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Webartikel vom 07.07.2026, Landwirtschaft 2025
Rückgang Anteil Bio-Betriebe
Im Jahr 2025 setzt sich im Kanton Basel-Landschaft der Strukturwandel in der Landwirtschaft weiter fort. Die Zahl der Betriebe sinkt erneut, 2025 gab es im Baselbiet 847 Landwirtschaftsbetriebe und damit 2,5% weniger als im Vorjahr. Der Bio-Anteil stagniert bzw. geht erstmals seit 2010 leicht zurück. Gleichzeitig bleibt die Beschäftigung stabil mit einem hohen Anteil an Teilzeitarbeit. Der Strukturwandel zeigt sich besonders deutlich im Rückgang kleiner und mittelgrosser Betriebe zugunsten grösserer Einheiten sowie in steigenden Tierbeständen pro Betrieb, was auf eine zunehmende Spezialisierung und Konzentration der Produktion hinweist.
Im Jahr 2025 wurden im Kanton Basel-Landschaft insgesamt 847 Landwirtschaftsbetriebe registriert. Gegenüber dem Vorjahr entspricht dies einem Rückgang um 22 Betriebe. Davon werden 686 Betriebe konventionell und 161 biologisch bewirtschaftet. Der Anteil der Biobetriebe ist damit erstmals seit 2010 leicht gesunken und beträgt neu 19%. Im schweizweiten Vergleich liegt das Baselbiet damit jedoch weiterhin über dem nationalen Durchschnitt von 16,9%.
Knapp 60% der Beschäftigten arbeiten in Teilzeit
Die 847 Landwirtschaftsbetriebe im Baselbiet beschäftigten im Jahr 2025 insgesamt 2'777 Personen, acht Personen mehr als im Vorjahr. Rund 61% der Beschäftigten waren Männer, 39% Frauen. Dieses Geschlechterverhältnis hat sich in den vergangenen 20 Jahren kaum verändert. Von den insgesamt 2'777 Beschäftigten arbeiteten rund 59% in Teilzeit, das heisst mit einem Beschäftigungsgrad von weniger als 75%. Seit 2001 ist der Anteil der Teilzeitbeschäftigten in der Baselbieter Landwirtschaft von 53% auf rund 59% gestiegen.
Die höchsten Beschäftigtenzahlen innerhalb der Landwirtschaft verzeichneten im Jahr 2025 die Gemeinden Therwil (108 Personen), Diegten (99 Personen) und Zunzgen (97 Personen). Gemessen an der Wohnbevölkerung weist der Bezirk Waldenburg mit rund 3,5% den mit Abstand höchsten Anteil an in der Landwirtschaft beschäftigten Personen auf, gefolgt vom Bezirk Sissach mit 2,5%. Deutlich tiefer liegen die Werte in den urban geprägten Bezirken Liestal (0,5%) und Arlesheim (0,4%).
Rückgang bei kleinen und mittelgrossen Betrieben
Der Strukturwandel hin zu grösseren landwirtschaftlichen Betrieben setzte sich auch im Jahr 2025 fort. Die Zahl der Betriebe mit weniger als 10,0 Hektar landwirtschaftlicher Nutzfläche sank gegenüber dem Vorjahr um 13 Einheiten (–5,8%) auf insgesamt 210 Betriebe. Auch die Anzahl der mittelgrossen Betriebe mit 10,0 bis 29,9 Hektar nahm weiter ab. Sie verringerte sich um zwölf auf neu 344 Betriebe (–3,4%). Demgegenüber stieg die Zahl der Grossbetriebe mit 30 oder mehr Hektar leicht an: Gegenüber dem Vorjahr kamen drei Betriebe hinzu, sodass ihre Anzahl neu 293 beträgt (+1,0%). Die langfristige Entwicklung seit 2001 zeigt eine deutliche Verschiebung der Betriebsstruktur. Während der Anteil der mittelgrossen Betriebe von 56% auf 41% zurückgegangen ist, hat sich der Anteil der Grossbetriebe im gleichen Zeitraum mit einer Zunahme von 16% auf 35% mehr als verdoppelt. Diese Entwicklung geht mit einer zunehmenden Konzentration der landwirtschaftlichen Nutzflächen in grösseren Betriebseinheiten einher.
Mehr Tiere pro Betrieb
Die Entwicklung der durchschnittlichen Tierbestände pro Betrieb verdeutlicht den anhaltenden Strukturwandel in der Landwirtschaft. Während die Zahl der Betriebe zurückgeht, nimmt die Anzahl Tiere pro Betrieb kontinuierlich zu.
Besonders ausgeprägt ist dieser Trend in der Geflügel- und Schweinehaltung. Seit dem Jahr 2000 haben sich die durchschnittlichen Bestände je Betrieb dort auf mehr als das Vierfache beziehungsweise auf mehr als das Doppelte erhöht.
Bei den Rindern fällt die Entwicklung mit einem Anstieg von rund 40% moderater aus. Die Schafhaltung erreichte nach einem zwischenzeitlichen Wachstum zuletzt wieder ungefähr das Ausgangsniveau. Ziegen- und Pferdebetriebe bleiben vergleichsweise klein: Zwar stiegen die durchschnittlichen Bestände auch hier um rund 30%, das absolute Wachstum fällt jedoch deutlich geringer aus als in der Geflügel- oder Schweinehaltung. Insgesamt weisen die Daten auf eine zunehmende Spezialisierung und Konzentration der Tierhaltung hin: Immer weniger Betriebe bewirtschaften immer grössere Tierbestände.
Kontakt
Alexander Kral
Landwirtschaft
T 061 552 56 10
[email protected]
Amt für Daten und Statistik BL
Rheinstrasse 42
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