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Lohngleichheit

Verfassung und Gesetz schreiben Lohngleichheit zwischen Frau und Mann vor. Frauen verdienen in der Nordwestschweiz jedoch im Schnitt 18% weniger als Männer 

Frauen verdienen in der Nordwestschweiz im Schnitt rund 1'450 Franken weniger pro Monat als Männer (Mittelwert, 2016). Der grössere Teil des Lohnunterschieds hat einleuchtende Gründe: Frauen arbeiten häufiger in Niedriglohnbranchen, seltener in Kaderstellen. Sie verfügen tendenziell über kürzere Ausbildungen und weniger Berufserfahrung als Männer. Die restlichen 46% dieses Unterschieds lassen sich hingegen nicht mit objektiven Faktoren erklären. Hier liegt potenziell Lohndiskriminierung vor.

Lohnanalysen
Lohndiskriminierung ist in der Regel nicht beabsichtigt. Mit Hilfe eines Lohnrechners kann der für eine Tätigkeit und Ausbildung übliche Lohn berechnet werden. Für Betriebe mit mindestens 50 Mitarbeitenden gibt es den kostenlosen Selbsttest Logib. Sie können damit prüfen, wie gut sie das Lohngleichheitsprinzip einhalten.

Gesetzliche Grundlagen
Lohngleichheit ist seit 1981 in der Bundesverfassung  explizit verankert. Seit 1996 verbietet das Gleichstellungsgesetz Lohndiskriminierung aufgrund des Geschlechts.

Beschaffungsgesetz verlangt Gleichstellung
Der Bund vergibt öffentliche Aufträge nur an Unternehmen, die sich verpflichten, das Lohngleichheitsprinzip einzuhalten. Beim Kanton Baselland müssen Anbietende gemäss Beschaffungsgesetz  (§ 5 und § 6) und Beschaffungsverordnung  (§ 2 und § 3) nachweisen, dass sie das Bundesgesetz über die Gleichstellung von Frau und Mann  einhalten (Muster: Selbstdeklaration Anbietende).

Varianten der Berechnung
Die Lohnungleichheit kann auf verschiedene Arten berechnet werden. Die oben genannte Lohndifferenz bezieht sich auf den Median. Dieser Wert wird nicht durch Ausreisser verzerrt. Andere Quellen nennen hingegen das arithmetische Mittel – das ist der klassische Durchschnitt.

 

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