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Ausserordentliche Lage in der Schweiz: Massnahmen zur Eindämmung der Ausbreitung des Coronavirus – Auswirkungen auf die Sportaktivitäten

Um die Ausbreitung des Coronavirus einzudämmen und um die Bevölkerung, vor allem besonders gefährdete Personen, sowie die Gesundheitsversorgung zu schützen, beschlossen der Bundesrat und der Regierungsrat des Kantons Basel-Landschaft weitere Massnahmen, die auch die Sportförderung und die Sportaktivitäten einschneidend betreffen.

Auf Grund der ausserordentlichen Lage in der Schweiz haben insbesondere folgende Massnahmen für die Baselbieter Sportorganisationen, das Sportamt Baselland und die Sportaktivitäten im Kanton Basel-Landschaft grosse Bedeutung:

  • Seit 16. März 2020 sind Aktivitäten von Vereinen und Organisationen, wie Sportanlässe und Trainings, untersagt.
  • Sport-, Wellness-, Fitnesszentren und Schwimmbäder wurden verpflichtet, ihren Betrieb einzustellen.
  • Ab sofort und bis Ende April 2020 gilt ein Verbot von Versammlungen.
  • Soforthilfe des Bundes von rund 100 Millionen Franken für den Breiten- und Spitzensport; 50 Millionen Franken für ehrenamtlich tätige Organisationen im Sportbereich, bis zu 50 Millionen Franken für den Profibetrieb im Mannschaftssport.

Es liegen auch Weisungen und Empfehlungen des Bundesamts für Sport (BASPO) vor.

Gestützt auf diese Massnahmen und Empfehlungen stehen alle Sportinstitutionen, Sportvereine, Sportverbände, kommerzielle Sportanbieter, Sportveranstalter, Schulen, Gemeinden und Betreiber von Sportanlagen vor grossen Herausforderungen, auch das Sportamt Baselland.

Das Sportamt trifft umgehend Sofortmassnahmen für das Tagesgeschäft, die Kurse und Dienstleistungsangebote. Das Sportamt ist ab sofort und bis Ende April 2020 für den Publikumsverkehr geschlossen, aber zu den üblichen Bürozeiten telefonisch und via E-Mail erreichbar.

Zudem gibt es viele Fragen von Sporttreibenden, Sportvereinen und Sportverbänden zum Sportbetrieb sowie zu Generalversammlungen, und von Organisatoren von Sportveranstaltungen, die ihren Anlass absagen mussten oder demnächst über die Durchführung entscheiden müssen. Gegenwärtig sind noch viele Fragen offen, die das Sportamt klären muss. Zu den häufigsten gestellten Fragen hat das Sportamt ein FAQ zusammengestellt, welches laufend ergänzt wird.

Damit alle Sporttreibenden und Sportorganisationen die Herausforderungen der kommenden Wochen und Monate erfolgreich meistern können, können in erster Linie die Anwendung gelebter Werte des Sports unterstützend sein, aus Solidarität für die Menschen, die von diesem Virus besonders gefährdet sind.

Weitere Informationen.

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«Als Gemeinschaft können wir diese Situation meistern»

Das Corona-Virus hat schwerwiegende Auswirkungen auf das sportliche Baselbiet. Regierungsrätin Monica Gschwind, Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion über den Umgang mit der aktuellen Situation und deren Herausforderungen.

Monica Gschwind, welche grössten Auswirkungen hat die aktuelle Lage auf den Sport im Baselbiet?

Alle Sportorganisationen und Sporttreibenden sind davon betroffen: die Sportvereine, die Sportverbände, die regionalen Sportstützpunkte, aber auch die Organisatoren von Sportanlässen, die bereits abgesagt werden mussten sowie die Organisatoren der in den Monaten Mai und Juni geplanten Anlässe. Diese müssen bald entscheiden, ob sie ihre Veranstaltung absagen oder weiterplanen. Betroffen sind aber auch kommerzielle Sportanbieter, die beispielsweise ihre Fitnesscenter schliessen mussten oder auch die Betreiber der Hallenbäder. Unter den Sporttreibenden trifft es nebst Tausenden von Breitensportlerinnen und Breitensportlern auch unsere sportlichen Aushängeschilder, wie die Nationalliga-Teams aus dem Baselbiet in den Teamsportarten, unsere Sportklassenschülerinnen und -schüler oder unsere Mitglieder des Baselbieter Olympiateams. Sie mussten von einem Tag auf den anderen ihre Olympiavorbereitung abbrechen beziehungsweise auf der Basis von Heimtraining neu definieren.

Welche Finanzhilfen können die Sportorganisationen von Bund und Kanton erwarten?

Der Bundesrat hat bereits Finanzhilfen im Umfang von 100 Millionen Franken für den Breiten- und Leistungssport beschlossen. Diese Finanzhilfen dienen in erster Linie dem Schutz von Organisationen im Sportbereich vor Zahlungsunfähigkeit. Der Bundesrat hat dazu am 21. März 2020 eine entsprechende Verordnung (COVID-19-Verordnung Sport) in Kraft gesetzt.

Bei den abgesagten Sportveranstaltungen im Kanton Basel-Landschaft hat der Regierungsrat am 17. März 2020 bestätigt, dass gemäss Verordnung über den Swisslos Sportfonds angemessene Beiträge an die Organisatoren geleistet werden können, unter der Voraussetzung, dass diese bereits eine Zusicherung für einen Beitrag erhalten hatten.

Ob der Kanton weitere Finanzhilfen leisten wird, hängt auch in erster Linie davon ab, inwiefern die Baselbieter Sportorganisationen von den Finanzhilfen des Bundes profitieren können. Darüber werden der Regierungsrat und Landrat befinden, sobald – wie in allen anderen Bereichen - das Ausmass der Auswirkungen in gesammelten Fakten vorliegt.

 Wie nehmen Sie die Reaktionen der Sportorganisationen und der Sporttreibenden in dieser Zeit wahr?

Obwohl diese Entscheide für viele Sporttreibende und für die Tätigkeiten der Sportorganisationen und der Sportveranstalter sehr einschneidend sind und insbesondere die Freiwilligenarbeit an ihre Grenzen bringen, stelle ich fest, dass die Sportlerinnen und Sportler mit den Entscheiden auf Grund der Notlage grundsätzlich sehr verständnisvoll umgehen. Ich spüre unter den Sporttreibenden eine grosse Solidarität für die Menschen, die von diesem Virus besonders gefährdet und betroffen sind. Nur als Gemeinschaft und mit gegenseitiger Unterstützung können wir diese Situation meistern, damit in einigen Monaten die bewährten Abläufe in der Gesellschaft und auch im Sport wiederhergestellt werden können.

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