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Bettagsmandat 2016

Was hat uns ein Bettagsmandat noch zu sagen in Zeiten, in denen Nachrichten von terroristischen Anschlägen bis in den hintersten Winkel unseres Lebens dringen? Welchen Stellenwert hat die Botschaft zum Eidgenössischen Dank-, Buss- und Bettag noch, während uns in rasender Abfolge Meldungen von Schrecken und Tod in der Welt, von Fanatismus und radikalem Gedankengut auch in der Schweiz erreichen? Was können Kirche und Staat uns ganz persönlich mitgeben?

Der Bettag ist ein staatlich angeordneter überkonfessioneller Feiertag, der an der Tagsatzung von 1832 auf den dritten Septembersonntag festgelegt wurde. Wichtig war und ist die Botschaft, die durch die Bettagsmandate von Staat und Kirchen – in unserem Kanton traditionellerweise vom Regierungsrat – verlautbart wird. Besonders in Zeiten der Unsicherheit und der Krisen soll diese Botschaft, Mut machen, das Vertrauen stärken und den Blick weiten. Der Bettag ist nicht nur kirchlich-konfessionell begründet, sondern gerade auch staatspolitisch von Bedeutung. Es geht um gemeinsame Werte, auf denen Staat und Kirche gründen.

In Wochen und Monaten, da wir unsere Werte wie die Freiheit des Denkens und Glaubens, Respekt gegenüber Andersdenkenden und Schutz des Lebens bedroht und erschüttert sehen, werden wir als Bürgerinnen und Bürger unseres Staates, aber auch ganz persönlich herausgefordert. Den Versuchen unheimlicher Kräfte, uns persönlich und unsere Gesellschaft zu verunsichern und zu destabilisieren und aus dem Gleichgewicht zu bringen, setzen wir unsere Werte als Grundlagen entgegen, denen wir uns vermehrt wieder bewusst werden.

Dabei spielt in hohem Masse eine Rolle, was wir glauben und worauf wir vertrauen und hoffen. Ein wichtiger Teil unserer Kultur und Geschichte ist unsere religiöse und besonders unsere christliche Tradition. Ohne Ausschliesslichkeit zu beanspruchen vertreten am Bettag unsere drei Landeskirchen diese Tradition und ermutigen dazu, diese zu bewahren und unseren Glauben stets zu erneuern. Sie stehen ein für Hoffnung und Zuversicht aus dem persönlichen Glauben heraus und als Kraft für eine Gemeinschaft, die sich aus diesen Wurzeln nährt und sich einsetzt für Respekt und Nächstenliebe. Unser Glaube, der sich nicht mit dem „stillen Kämmerlein“ begnügt, sondern sich als Teil der Gemeinschaft im Staat versteht, kann uns so aufzeigen, wie wir auch auf schwankendem und rissigem Boden sichere und selbstbewusste Schritte in die Zukunft tun können. Sich regelmässig und immer wieder darauf zu besinnen und im Alltag den gemeinsamen Werten entsprechend zu handeln, ist eine persönliche, aber auch eine gesellschafts- und staatspolitische Aufgabe, zu der Staat und Kirchen am Bettag aufrufen.

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