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Leicht gestiegene Sozialhilfequote im Kanton Basel-Landschaft

31.08.2017

Im Jahr 2016 haben 8‘298 Personen aus dem Kanton Basel-Landschaft Sozialhilfe bezogen. Das sind 343 Personen mehr als im Jahr davor. Die Sozialhilfequote steigt damit um 0.1% und entspricht neu 2.9%. Positiv fällt auf, dass gut 70% der Bezügerinnen und Bezüger weniger als zwei Jahre Sozialhilfe beziehen. Ein besonders grosses Sozialhilferisiko weisen Alleinerziehende und ihre Kinder auf. Weniger betroffen sind über 50-Jährige.

Auch mit der höheren Sozialhilfequote von 2.9% liegt das Baselbiet noch unter dem Schweizer Durchschnitt, der 2015 bei 3.2% lag. Der Nettoaufwand für die Sozialhilfe pro Einwohnerin und Einwohner lag 2016 bei 237 Franken. Dies bedeutet einen Anstieg um 8 Franken pro Person im Vergleich zum Vorjahr. Obschon die Gemeinde Liestal mit einer Pro-Kopf-Belastung von 543 Franken weiterhin kantonale Spitzenreiterin ist, bringen die neuen Zahlen im Vergleich zum Vorjahr eine Entlastung. Der Nettoaufwand pro Kopf betrug im Jahr 2015 in Liestal rund 600 Franken. Das gleiche gilt auch für die Gemeinden Pratteln und Grellingen, in welchen die Pro-Kopf-Belastungen ebenfalls gesunken sind.

Kurze Bezugsdauer
Erfreulich ist, dass in den Jahren 2014-2016 rund 70% der Sozialhilfedossiers innerhalb von weniger als zwei Jahren abgeschlossen werden konnten. 50% der Dossiers wurden innerhalb von einem und weitere 20% innerhalb von zwei Jahren abgeschlossen. Dieser Trend hat auch 2016 angehalten.

Alleinerziehende besonders von Sozialhilfe abhängig
Alleinerziehende und deren Kinder machen etwa 20% der Sozialhilfefälle aus. Sie benötigen zudem durchschnittlich länger Sozialhilfe als andere Personengruppen wie etwa Paare mit Kindern. Der Anteil abgeschlossener Fälle mit einer Bezugsdauer von vier und mehr Jahren lag bei den Alleinerziehenden mit 17.5% am höchsten.

Über 50-Jährige weisen tiefe Sozialhilfequote auf
Auch wenn die Diskussionen über Arbeitslosigkeit bei über 50-Jährigen teilweise intensiv geführt werden, zeichnet die Sozialhilfestatistik ein weniger düsteres Bild: Von den im Kanton wohnhaften Personen über 50 beziehen gut 2% Sozialhilfe. Zum Vergleich: Bei den 26-35-Jährigen sind es 4.5%. Und trotzdem kann nicht beschönigt werden, dass über 50-Jährige grössere Mühe haben und länger brauchen, um sich wieder im Erwerbsleben zu integrieren als jüngere Bezügerinnen und Bezüger.

Für Rückfragen:
Sebastian Helmy, Dienststellenleiter, Kantonales Sozialamt, Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 56 41.

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