentwicklung wird in diesem Rahmen massgeblich durch die beiden Kriterien „Mitarbeitendenbeurteilung“ und „Lage im Lohnband“ bestimmt.

Mitarbeitende mit sehr guten Leistungen sollen profitieren
Mit der vorliegenden Revision soll nicht radikal mit dem heutigen Lohnsystem gebrochen werden. Schon mit der Einführung des Systems der Erfahrungsstufen wurde eine Lohndifferenzierung aufgrund der Leistung angestrebt. Diese soll in Zukunft konsequenter verfolgt werden. Der Grossteil der Mitarbeitenden, nämlich alle jene, die eine gute bis sehr gute Leistung erbringen, wird weiterhin eine jährliche Lohnerhöhung erhalten. Es sollen dazu finanzielle Mittel für individuelle Lohnentwicklungen im gleichen Umfang zur Verfügung stehen, wie dies im heutigen System der Erfahrungsstufen der Fall ist. Die Revision des Lohnsystems ist also keine Sparmassnahme. Die Spannweiten der aktuellen Lohnklassen und die Zuordnung von Funktionen zu diesen Lohnklassen werden unverändert beibehalten.

Übergangsphase bis zum Inkrafttreten der neuen Lohnbänder
Die Einführung eines neuen Lohnsystems im Bandmodell ohne Automatismus mit einer gleichzeitigen Überarbeitung des Mitarbeitendengesprächs stellt eine anspruchsvolle Veränderung in der kantonalen Verwaltung dar. Deshalb hat der Regierungsrat eine Übergangsphase bis zur geplanten Inkraftsetzung der neuen Systematik mit den stufenlosen Lohnbändern per 1. Januar 2022 beschlossen. In der Übergangszeit wird der Anstieg der Erfahrungsstufen bei den Mitarbeitenden der kantonalen Verwaltung direkt an die Mitarbeitendenbeurteilung geknüpft. Das neue MAG wird erstmals per 1. Januar 2020 lohnrelevant.

Der Regierungsrat hat die Vorlage bis Ende Juni 2018 in die Vernehmlassung bei den Gemeinden, den Parteien und den Personalverbänden gegeben. Der Landrat wird voraussichtlich im vierten Quartal 2018 abschliessend über die Ablösung der heutigen Systematik der Erfahrungsstufen entscheiden.

Präsentation
Landratsvorlage
Personaldekret

Für Rückfragen:
Lohnpolitische Anliegen:
Regierungsrat Dr. Anton Lauber, Vorsteher der Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 52 05;

Lohnrechtliche und lohntechnische Anliegen:
Roland Graf, Projektleiter Revision Lohnsystem, Personalamt, Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 52 36.

 

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