LGBTIQ

Die Gleichstellung aller Menschen aufgrund der Geschlechtsidentität und der sexuellen Orientierung ist noch nicht realisiert. LGBTIQ-Personen erleben weiterhin Diskriminierungen und Vorbehalte.

LGBTIQ steht für lesbische, schwule (gay), bisexuelle, trans, intergeschlechtliche und queere Personen. Das Akronym bezeichnet eine Gruppe von Menschen, die aufgrund ihrer sexuellen Orientierung oder Geschlechtsidentität von heteronormativen Vorstellungen abweichen. Die Lebenslagen und Bedürfnisse der Personen, die mit LGBTIQ gemeint sind, können sehr divers sein und unterschiedliche Aspekte betreffen.

LGBTIQ-Personen sind in der Schweiz weiterhin mit Vorbehalten, Ablehnung, Diskriminierung bis hin zu Gewalt konfrontiert. Diese treten subtil oder offen auf. Schweizweit haben 68 % bereits Diskriminierung oder Gewalt erfahren. Vorherrschende Vorurteile und Stereotypen können sich negativ auf den Alltag und die Lebensqualität von queeren Menschen auswirken. So erleben LGBTIQ-Personen in der Schweiz strukturelle Diskriminierung in zahlreichen Bereichen wie im Erwerbsleben, beim Zugang zum Wohnungsmarkt, zu Dienstleistungen, in der Justiz, in der Medizin, in der Ausübung elterlicher Rechte und beim Schutz vor psychischer und physischer Gewalt. Häufig sind sie zudem in Bildern und Texten unsichtbar.

Psychische, verbale und körperliche Gewalt erleben LGBTIQ-Menschen meist in der Öffentlichkeit. Besonders davon betroffen sind trans Personen. Solche Angriffe werden auch als Hate Crimes bezeichnet, d. h. vorurteilsmotivierte Angriffe.

Sowohl offene als auch versteckte Feindlichkeiten gegenüber LGBTIQ-Personen können deren psychische Gesundheit beeinträchtigen.

Rechtliche Grundlagen

In der Bundesverfassung (Art. 8 Abs. 2 BV) ist der Diskriminierungsschutz bezüglich Geschlecht und Lebensform festgehalten. Die Kantonsverfassung Basel-Landschaft (§ 7, Abs. 2 KV BL) hält das Gebot der Rechtsgleichheit fest und zählt die Diskriminierungsverbote eng angelehnt an die Bundesverfassung auf.

Gleichstellung BL triagiert nach Bedarf an spezialisierte Fachstellen und Organisationen.