Gute Noten für die Interinstitutionelle Zusammenarbeit

18.06.2013
Gute Noten für die Interinstitutionelle Zusammenarbeit im Kanton Basel-Landschaft
 
Der Regierungsrat hat in seiner heutigen Sitzung den Evaluationsbericht zur Interinstitutionellen Zusammenarbeit zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach über zehnjähriger Baselbieter Interinstitutioneller Zusammenarbeit zieht die evaluierende Firma eine positive Bilanz. Die jahrelang zunächst formal ausgearbeitete, im 2004 versuchsweise und anschliessend im 2006 flächendeckend aktiv initialisierte Zusammenarbeit zwischen dem KIGA, der Sozialhilfe, der IV und der Berufs- und Studienberatung hat sich gut bewährt. Bei der Interinstitutionellen Zusammenarbeit geht es darum, Menschen im Kanton Basel-Landschaft im Bereich dieser Institutionen gesamtheitlich zu betrachten. Dank des grossen Engagements aller Beteiligten in den Gemeinden und den staatlichen Stellen hat sich die Interinstitutionelle Zusammenarbeit schon in kurzer Zeit sehr weit entwickelt.
 
Mit der Interinstitutionelle Zusammenarbeit wurde im Kanton Basel-Landschaft bewusst nicht der Weg verfolgt, bestehende Zuständigkeiten in Frage zu stellen, neue Institutionen zu bilden oder die Leistungen der betreffenden Institutionen zu harmonisieren. Erklärtes Ziel war es, für das Staatswesen langfristig bessere Wirkungen bei geringeren Kosten zu erreichen, für die Betroffenen hingegen eine persönlich zufriedenstellendere und gesamtheitliche Betreuung herbeizuführen.
 
Die auf der Basis definierter Prozesse durchgeführte Interinstitutionelle Zusammenarbeit ist von einer aussenstehenden Firma evaluiert worden. Zusammenfassend wurde dabei festgestellt, dass das Modell im Kanton Basel-Landschaft ein gutes Wirkungspotenzial aufweist. Der Umstand, dass keine neuen organisatorischen Strukturen geschaffen und die Zuständigkeiten der Institutionen nicht wesentlich verändert wurden, erlaubt es, Kosteneinsparungen zu erzielen (Minimierung von Doppelspurigkeiten, Reduzierung von Koordinationsaufwänden usw.). Diese entsprechen im Grossen und Ganzen in etwa dem Zusatzaufwand der Interinstitutionelle Zusammenarbeit selbst. Vor diesem Hintergrund weist das IIZ-Modell des Kantons Basel-Landschaft eine positive Nutzen-Kosten-Bilanz auf. Weitere Vorteile der Interinstitutionellen Zusammenarbeit werden in der Effektivität gesehen. Nicht nur können durch die interaktive Zusammenarbeit zeitliche Verzögerungen im Schnittstellenbereich zwischen den beteiligten Stellen vermieden werden, sondern auch die Fallführenden erhalten durch die Zusammenarbeit mehr Informationen und Erkenntnisse. Zum Einen erfolgt dies zu den betreffenden Personen, was zu besseren Entscheiden und zielführenderen Strategien in der täglichen Arbeit führt, zum Anderen zu den Mitarbeitenden der verschiedenen Institutionen, deren Ziele und Philosophien. Dadurch lernen sie das Verhalten der anderen Stelle besser einzuschätzen, und die Fallarbeit wie auch die Prozesse in der Schnittstelle zwischen den Institutionen erfolgen koordinierter und schneller.
 
In ihrem Gesamtfazit kommt die Evaluation zum Schluss, dass die Interinstitutionelle Zusammenarbeit im Kanton Basel-Landschaft systematisch erfolgt, kaum zu Zusatzkosten führt und eine Reihe objektiver Vorteile aufweist. Es besteht damit kein grundlegender Handlungsbedarf.