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Bildung

Der Bildungsweg ist entscheidend für viele Aspekte der Gleichstellung. Der Bildungsstand ist ausgeglichen – die Berufswahl sehr verschieden.

Die jungen Frauen in Baselland haben ihren Bildungsstand in den letzten zwanzig Jahren stark erhöht und jenem der Männer angeglichen. Jüngere Personen bilden sich nach der Volksschule meistens weiter. Junge Frauen besuchen häufiger weiterführende Schulen, während junge Männer eine Berufslehre bevorzugen. An den Universitäten und Fachhochschulen studieren insgesamt etwa gleich viele Frauen wie Männer. Allerdings wählen sie dort verschiedene Fachrichtungen und in den Lehren verschiedene Berufe – je nach Geschlecht.

Individuelle Fähigkeiten statt Geschlechterstereotype
Die geschlechtsspezifische Fächerwahl hängt eng mit Rollenbildern und Werten zusammen, die während der Kindergarten- und Schulzeit vermittelt werden. Mädchen wie Jungen brauchen zum Lernen Bedingungen, in denen sie sich und ihre individuellen Fähigkeiten frei entwickeln können – unabhängig von Geschlechternormen. So entdecken sie ihre vielfältigen Kompetenzen und verfolgen ihre eigenen Interessen.
Nicht nur die Einzelnen, auch Wirtschaft und Gesellschaft profitieren davon: Die Erhöhung des Frauenanteils in MINT-Fächern (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft, Technik) wirkt dem Fachkräftemangel in diesen Bereichen entgegen. Und wenn junge Männer ihre Berufswahlperspektiven erweitern, kann dies den Personalmangel im Gesundheits- und Betreuungssektor abfedern. 

Gleichstellung wurzelt in der Bildung
Das kantonale Bildungsgesetz verlangt einen geschlechtergerechten Unterricht, der die Identität und das Selbstbewusstsein stärkt. Ansonsten verfestigen sich stereotype Rollenbilder: Sie schränken die Wahl von Berufen ein, die «passend» erscheinen; sie suggerieren, wer (unentgeltlich) zu den Kindern schaut und wer das Geld heim bringt; sie legen nahe, wer herumtoben darf und wer brav, still und herzig sein soll. Damit sind grosse Themen der Gleichstellung vorgespurt: Lohn-Ungleichheit, Fachkräftemangel, Chancen in der Karriereentwicklung, Care-Arbeit, Arbeitsteilung zu Hause, sexuelle Belästigung bei Jugendlichen und später auch am Arbeitsplatz etc. Bildung ist grundlegend für Gleichstellung im ganzen Lebensverlauf – geschlechtergerecht gestaltet, bringt sie Vorteile für alle.

Gleichstellung in Zahlen

Die Bildungsabschlüsse junger Frauen und Männer haben sich im Baselbiet angeglichen. Vor einigen Jahrzehnten – bei den heute über 65-Jährigen – hörte der formale Bildungsweg bei mehr als doppelt so vielen Frauen wie Männern nach der obligatorischen Schule auf.

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