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Gleichstellung für Kantons-Mitarbeitende

Die betriebliche Gleichstellungspolitik des Kantons Basel-Landschaft setzt sich aus einem Paket von konkreten Massnahmen zusammen:

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Arbeitszeit

Zentral für die Gleichstellung von Frau und Mann ist, dass alle die Möglichkeit haben, sowohl berufliche als auch ausserberufliche Verpflichtungen und Aufgaben zu übernehmen. Für diese Vereinbarkeit sowie für die Work-Life-Balance ist eine flexible sozial abgesicherte Gestaltung der Arbeitszeit grundlegend. Der Kanton bietet eine Reihe von familienfreundlichen Optionen – etwa Telearbeit, Jahresarbeitszeit und Ferieneinkauf.

Details dazu finden Sie beim Personalamt > Familie und Beruf > Gestaltung der Arbeitszeit.

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Care

Der Kanton Basel-Landschaft ist Mitglied beim Verein profawo . Unter anderem bietet der Verein den Mitarbeitenden seiner Mitgliedsfirmen Beratung an im Zusammenhang mit der Betreuung von Angehörigen – Kindern wie Betagten.

Ist Betreuung einer im gleichen Haushalt lebenden Person notwendig, gewährt der Kanton BL als Arbeitgeber bezahlten Kurzurlaub (maximal 3 Arbeitstage pro Fall, maximal aber 5 Arbeitstage pro Kalenderjahr).

Details dazu finden Sie beim Personalamt > Familie und Beruf > Kinder- und Angehörigenbetreuung sowie in der Broschüre «Personalrecht im Überblick» (Kapitel 4c).

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Elternurlaub

Bei der Geburt eines Kindes haben Mitarbeiterinnen der kantonalen Verwaltung Anspruch auf 14-16 Wochen bezahlten Urlaub. Ausserdem können sie einen unbezahlten Urlaub bis maximal ein Jahr nach der Geburt beziehen. Väter haben Anspruch auf einen bezahlten Vaterschaftsurlaub von 5 Tagen und einen unbezahlten Vaterschaftsurlaub von bis zu 12 Wochen. Bei einer Adoption haben Eltern einen Anspruch auf 8 Wochen bezahlten Urlaub.

Details dazu finden Sie in der Verordnung über den Elternurlaub, in der Broschüre «Personalrecht im Überblick» (Kapitel 5) sowie beim Personalamt > Familie und Beruf > Mutterschafts- und Vaterschaftsurlaub sowie Adoptions-Urlaub.

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Gendertag – Zukunftstag BL

Die Berufswahl und die Lebensplanung von Jugendlichen orientieren sich vielfach an Gender-Stereotypen. Der jährlich stattfindende «Gendertag – Zukunftstag für Mädchen und Jungs» bietet den Baselbieter Kindern von der 5. Primar bis zur 3. Sekundarschule Gelegenheit, sich mit ihrer Zukunft auseinanderzusetzen und praktische Erfahrungen in Wirtschaft, Haushalt und Freiwilligenarbeit zu machen. Der Kanton Basel-Landschaft ist Mitglied beim Verein Nationaler Zukunftstag. Dieser findet jeweils am zweiten Donnerstag im November statt.

In enger Kooperation mit Schulen und Betrieben unterstützt auch der kantonale Arbeitgeber eine offene und genderkompetente Laufbahnorientierung:

Kinder der 6. Klasse Primar können «die Welt der Arbeit entdecken»: Sie begleiten Mitarbeitende der kantonalen Verwaltung (Eltern, Tanten, Göttis oder weitere Bezugspersonen) einen Tag zur Arbeit und erleben, dass ganz verschiedene Menschen, alte und junge, in den verschiedenen Feldern zusammenarbeiten. Idealerweise begleiten Mädchen ihren Vater oder eine andere männliche Bezugsperson und Jungen ihre Mutter oder eine andere weibliche Bezugsperson. Nehmen Sie Ihre Tochter, Nichte, Patentochter oder Ihren Sohn, Neffen, Patensohn mit!

Kindern der 1. Klasse Sekundar bietet die Verwaltung am selben Tag ein reiches Angebot an «Seitenwechseln» in Berufe und Arbeitsfelder, die traditionellerweise dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Ermutigen auch Sie Mädchen bzw. Knaben, bei einem Perspektivenwechsel bestehende Bilder zu hinterfragen und eigene Berufsvorstellungen aufgrund der persönlichen Interessen zu entwickeln!

Details finden Sie bei Gleichstellung BL > Bildung > Gendertag – Zukunftstag BL.

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Geschlechtervertretung

Um Gleichstellung, Diversität und Innovation zu fördern, legt der Kanton Basel-Landschaft Wert auf eine ausgewogene Vertretung beider Geschlechter. Dabei sind alle Funktionen und Hierarchiestufen im Fokus. Siehe Broschüre «Personalrecht im Überblick» (Kapitel 9). Eine ausgewogene Besetzung seiner Kommissionssitze verfolgt der Regierungsrat auch mit einem Richtwert von mindestens 30% eines Geschlechts (siehe Stichwort «Kommissionen des Regierungsrats und weitere Arbeitsgremien»).

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Gleichstellungs-Controlling

Um die Anliegen von Gleichstellung, Diversität und Inklusion nachhaltig in Organisationen zu verankern, hat sich die Methode des «Gleichstellungs-Controllings» etabliert. Es bedient sich vorhandener Management-Instrumente und fördert den Kulturwandel hin zu einer «inklusiven» Unternehmenskultur: Menschen mit verschiedensten Hintergründen und Qualitäten sind einbezogen in die Arbeitsabläufe. Dabei sind die Führungskräfte verantwortlich für die Gewährleistung der betrieblichen Gleichstellung. Die definierten Ziele des Gleichstellungs-Controllings werden regelmässig evaluiert.

Der Kanton Basel-Landschaft ist Mitglied des Vereins Gleichstellungs-Controlling. Der Verein bezweckt die Verbreitung, Anwendung und Weiterentwicklung des Gleichstellungs-Controllings.

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Jobsharing

Doppelte Kompetenz und zugleich weniger Arbeitszeit pro Person: Geteilte Verantwortung oder «Jobsharing» ist eine Massnahme, die Vereinbarkeit von Beruf und Privatleben zu verbessern. Sie bietet mitunter Müttern und Vätern die Chance, eine qualifizierte Arbeitsstelle und Führungsverantwortung zu übernehmen. Der Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber begrüsst dieses Arbeitsmodell, namentlich auch im Kaderbereich.

Die Plattform «Familienfreundliche Wirtschaftsregion Basel» hat Tipps für erfolgreiches Jobsharing erarbeitet.

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Kinderbetreuung

Der Kanton Basel-Landschaft ist Mitglied beim Verein profawo. Der Verein betreibt eigene Kindertagesstätten im Raum Basel und bietet den Mitarbeitenden seiner Mitgliedsfirmen Beratung und diverse Dienstleistungen an.

Details dazu finden Sie beim Personalamt > Familie und Beruf > Kinder- und Angehörigenbetreuung.

Für Details zur Betreuung im Krankheitsfall: siehe Stichwort «Care».

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Kommissionen des Regierungsrats und weitere Arbeitsgremien

Frauen wie Männer sollen angemessen vertreten sein in Entscheidungsgremien. Mit der Verordnung über die regierungsrätlichen Kommissionen verpflichtet sich der Kanton Basel-Landschaft, dass beide Geschlechter jeweils mindestens 30% der Kommissionssitze einnehmen, die vom Regierungsrat gewählt werden, und mitbestimmen können. Die Landeskanzlei veröffentlicht die Zahlen, Gleichstellung BL berät und erstellt einen Monitoringbericht.

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Lohngleichheit

2016 betrug der Medianwert des monatlichen Bruttolohns bei den Frauen in der Nordwestschweiz 6’220 Franken und derjenige der Männer 7’034 Franken. Frauen verdienen somit gemessen am Median 814 Franken pro Monat weniger als Männer, was einer Lohndifferenz von ca. 12% entspricht. 2014 betrug der Lohnunterschied im öffentlichen Sektor rund 12%, im privaten Sektor 14%. Wie diese Lohnungleichheiten zustande kommen können, ob sie erklärbar oder diskriminierend sind, ist bei Gleichstellung BL > Lohngleichheit dargestellt.

Die Bundesverfassung und das Gleichstellungsgesetz verpflichten auch den kantonalen Arbeitgeber zur Lohngleichheit zwischen Frauen und Männern (siehe Art. 8 Abs. 3 der Bundesverfassung und Art. 3 des Gleichstellungsgesetzes). Seine Lohnpolitik gewährt, dass Frauen und Männer für gleichwertige Arbeit den gleichen Lohn erhalten (vgl. Personalamt > Lohn und Zulagen > Lohnpolitik).

Auf der «Plattform Lohngleichheit» des Eidgenössischen Büros für die Gleichstellung von Frau und Mann (EBG) finden sich umfassende Angaben: unter anderem Informationen für Arbeitnehmende, Lohnrechner, Statistiken und Einblicke in das Engagement des öffentlichen Sektors.

Eine «Charta der Lohngleichheit» manifestiert den Willen von Bund, Kantonen und Gemeinden, sich als Arbeitgebende bei Ausschreibungen im öffentlichen Beschaffungswesen oder als Subventionsorgane für die Lohngleichheit einzusetzen. Unterschrieben haben der Bund sowie 14 Kantone und 50 Gemeinden – darunter die Baselbieter Gemeinde Binningen. Der Kanton Basel-Landschaft beobachtet die Entwicklung aktiv. So beteiligt er sich auch an der Aktualisierung der kantonalen Daten auf der «Plattform Lohngleichheit» über die Basellandschaftlichen Aktivitäten im Beschaffungswesen und in der Personalpolitik.

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Personal-Controlling

Kennzahlen der Personalstatistik lassen Rückschlüsse auf die Gleichstellung von Mitarbeitenden zu. Die Direktionen besprechen jährlich mit Gleichstellung BL, wie sich das Geschlechterverhältnis entwickelt. Relevant sind dazu insbesondere die Angaben unter «Kantonspersonal» im Zahlenfenster des Statistischen Amts BL.

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Sexuelle Belästigung

Sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz wird nicht toleriert. In der Broschüre «lustig – lästig – stopp!» gibt Gleichstellung BL Auskunft, wie Sie bei einem Vorfall vorgehen können.

Um seine Mitarbeitenden vor sexueller Belästigung zu schützen, hat der Kanton Basel-Landschaft eine Verordnung zum Schutz der sexuellen Integrität erlassen. Sie sichert den Schutz der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter vor sexueller Belästigung, ihre Beratung und Unterstützung und regelt das Verfahren bei sexueller Belästigung.

Für Fälle von sexueller Belästigung durch Kantons-Mitarbeitende hat der Kanton Vertrauenspersonen bezeichnet, an die sich Betroffene, Kolleginnen und Kollegen sowie Vorgesetzte wenden können. Gleichstellung BL nimmt Präventionsaufgaben für den Kanton als Arbeitgeber wahr. Sie schult die Vertrauenspersonen und berät die Verwaltung sowie Arbeitnehmende.

Anzeigen wegen sexueller Belästigung durch Kantons-Angestellte werden von der Beratenden Kommission untersucht. Sie kann Massnahmen wie etwa eine Verwarnung, Versetzung oder Kündigung der belästigenden Person vorschlagen.

Weitere Details dazu finden Sie in der Broschüre «Personalrecht im Überblick» (Kapitel 10).

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Sprache

Wer in geschriebenen oder
gesprochenen Texten nicht vorkommt, wird auch in der Realität oft vergessen und übergangen. Entsprechend wichtig ist, in der Sprache sowohl Frauen als auch Männer zu berücksichtigen. Der Kanton Basel-Landschaft verfügt über Richtlinien zur Verwendung einer geschlechtergerechten Sprache in der Verwaltung und im Gesetz. Hilfreich für die Umsetzung ist der Sprachleitfaden von Gleichstellung BL: «… denn nicht jeder ist eine Frau…». Weitere Sprachleitfäden finden Sie unter Kultur > Sprache.

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Stellenausschreibung

Offene Stellen in der Verwaltung sind geschlechtsneutral auszuschreiben (siehe §11 Abs. I im Personalgesetz). Der Leitfaden «Kompetente Bewerberinnen und Bewerber finden» gibt konkrete Vorschläge zur geschlechtergerechten Formulierung von Stellenanzeigen und anderen Texten.

Weitere Informationen.

Gleichstellung BL

Tel. 061 552 82 82
gleichstellung@bl.ch

Broschüre

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