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Frauenstreik – ein Jahr danach

09.06.2020

Kleine Schritte Richtung Gleichstellung prägten das Jahr seit dem Aktionstag vom 14. Juni 2019. Zum einjährigen Jubiläum sind Forderungen und Aktionen angesagt.

Über 500'000 Frauen und Männer gingen in der Schweiz vor einem Jahr für Gleichstellung auf die Strasse. Dies hat das gesellschaftliche Bewusstsein erhöht – und einige kleine und doch wichtige Schritte Richtung Gleichstellung sind seither gemacht: Im Wahljahr 2019 wurden historisch viele Frauen gewählt. Das Parlament hat sich auf zwei Wochen Vaterschaftsurlaub geeinigt. Und neu müssen alle Firmen mit mehr als 100 Angestellten regelmässig ihre Lohngleichheit unter Beweis stellen.
Aber: Die Baselbieter Gemeinderäte sind nur zu etwa einem Drittel weiblich. Die bezahlte und unbezahlte Arbeit ist weiterhin ungleich zwischen Frauen und Männern verteilt. Ausserdem lag der Lohnunterschied 2018 noch bei 11,5 % (Median). Während der Corona-Pandemie zeigte sich deutlich, welche Berufe systemrelevant sind. Die Auswirkungen der Krise treffen Frauen besonders: Sie leisten den Löwinnenanteil der un(ter)bezahlten Care-Arbeit. Verschiedene Organisationen fordern mehr Respekt gegenüber Care-Berufen, bessere Arbeitsbedingungen und insbesondere mehr Lohn, z. B. auch in einem Appell an Bundesrat und Parlament.

Der Frauenstreik schaffte neue Netzwerke, die sich seither für Gleichstellungsthemen engagieren. Eine Auswahl präsentiert die Basellandschaftliche Zeitung. Am 14. Juni 2020 und in der Woche davor finden kleine lokale Aktionen sowie Online-Veranstaltungen statt.

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