Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Inhalts Navigation

Region Liestal Frenkentäler plus

Verein „Region Liestal Frenkentäler plus“ ist gegründet

Bild Legende:
Feierliche Unterzeichnung der Gründungsurkunde des Vereins „Region Liestal Frenkentäler plus" in Titterten. Foto: Judith Hirsbrunner

Die Gemeinden Bubendorf, Hölstein, Liestal, Lupsingen, Niederdorf, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg, Titterten und Ziefen wollen künftig vertieft zusammenarbeiten und haben zu diesem Zweck den Verein „Region Liestal Frenkentäler plus“ (RLF+) gegründet. Die Gründungsversammlung fand am 23. August 2018 in Titterten statt.

„Wir bilden keinen Verein um des Vereins willen“. Gastgeber Heinrich Schweizer, Gemeindepräsident von Titterten, rief zur Eröffnung der Gründungsversammlung nochmals kurz ins Gedächtnis, weshalb die zehn Gemeinden einen Verein zur vertieften regionalen Zusammenarbeit gründen: „Bei der Arbeit in den Gemeinden geht es immer um den Dienst an die Einwohnerinnen und Einwohner der Dörfer“. Der Verein solle künftig dafür sorgen, dass unter anderem Dienstleistungen dort erbracht werden, wo sie die beste Wirkung für die Region erzielen. Es gebe bereits gute Beispiele der Zusammenarbeit, die zeigten, dass heute Aufgaben effizient und sinnvoll regional gelöst werden können.

Für die Durchführung des statutarischen Teils der Versammlung wurde Thomas Noack gewählt. Der ehemalige Gemeinderat von Bubendorf war einer der Initianten des vom Bund unterstützten Modellvorhabens „Zukunft Frenkentäler“, welches den Anfang des Prozesses zur Vertiefung und Ausweitung der regionalen Zusammenarbeit bildete und in dessen Verlauf wertvolle konzeptionelle Grundlagen für die künftige Entwicklung der Region erarbeitet wurden.

Die Abstimmungen über die Statuten sowie die Wahl des Vorstandes, des Präsidenten und des Vize-Präsidenten verliefen diskussionslos und in allen Fällen einstimmig. Die Statuten wurden genehmigt und damit der Verein offiziell gegründet. In den Vorstand gewählt wurde je eine Vertretung aus den Mitgliedsgemeinden. Mit der Gründung des Vereins „RLF+“ wurde die bisherige Arbeitsgruppe aufgelöst.

Fritz Sutter aus Reigoldswil erster Präsident
Zum Präsidenten des neuen Vereins wurde Fritz Sutter aus Reigoldswil, zum Vize-Präsidenten Bernhard Zollinger aus Seltisberg gewählt. Die Versammlung verabschiedete zudem das Budget 2018/2019. Da aus dem Modellvorhaben noch Restmittel zur Verfügung stehen, wird darauf verzichtet, im ersten Jahr einen Mitgliederbeitrag zu erheben.

Unterzeichnung einer Gründungsurkunde
Um die Bedeutung dieser Vereinsgründung zu betonen, haben die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten oder deren Vertreter sowie die anwesenden Gemeindeverwalterinnen und Gemeindeverwalter im Anschluss an die formale Gründung durch Annahme der Statuten eine eigentliche Gründungsurkunde unterschrieben.

Erste Sitzung des Vorstands bereits im September
Am 12. September 2018 hat bereits die erste Sitzung des neu gewählten Vorstandes stattgefunden. Der Vorstand will die letzten Monate dieses Jahres nutzen, um das nächste Jahr gut vorzubereiten. Wie Fritz Sutter aufzählte, gehe es dabei um Fragen wie: Was packen wir an? Welche Prioritäten setzen wir? Wie treten wir gemeinsam auf? Was wollen und können wir uns leisten? Wie kommunizieren wir? Und natürlich werde es auch um das Thema „Geschäftsstelle“ gehen.

Vorstandmitglieder des Vereins RLF+:
Bubendorf: Erwin Müller, Gemeindepräsident
Hölstein: Andreas Appenzeller, Gemeinderat
Liestal: Daniel Spinnler, Stadtpräsident
Lupsingen: Stefan Vögtli, Gemeindepräsident
Niederdorf: Martin Zürcher, Gemeindepräsident
Ramlinsburg: Stephanie Oetterli Lüthi, Gemeindepräsidentin
Reigoldswil: Fritz Sutter, Gemeindevizepräsident
Seltisberg: Bernhard Zollinger, Gemeindepräsident
Titterten: Heinrich Schweizer, Gemeindepräsident
Ziefen: Cornelia Rudin Gemeindepräsidentin 

Isabelle Pryce / 14.9.2018

Region „Liestal Frenkentäler plus" geht beispielhaft voran

Zehn Gemeinden haben eine Charta unterschrieben mit dem Ziel, sich gemeinsam Handlungsspielräume zu verschaffen und die Gemeindeaufgaben wirksamer und effizienter zu erfüllen. Sie schliessen sich zu einer neuen Region zusammen – Liestal Frenkentäler plus.

Es war ein feierlicher Anlass an historischem Ort. Am 30. November 2017 unterzeichneten die Gemeindepräsidentinnen und Gemeindepräsidenten sowie die Gemeindeverwalter und Gemeindeverwalterinnen der Gemeinden Bubendorf, Hölstein, Liestal, Lupsingen, Niederdorf, Ramlinsburg, Reigoldswil, Seltisberg, Titterten und Ziefen auf Schloss Wildenstein eine Charta über die gemeinsame Zukunft als Region Liestal Frenkentäler plus. Das plus steht einerseits für die Gemeinden auf den Höhenzügen und in den angrenzenden Tälern, andererseits dafür, dass die Region offen ist für Gemeinden, die noch nicht unterschrieben haben.

Die Unterzeichnung der Charta ist ein symbolischer Akt. Mit ihren Unterschriften bekennen sich die Gemeinden zu einer vertieften regionalen Zusammenarbeit. Sie bekräftigen, die Ziele des im vorangehenden Projekt „Zukunft Frenkentäler" gemeinsam erarbeiteten Zukunftsbildes für die Region zusammen umzusetzen. Die Charta ist zwar noch kein Vertrag, schafft aber als von den Gemeinden beschlossene Absichtserklärung eine wichtige Verbindlichkeit für die künftige Zusammenarbeit.

In Regionen denken und handeln
Dass dieser Zusammenschluss wichtig ist für die Zukunft, konnten die Anwesenden an diesem Abend immer wieder hören. Zum Beispiel von Botschafter Eric Jakob, Leiter der Direktion für Standortförderung beim Staatssekretariat für Wirtschaft (SECO): Auch in einer globalisierten Welt sei das Lokale wichtig, aber es brauche die richtige Grösse, um handlungsfähig zu sein. Das Anliegen des SECO sei ein attraktiver Wirtschaftsstandort Schweiz und deshalb brauche es wettbewerbsfähige Regionen, die Wertschöpfung generieren. In diesem Sinne förderte der Bund das Projekt „Zukunft Frenkentäler" als Modellvorhaben für eine nachhaltige Raumentwicklung. Dies auch, weil das Projekt für andere Regionen Modellcharakter hat.

Auch Regierungsrat Anton Lauber betonte in seiner Rede die Bedeutung der regionalen Zusammenarbeit als Stärkung der Gemeinden und freute sich, dass diese zehn Gemeinden „mit einem Superbeispiel für den ganzen Kanton" vorangehen. „Die Regionen sind das künftige Bollwerk der Gemeindeautonomie", sagte er in Erinnerung daran, dass er als ehemaliger Gemeindepräsident stets für die Stärkung der Gemeinden einsteht.

Die nächsten Schritte
Im Rahmen des Projektes „Zukunft Frenkentäler" wurden ein realistisches Zukunftsbild für die Region Liestal Frenkentäler plus sowie daraus abgeleitete Strategien und Massnahmen erarbeitet. Eine Arbeitsgruppe mit Vertretern aus allen zehn Gemeinden soll nun die Region Liestal Frenkentäler plus vorantreiben. Als erstes wird sie Möglichkeiten für die zukünftige Organisation der regionalen Zusammenarbeit entwickeln sowie die erste Regionalversammlung vom Samstag, 16. Juni 2018, vorbereiten. Sie soll zudem das Pflichtenheft einer Agentur ausarbeiten, die sich professionell um die Zusammenarbeit und um regionale Projekte kümmern soll. Schon jetzt haben verschiedene Gemeinden begonnen, an gemeinsamen Lösungen zu arbeiten, zum Beispiel an einem regional einheitlichen Zonenreglement Siedlung oder an überkommunalen IT-Lösungen. Das ist ein deutliches Zeichen, dass es den beteiligten Gemeinden ernst ist mit ihrem Anliegen.

Isabelle Pryce / 6.12.2017

Bildergalerie: Feierliche Unterzeichnung der Charta

Weitere Informationen.

Kontakt

Fürsprecher Daniel Schwörer

Finanz- und Kirchendirektion
Stabsstelle Gemeinden
Rheinstrasse 33b
4410 Liestal

Tel.: 061 552 59 02
E-Mail:

Lageplan
Weg zu Fuss vom Bahnhof Liestal

Fusszeile