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Erwerbsarbeit

Trotz Gleichstellungsartikel in der Verfassung sind Frauen und Männer im Erwerbsleben noch nicht gleichgestellt. 

Frauen arbeiten viel häufiger Teilzeit, bekleiden seltener Führungspositionen und verdienen weniger als Männer. Was auch auffällt: Frauen und Männer sind ungleich vertreten in verschiedenen Branchen: Eine Mehrheit der Frauen arbeitet in der Schweiz in Gesundheits- und Lehrberufen, im Gastgewerbe und bei den persönlichen Dienstleistungen. Männer dominieren in den technischen und handwerklichen Berufen. Ausgeglichen vertreten sind sie in den kaufmännischen Berufen. 

Geschlechternormen beeinflussen die Beteiligung am Erwerbsleben 
Befristete Stellen, Mini- und Mehrfachjobs, Unterbeschäftigung und schlechte Entlöhnung betreffen Frauen – insbesondere Mütter – stärker als Männer. Hingegen findet man in Verwaltungsräten und Geschäftsleitungen selten Frauen. Viele Männer möchten ihr Erwerbspensum reduzieren – etwa wenn sie Vater werden. In der Realität gelingt es nur wenigen, weil sie der Ernährerrolle gerecht werden wollen oder müssen, gravierende Nachteile befürchten oder ihr Arbeitgeber ihnen keine Stellenreduktion zugesteht. 

Diskriminierung abbauen und Chancengleichheit fördern 
Das Gleichstellungsgesetz verbietet in Artikel 3 Ungleichbehandlungen aufgrund des Geschlechts. Es ermöglicht einzelnen Arbeitnehmenden, aber auch Gewerkschaften und Berufsverbänden, Klagen wegen Ungleichbehandlung einzureichen. 
Der Bund unterstützt mit Finanzhilfen   Projekte und Programme zur Förderung der Gleichstellung. Neben Beratungsstellen und nicht-gewinnorientierten Organisationen können diese auch von Unternehmen für betriebliche Gleichstellungsprojekte beantragt werden. 

Die SKG   sammelt alle Gerichtsentscheide nach Gleichstellungsgesetz in der Datenbank gleichstellungsgesetz.ch . Sie können nach verschiedenen Kriterien (Thema, Branche, Region usw.) abgerufen werden. 

Gleichstellung in Zahlen

Heute gehen deutlich mehr Frauen einer bezahlten Arbeit nach als vor 50 Jahren. Drei Viertel der Frauen in Baselland sind erwerbstätig  in den 1970-er Jahren waren es noch weniger als die Hälfte. Bei den Männern gibt es den umgekehrten Trend: Bei ihnen ist die Erwerbsquote gesunken. Allerdings sind Teilzeitpensen bei Frauen viel stärker verbreitet als bei Männern. Beim Beschäftigungsvolumen in 100 %- Stellen umgerechnet beträgt der Frauenanteil 37 % und der Männeranteil 63 % (Stand 2017).

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