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Berufs- und Fächerwahl

Kann ein Mann Kleinkinderbetreuer werden und eine Frau Ingenieurin? Ja, natürlich. Aber nur wenig Jugendliche werden darin bestärkt, einen unüblichen Beruf zu wählen.   
 
Die Berufswahl in der Schweiz ist stark geschlechtsspezifisch geprägt. 2017 waren 92 % der Lernenden im Baugewerbe mit Wohnort Baselland männlich, bei der Krankenpflege 83 % weiblich. Berufe, die mehrheitlich von Frauen ausgeübt werden, sind oft schlechter bezahlt. Auch bei gleicher Berufswahl ist oft schon der Einstiegslohn von Frauen tiefer als von Männern.  

Geschlechtsunabhängige Berufs- und Laufbahnentwicklung fördern
Oft wählen Frauen und Männer unterschiedliche Berufe und Studiengänge. Nicht etwa, weil ihre Fähigkeiten unterschiedlich sind, sondern weil sie sich an Geschlechter-Stereotypen orientieren. Die Website Berufs- und Studienberatung   unterstützt eine unvoreingenommene Abklärung der Interessen und informiert über die ganze Breite des Ausbildungsangebots. Für Lehrpersonen und Jugendliche hat die Schweizerische Konferenz der Gleichstellungsbeauftragten eine hilfreiche Linkliste zusammengestellt: Unterrichts-Materialien, Angebote und Projekte zur Erweiterung des Berufswahl-Horizonts.

Kindergarten und Primarschule
Der Kindergarten-Koffer «Reise zu den starken Kindern» und das Medienpaket zur Geschichte von Maxi und Pipo (in unserer Fachbibliothek ausleihbar) liefern Spielideen und praxisnahe Hinweise, wie Mädchen und Jungen ihre Berufs- und Lebensträume erweitern.
Vorbilder haben gerade im jungen Kindesalter enormen Einfluss. Wer als Fachperson oder Elternteil sein eigenes Verhalten überprüfen mag: Das Handbuch «Nicos Puppe und Sophies Lastwagen» schärft den Blick für stereotype Alltags-Handlungen.

Sekundarstufe I und II
In Baselland befassen sich am Gendertag – Zukunftstag alle 5.- bis 9.-Klässler/innen mit Berufswahl und Lebensplanung. Sie entdecken Berufe, die bisher überwiegend vom anderen Geschlecht ausgeübt worden sind, und die Vielfalt möglicher Lebensentwürfe.

Der Übergang von der Schule in eine Lehre wirft viele Fragen und Probleme auf. Im Mentoring-Programm begleiten erfahrene Ansprechpartnerinnen und -partner Jugendliche individuell dabei.

Gleichstellung in Zahlen

Die Grafik zeigt die fünf am häufigsten gewählten Berufsausbilungen nach Geschlecht. 38 % der männlichen und 58 % der weiblichen Lernenden verteilen sich jeweils auf diese fünf Berufe.

Weitere Informationen.

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