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Kanton Basel-Landschaft ohne Gleichstellung?

03.07.2015

63 Prozent der Baselbieter Bevölkerung stimmten 2008 zu, dass der Kanton die Gleichstellung von Frauen und Männern mittels einer Fachstelle voranbringt. Der Volkssouverän bejahte damit eine aktive Gleichstellungspolitik, welche Herausforderungen wie die gesetzeswidrige Lohnungleichheit zwischen Frauen und Männern für die gleiche Arbeit, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf und Chancengleichheit unabhängig von Geschlecht, Alter oder Migrationshintergrund angeht.



Nicht nur die kantonale Bevölkerung fordert die Gleichstellung von Frauen und Männern, auch das Bundesgericht hat den kantonalen Auftrag dazu bekräftigt. Aufgrund einer Klage aus dem Kanton Zug hat das Bundesgericht in seinem Urteil von 2011 festgehalten, dass die Kantone aufgrund Art. 8 Abs. 3  in der Bundesverfassung sowie völkerrechtlicher Verträge  verpflichtet sind, die Gleichstellung von Frauen und Männern voran zu bringen. 
Aktuelle Herausforderungen wie der sich abzeichnende grosse  Fachkräftemangel, die vielfach schwierige Balance von Betreuungspflichten und Arbeit, mangelnde Teilzeitmöglichkeiten für Männer und Frauen oder Diskriminierungen von Personen aufgrund des Geschlechts am Arbeitsplatz erfordern ein zielgerichtetes, professionelles Vorgehen. Wie mehrfache kantonale Evaluationen zeigten, ist eine kantonale Fachstelle die effizienteste und kostengünstigste Form dazu.
Die Chancengleichheit von Frauen und Männern wird allerdings aktuell wieder in Frage gestellt. Neben einem Postulat zur Auflösung der Kommission für Gleichstellung fordert eine Motion die Abschaffung der Fachstelle Gleichstellung für Frauen und Männer des Kantons Basel-Landschaft.

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