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Lohngleichheit

Verfassung und Gesetz schreiben Lohngleichheit zwischen Frau und Mann vor, doch die Realität sieht anders aus. Frauen verdienen immer noch rund ein Fünftel weniger als Männer. Fast 40 Prozent dieses Lohnunterschieds ist ausschliesslich dem Geschlecht zuzuschreiben und damit diskriminierend.

Lohngleichheit ist bereits seit 1981 in der Bundesverfassung   ausdrücklich verankert. Seit 1996 verbietet das Gleichstellungsgesetz Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts. Trotzdem verdienten Nordwestschweizer Frauen 2014 in der Privatwirtschaft durchschnittlich 14% weniger als Männer. In den öffentlichen Verwaltungen waren es rund 12%.

Lohndifferenz und Lohndiskriminierung
Der grössere Teil dieser Lohnunterschiede hat einleuchtende Gründe: Frauen arbeiten häufiger in Niedriglohnbranchen, seltener in Kaderstellen. Sie verfügen über kürzere Ausbildungen und weniger Berufserfahrung als Männer. Für die restlichen rund 40% der Lohnunterschiede gibt es jedoch keine andere Erklärung als das Geschlecht. Hier liegt Lohndiskriminierung vor.

Mit Hilfe eines Lohnrechners kann der für eine Tätigkeit und Ausbildung übliche Lohn berechnet werden. Für Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitenden gibt es den kostenlosen Selbsttest Logib. Sie können damit prüfen, wie gut Sie das Lohngleichheitsprinzip einhalten.

Beschaffungsgesetz verlangt Gleichstellung
Der Bund vergibt öffentliche Aufträge nur an Unternehmen, die sich verpflichten, das Lohngleichheitsprinzip einzuhalten. Beim Kanton Baselland müssen Anbietende gemäss Beschaffungsgesetz   (§ 5 und § 6) und Beschaffungsverordnung   (§ 2 und § 3) nachweisen, dass sie das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann   einhalten (Muster: Selbstdeklaration Anbietende).

Gleichstellung in Zahlen

Bild Legende:

Die Daten zeigen: Je höher die berufliche Stellung und das Anforderungsniveau, desto grösser sind tendenziell die Lohnunterschiede zwischen Frauen und Männern.

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