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Regierungsrat befürwortet bezahlten Adoptionsurlaub

29.05.2018

Der Bund prüft die Einführung einer Adoptionsentschädigung über die Erwerbsersatzordnung (EO). Im Rahmen der Vernehmlassung empfiehlt der Regierungsrat eine Ausweitung der Regelung bis zu einem Adoptionsalter von sechs Jahren. Für Kantonsangestellte gilt bereits heute eine vorteilhaftere Lösung. 

Die Kommission für soziale Sicherheit und Gesundheit des Nationalrates (SGK-NR) schlägt vor, einen bezahlten Adoptionsurlaub einzuführen. Die Vorlage sieht einen Urlaub von zwei Wochen vor, wenn das Adoptivkind nicht älter als vier Jahre ist. Finanziert wird dies über die EO (Erwerbsersatz für Dienstleistende und bei Mutterschaft). Dabei sollen die Adoptiveltern frei wählen können, welcher Elternteil den Urlaub bezieht und wie die Aufteilung zwischen den Eltern vorgenommen wird. Kein Anspruch entsteht bei einer Stiefkindadoption. 

Regierungsrat unterstützt die Vorlage
Für den Regierungsrat wird mit der Einführung einer Adoptionsentschädigung auf Bundesebene der richtige Weg eingeschlagen. Allerdings empfiehlt er der SGK-NR eine Ausweitung der Regelung auf ein Adoptionsalter bis sechs Jahre. Das Erreichen des Primarschulalters erachtet der Regierungsrat deshalb als adäquat, weil erst mit Schuleintritt eine signifikante zeitliche Entlastung der Eltern erfolgt. 

Für Kantonsangestellte gilt vorteilhaftere Lösung
Die Vorlage der SGK-NR sieht eine moderate Lösung vor. Zahlreiche Kantone, Städte und Gemeinden gewähren ihrem Personal bereits heute einen bezahlten Adoptionsurlaub. Auch die Kantonsangestellten des Kantons Basel-Landschaft können schon von einer Adoptionsentschädigung profitieren. Acht Wochen bezahlter Urlaub stehen ihnen bei einer Adoption zu, wenn das Kind vorher nicht im selben Haushalt lebte und nicht älter als sechs Jahre ist. 

Finanzierung wie bei Mutterschaft
Werden die Adoptionskosten wie bei der Mutterschaft über die EO abgewickelt, wird in dieser Hinsicht der Gleichwertigkeit zwischen Geburt und Adoption Rechnung getragen. 

 

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