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Interview Verein Pumptrack Muttenz

„Mit jedem Einsatz im Kanton Basel-Landschaft gewinnt der Baselbieter Sport“: Ganz nach dem kantonalen Sportfonds-Motto profitierten auch im Jahr 2020 Sportvereine im Baselbiet von Geldern aus dem Swisslos Sportfonds-Baselland. 

Im vergangenen Jahr konnte der Verein Pumptrack Muttenz dank einer einmaligen Zahlung von 32'000 Schweizer Franken einen asphaltierten Pumptrack in Muttenz errichten. Dabei handelt es sich um eine hügelige Bahn mit Steilwandkurven, die sich mit verschiedenen Zweirad-Gefährten befahren lässt. Nachfolgend ein Kurzinterview mit Präsidentin Debbie Gilgen.

Inwiefern half der Beitrag aus dem Swisslos Sportfonds, den «Pumptrack Muttenz» zu realisieren?
Nur dank dem Unterstützungsbeitrag aus dem Swisslos Sportfonds haben wir es geschafft, die Gelder für den Bau des Pumptracks in Muttenz zusammen zu bekommen. Da wir bei der Finanzierung komplett auf uns gestellt waren und keine Unterstützung aus der Gemeinde erhalten haben, war der Beitrag aus dem Sportfonds zentral für die Realisation unseres Projektes.

Warum hat sich der Verein für einen asphaltierten Pumptrack entschieden?
Uns war es ein grosses Anliegen, die Anlage für möglichst viele Menschen befahrbar zu machen. Mit einem asphaltierten Pumptrack haben auch die Kleinsten die Möglichkeit, mit dem Likeabike ihre Runden zu drehen. Auf ihre Kosten kommen auch die Kinder und Jugendlichen, die gerne Trottinett fahren oder die Skateboard-, oder Inlineskatefahrer, die ihre Tricks üben möchten. Zudem halten wir mit einem asphaltierten Track die Unterhaltskosten auf einem sehr niedrigen Level, was uns als kleiner Verein, sehr entgegen kommt. 

Wie verhält es sich mit der Auslastung der neuen Anlage?
Unser Pumptrack wird seit der Eröffnung in den Herbstferien 2020 jeden Tag rege genutzt. Am Vormittag sind es vor allem die kleineren Kinder, die ihre Runden drehen oder die Erwachsenen, die vor der Arbeit noch rasch pumpen gehen. Am Nachmittag nutzen die etwas älteren Kinder und Jugendlichen den Track. An den Wochenenden ist es bunt gemischt - so wie wir uns dies gewünscht haben. Die Auslastung des Pumptracks hat uns gezeigt, dass das Bedürfnis einer solchen Anlage sehr gross war.

Interview Bruno Schallberger, Präsident Curling Zentrum Basel

Die im Jahr 1970 erbaute Curlinghalle in Arlesheim gehörte einst zu den grössten und modernsten Curlinghallen Europas. Sie trug wesentlich zu einer rasanten Entwicklung des regionalen Curlingsports bei. Nach gut vier Jahrzehnten wurde die Halle in der Sommerpause saniert, renoviert und umgebaut. Dabei profitierte das Curling Zentrum Region Basel von einem Beitrag von 435‘000 Franken aus dem Swisslos Sportfonds. Nachfolgend ein Kurzinterview mit Präsident Bruno Schallberger.

Bruno Schallberger, wie gestalteten sich der Umbau und die Sanierung der Curlinghalle?
Zählte die Curlinghalle beim Neubau im Jahr 1970 noch zu den grössten und modernsten Curlinghallen in Europa, gab es nach über 40 Jahren Betrieb vor allem auf technischer Seite Nachholbedarf. Die Klimatisierung und der enorme Energieverbrauch entsprachen nicht mehr den heutigen Ansprüchen. Während der Sommerpause wurde intensiv gearbeitet und alles gemäss den neusten Erkenntnissen saniert, renoviert und umgebaut. Heute wird für den Betrieb der Halle deutlich weniger Energie verbraucht. Einen Teil dazu tragen die Solarzellen auf dem Dach bei, welche ebenfalls installiert wurden.
Natürlich stellten uns unerwartete Probleme immer wieder vor Herausforderungen.
Ich denke dies ist aber normal, wenn man eine alte Anlage „in die Hand nimmt“.

Wie präsentiert sich die neue Curlinghalle heute?
Die Curlinghalle wirkt wie ein kompletter Neubau, ich bin sehr zufrieden mit dem Resultat. Auch die Rückmeldungen der Bevölkerung und der Sportlerinnen und Sportler sind durchaus positiv. Kaum einer hätte gedacht, dass dies in derart kurzer Zeit möglich ist und die aufwändige Hallensanierung noch vor Saisonstart abgeschlossen werden kann. Das Rohrsystem zum Herabkühlen der Platten muss nochmals überarbeitet werden, ansonsten aber hat sich die Sanierung mehr als gelohnt.  Eine Livestreaming-Anlage sorgt sogar dafür, dass Spiele und somit auch Bilder unserer Halle in die Welt hinausgetragen werden können. Einmal verfolgten somit 3800 Zuschauer eine Partie des norwegischen Spitzencurlers Thomas Ulsrud, welcher bei uns zu Gast war.
Da ein Umbau in diesem Ausmass sehr kostenintensiv ist, waren die Beiträge aus dem Swisslos Sportfonds für uns von enormer Bedeutung.

Gerne würde ich noch erwähnen, dass die Jugendförderung für uns seit Jahren ein Anliegen ist. Wir bieten zu sehr günstigen Konditionen Probelektionen für Schulklassen an. Wer also die sanierte Halle auch von innen sehen möchte, ist herzlich dazu eingeladen, vorbeizuschauen.

Welche Projekte konnten Sie nebst dem Umbau der Halle dank den Swisslos-Sportfonds-Geldern realisieren?
Beim Curling müssen auch die Steine nach einer gewissen Zeit „renoviert“ werden. Da diese Kosten aber enorm hoch sind, haben wir uns dazu entschlossen, neue Steine anzuschaffen. Somit müssen wir für die nächsten 10-20 Jahre nicht mehr an eine „Renovierung“ denken. Auch hier wurden wir von Beiträgen aus dem Swisslos Sportfonds Baselland unterstützt. Heute besitzen wir das Curlingstein-Modell, welches an den Olympischen Spielen in Pyeongchang im Einsatz war, worüber wir sehr stolz sind. Zudem konnten wir bei der Organisation der Juniorinnen Schweizermeisterschaften ebenfalls auf die wertvolle finanzielle Unterstützung des Swisslos Sportfonds des Kantons Basel-Landschaft zählen. Da es weltweit immer mehr Turniere gibt, muss man technisch auf dem neusten Stand bleiben. Die Gelder stellen sicher, dass wir da mithalten können. 

Interview NKL

«Unverzichtbarer Beitrag an vielseitiges Angebot»
Das Nordwestschweizerische Kunstturn- und Trampolinzentrum Liestal (NKL) profitierte im 2016 von Unterstützungsgeldern in der Höhe von rund 80’000 Franken. Ein Kurzinterview mit Thomas Rutishauser, dem Geschäftsleiter des NKL.

Thomas Rutishauser, was bedeutet für Sie die Unterstützung durch den Swisslos Sportfonds?
Die Gelder aus dem Swisslos Sportfonds sind für das NKL ein unverzichtbarer Beitrag an das vielseitige Angebot. Grundsätzlich finanzieren wir uns zu einem Drittel durch Elternbeiträge, zu einem Drittel mit Erträgen aus Eigenveranstaltungen und Sponsoren, und zu einem Drittel aus Verbandsbeiträgen, Jugend+Sport- und eben den Sportfonds-Geldern.

Wie setzt das NKL die Gelder ein?
Die Beiträge werden für diese Bereiche und Projekte eingesetzt, wofür sie auch beantragt und gesprochen wurden. So kommt der Stützpunktbeitrag (43’000 Franken) – der grösste Beitrag – klar dem Leistungssport zugute. Der Rest geht an die entsprechenden Projekte, beispielsweise im vergangenen Jahr in die Erstellung eines neuen Raums für das Kinderturnen.

Was bedeutet der neue Raum für das NKL?
Ohne die neue Kinderturnhalle wären wir an unsere Kapazitätsgrenze gestossen. Zurzeit turnen insgesamt rund 70 Athletinnen und Athleten im NKL leistungsorientiert, 180 dagegen in weiteren Angeboten des Breitensports. Im neuen Raum können nun Anfänger im Kunstturnen an den verschiedenen Geräten ausgebildet werden.

Bild Legende:
Pumptrack Muttenz
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Foto: zVg Curling Zentrum Region Basel
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Foto: zVg NKL
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Foto: zVg NKL