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Erneute Bestätigung des AAA-Ratings für den Kanton BL

10.10.2012
Die internationale Rating-Agentur Standard & Poor's (S & P) hat das AAA-Rating für den Kanton Basel-Landschaft bestätigt. AAA ist die Bestnote für die Beurteilung der Kreditwürdigkeit. Den Ausblick für den Kanton beurteilt S & P neu mit dem Prädikat "negativ" (bisher „stabil“).

Standard & Poor's hat das Emittentenrating AAA und das Kurzfristrating A-1+ für den Kanton Basel-Landschaft bestätigt. Der Kanton gehört somit weiterhin zu den Schuldnern mit höchster Bonität. Die Agentur nennt das umsichtige Management, welches die Massnahmen zur Haushaltskonsolidierung eingeleitet hat und die bisherige gute Haushaltsführung als wichtigen Grund für die Bestätigung. Positiv hervorgehoben wird das konservative Finanzleitbild mit hoher Vorbildfunktion für die Finanzplanung. Zudem profitiert gemäss Standard & Poor's das Rating von einer dynamischen Wirtschaft sowie von den berechenbaren und staatstragenden Rahmenbedingungen. Die Liquidität wird aktuell, wenn auch rückläufig, positiv beurteilt. Hervorgehoben wird der gute Zugang des Kantons zur Liquidität auf den Finanzmärkten (Mittelbeschaffung). Neben der aktuellen Haushaltsentwicklung berücksichtigt das Rating auch die tiefe Schuldenlast des Kantons, welche sich aber ab 2010 innert fünf Jahren voraussichtlich verdoppeln wird. Dem Kanton Basel-Landschaft wird eine hohe Flexibilität bei der Haushaltsführung attestiert, da der Anteil der veränderbaren Einnahmen über 75% liegt. Die Agentur hält es aber für wenig wahrscheinlich, dass der Kanton mit Steuererhöhungen dem strukturellen Defizit entgegenwirken wird.

Der Ausblick wird vom bisherigen Prädikat "stabil" auf "negativ" zurückgestuft. Nach Meinung von Standard & Poor's riskiert der Kanton Basel-Landschaft eine weitere Verschlechterung der Haushaltslage und der Liquidität, wenn es nicht gelingt, die eingeleiteten Entlastungsmassnahmen erfolgreich umzusetzen. Massgebend für den negativen Ausblick ist die Einschätzung von Standard & Poor's, wonach die Wahrscheinlichkeit ein Drittel beträgt, dass in den nächsten beiden Jahren die gesetzten Entlastungsziele nicht erreicht werden. Standard & Poor's sieht daher wenig Spielraum für den Kanton, von den eingeleiteten Konsolidierungsmassnahmen des Entlastungspakets abzuweichen. Das Prädikat "stabil" könnte zurückerlangt werden, wenn es gelingt, den Trend der negativen Haushaltsentwicklung zu brechen und mittelfristig wieder zu einem strukturell ausgeglichenen Haushalt zu gelangen.

In einer ersten Stellungnahme sieht Regierungsrat Adrian Ballmer in der Beurteilung von Standard & Poor's eine klare Bestätigung der umsichtigen Finanzpolitik der Regierung sowie der Notwendigkeit, das Entlastungspaket in der Höhe von CHF 180 Mio. vollumfänglich umzusetzen.

Finanz- und Kirchendirektion

Liestal, 10. Oktober 2012

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