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1.6 Prozent Missbrauch bei den Baselbieter Sozialhilfefällen

01.04.2009
In rund 4 Prozent aller Sozialhilfefälle im Kanton Basel-Landschaft wurden - aufgrund von Verdachtsmomenten - durch die lokalen Sozialhilfebehörden externe Leistungsabklärer (auch Sozialdetektive genannt) mit Abklärungen beauftragt. Durch diese externen Sozialdetektive konnte in 40 Fällen Missbrauch nachgewiesen werden. Dies ergibt die Auswertung einer Fragebogenaktion. Gemessen an sämtlichen Sozialhilfefällen - dies sind rund 2'500 Fälle - ergibt sich somit eine Missbrauchsquote von 1,6 Prozent.

Von den grösseren Gemeinden mit eigenen Sozialdiensten haben im Jahr 2008 deren 12 in 96 Fällen Sozialdetektive eingesetzt, in 69 Fällen sind die Abklärungen bereits abgeschlossen. In 40 Fällen konnte ein Sozialhilfemissbrauch aufgedeckt werden. Von den anderen Gemeinden mit eigenen Sozialdiensten würden 25 den Beizug von Leistungsabklärern bei Verdachtsmomenten in Betracht ziehen. Die kleinen Gemeinden ohne Sozialdienst haben bis heute noch keine Sozialdetektive eingesetzt. Die meisten würden dies jedoch bei Bedarf in Zukunft tun.

Die Auswertung der Umfrage zeigte auch auf, dass die präventive Wirkung eines möglichen Einsatzes von Leistungsabklärern eine nicht zu unterschätzende Begleiterscheinung ist.

Bei allen positiven Werten darf aber nicht vergessen werden, dass auch mit solchen Einsätzen nicht jeglicher Missbrauch verhindert werden kann. Der Einsatz von Sozialdetektiven ist jedoch ein taugliches Mittel zur Erfüllung des gesetzlichen Auftrages betreffend Missbrauchsbekämpfung. Die gemäss der Umfrage ermittelte Missbrauchsquote zeigt, dass Missbrauch zwar vorhanden ist, sich jedoch auf einem - wie erwartet - tiefen Niveau bewegt und keineswegs alarmierend ist.

Das Kantonale Sozialamt hat allen Sozialhilfebehörden im Kanton einen Fragebogen zum Einsatz von Sozialdetektiven unterbreitet. Nach der Rücksendung liegt nun die genaue Auswertung dieser Umfrage vor.

Weitere Auskünfte:
Rudolf Schaffner, Leiter Kantonales Sozialamt, Finanz- und Kirchendirektion, Telefon 061 552 56 41.

Liestal, 1. April 2009

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