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Webartikel vom 20.05.2026, Schulpersonal 2025
Je höher die Schulstufe, desto älter die Lehrpersonen
Im Jahr 2025 arbeiteten 5’512 Lehrpersonen an öffentlichen Baselbieter Regelschulen vom Kindergarten bis zur höheren Berufsbildung. Sie verteilten sich auf insgesamt 3’671 Vollzeitstellen. Der Anteil der Männer unter den Baselbieter Lehrpersonen lag 2025 bei 27%.
Der durchschnittliche Beschäftigungsgrad unter den Baselbieter Lehrpersonen liegt bei 67%. 27% der Lehrpersonen arbeiten Vollzeit (90% oder mehr), 23% arbeiten in einem Pensum von weniger als 50%.
Gegenüber dem Jahr 2024 hat die Anzahl der Personen um 0,7% und die Anzahl der Vollzeitäquivalente um 1,0% zugenommen. Es handelt sich um das kleinste Wachstum seit 2017, als es sogar eine leichte Abnahme gab.
Der Grossteil der Lehrpersonen findet sich in den von den Gemeinden getragenen Schulen der Primarstufe. Knapp drei Fünftel der Personen und Vollzeitäquivalente finden sich auf dieser Stufe, was in erster Linie deren Gewicht in einer normalen Schulkarriere widerspiegelt.
17% der Lehrpersonen an Berufsfachschulen über 60
Je höher die Schulstufe, desto höher ist das Durchschnittsalter der Lehrpersonen. Lehrpersonen auf der Sekundarstufe II (inklusive höhere Berufsbildung) sind mit 46,7 Jahren im Schnitt mehr als viereinhalb Jahre älter als auf der Primarstufe (42,1 Jahre). Zumindest teilweise hängt das wohl auch mit der längeren Ausbildungsdauer zusammen. Während für das Unterrichten auf der Primarstufe ein Bachelor einer pädagogischen Hochschule (PH) benötigt wird, braucht es für die Sekundarstufe I einen PH-Master. Um auf der Sekundarstufe II unterrichten zu können, muss nach einem Universitäts-Master noch ein Diplomstudium an einer PH absolviert werden.
Auf der Primarstufe ist fast die Hälfte der Lehrpersonen unter 40 Jahre alt, während es auf der Sekundarstufe II nur ein knappes Drittel ist. Bei den Berufsfachschulen sind 17% der Lehrpersonen 60 Jahre alt oder älter, werden also in naher Zukunft in Pension gehen. Auf der Primarstufe ist der Anteil mit 9% nur gut halb so hoch.
Frauenanteil in den letzten Jahren gestiegen
Der Männeranteil lag unter den Baselbieter Lehrpersonen 2025 bei 27%. Betrachtet man die Vollzeitäquivalente anstatt der Personen, so lag er bei 29%, da Männer im Durchschnitt in etwas höheren Pensen arbeiten als Frauen. Das Gesamtbild ist wegen des Gewichts der Primarstufe stark von dieser geprägt.
Bezogen auf die Vollzeitäquivalente liegt der Frauenanteil auf der Primarstufe bei 84%, weist aber in den letzten Jahren keinen klaren Trend auf. Auf den übrigen Schulstufen ist der Frauenanteil deutlich tiefer, ist in den letzten Jahren aber tendenziell grösser geworden. Auffällig ist hier besonders die Entwicklung der Berufsfachschulen: 2010 mit einem Frauenanteil von 25% noch eine Männerdomäne, haben die Frauen unterdessen einen Anteil von 42%. Eine ähnliche Entwicklung, wenn auch weniger deutlich, ist auch auf der Sekundarstufe I und bei den allgemeinbildenden Schulen der Sekundarstufe II feststellbar. Es ist davon auszugehen, dass sich dieser Trend fortsetzt – mit Ausnahme der Primarstufe ist der Frauenanteil unter den jüngeren Lehrpersonen deutlich grösser als unter den älteren.
Kontakt
Tobias Wiederkehr
Fachbereichsleiter Bildung
T 061 552 90 31
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Amt für Daten und Statistik BL
Rheinstrasse 42
4410 Liestal
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