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Netzwerktagung des Sportamts Baselland für die Gemeinden

10.04.2019

Die Gemeinden als die wichtigsten Sportförderer

Rund 60 Personen aus 20 Gemeinden setzten sich an der Netzwerktagung des Sportamts Baselland mit den Herausforderungen der Sportinfrastruktur in den Baselbieter Gemeinden auseinander. Da die Gemeinden den Grossteil der Sportinfrastruktur im Kanton Basel-Landschaft bewirtschaften, zählen sie zu den bedeutendsten Förderern des sportlichen Baselbiets. Darin waren sich die Referierenden, aber auch die Tagungsteilnehmenden einig.

Liestal. tb. Eröffnet wurde die Tagung durch Regierungspräsidentin Monica Gschwind. Sie brachte ihre Freude zum Ausdruck, dass Vertretungen so vieler Baselbieter Gemeinden die Tagung besuchten. Die Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion betonte den grossen Stellenwert der Gemeinden punkto Sportinfrastruktur: „Ohne die Gemeinden könnten nicht drei Viertel der Baselbieter Bevölkerung sportlich aktiv sein und der Grossteil der 600 Sportvereine ihre Sportarten nicht ausüben.“ Sie dankte den Gemeinden für ihr Engagement, insbesondere dafür, dass die Gemeinden Ressourcen für ihre Sportanlagen zur Verfügung stellen und Probleme in der Sportinfrastruktur mit pragmatischen Lösungen meistern. Für Regierungspräsidentin Monica Gschwind stellt die Sicherstellung der Finanzierung der Sportinfrastruktur die grösste Herausforderung dar. 

Bewegungsräume nutzen und der Umgang mit den Bedürfnissen
Raffaela Léchot vom Bundesamt für Sport wie auch Melchior Buchs, Gemeindepräsident aus Reinach und Vertreter des Verbands Basellandschaftlicher Gemeinden, beleuchteten in ihren Referaten das Tagungsthema aus dem Blickwinkel des Bundes und der Gemeinden.

Raffaela Léchot betonte, dass im Wohnumfeld ein gutes Bewegungsnetz vorhanden sein sollte, in dem sich die Bevölkerung bewegen kann. Da der Freiraum knapp wird, haben viele Anspruch auf diesen Freiraum. Raffaela Léchot zeigte auf, wie Bewegungsräume neu oder besser genutzt, miteinander verbunden, aufgewertet oder auch uminterpretiert werden können. Sie stellte dazu erfolgreiche Umsetzungsbeispiele aus verschiedenen Regionen vor. Raffaela Léchot empfahl den Gemeinden das Erstellen eines Gemeindesportanlagenkonzepts.

Melchior Buchs präsentierte einen Vergleich der aktuellen Sportinfrastruktur im Baselbiet mit der übrigen Schweiz. Grundsätzlich verfügt unser Kanton über eine gute Sportinfrastruktur. Gemeinden sollten immer wieder Überlegungen anstellen, wie Räume sichergestellt werden können, wo sich die Bevölkerung bewegen kann, bevor diese Räume verbaut werden, welche Anlagen sie anbieten sollen mit welchen Trägerschaften und wie diese finanziert werden sollen.

Melchior Buchs sagte, dass sich die Gemeinden mit einer umfassenden Planung von Spiel und Sport, die auf Bedürfnissen und Interessen der Bevölkerung reagiert, auseinandersetzen sollen. Er empfahl insbesondere Anlagen multifunktionell zu nutzen. Er erklärte, dass vor allem auch die Anlagen vom Leistungssport immer auf dem neuesten Stand sein sollten. Melchior Buchs stellte Überlegungen dar, welche Sportanlagen von öffentlich-rechtlichen oder privat-rechtlichen Trägerschaften erstellt und bewirtschaftet werden sollen. Als weitere Herausforderungen nebst der Finanzierung ortete er den Umgang mit Bedürfnissen und Ansprüchen der Nutzer oder auch den Standortwettbewerb. Er schloss sein Referat mit einigen Fragestellungen, mit denen sich Gemeinden befassen müssen und empfahl, insbesondere Neuanlagen regional bereitzustellen.

Besichtigung von Sportinfrastrukturen im oberen und unteren Kantonsteil
Das Sportamt-Team, Gemeindevertreterinnen und Gemeindevertreter sowie weitere Fachpersonen gaben den Tagungsteilnehmenden nach den Referaten im Landratssaal einen Einblick in erfolgreiche Umsetzungsmassnahmen zu Sportinfrastrukturen im Kantonsgebiet. Sie wiesen auch auf Herausforderungen, Hindernisse und deren Überwindung hin. Der praktische Teil der Tagung führte zuerst ins Sportzentrum Gitterli zum Bewegungspark und zur Streetworkout Anlage und danach nach Lausen, wo der neue Kinderspielplatz und der mobile Pump Track des Sportamts erörtert wurden.

Am Nachmittag lernten die Teilnehmenden in zwei unterschiedlichen Bustouren erfolgreiche Lösungen zu Sportanlagen in Ormalingen, Gelterkinden, Sissach, Arlesheim, Aesch und Reinach kennen. Innovativ war der Umstand, dass diese Gemeinden selbst aktiv ihre Plattform ausgestaltet hatten. Dieser Vernetzungsanlass bot die Chance, das Fachwissen zu erweitern, Erfahrungen auszutauschen, das Netzwerk zu pflegen und zu erfahren, wie der Kanton die Gemeinden unterstützen kann.

Bereits vor drei Jahren organisierte das Sportamt Baselland eine Tagung für Gemeinden unter dem Thema „Sportförderung in den Gemeinden“. Als Resultat aus der Tagung 2016 konnten konkrete Projekte in den Baselbieter Gemeinden realisiert werden. So gibt es im Kanton seit diesem Zeitpunkt beispielsweise einen zusätzlichen Sportkoordinator. Das Sportamt konnte seine Beratungsleistungen für Gemeinden ausbauen. Zudem wurden die Streetwork- und Trampolinanlagen erstellt und der Verleih des mobilen Pumptracks des Sportamts erfolgreich lanciert werden.

Weitere Informationen.

Bild Legende:
Die Vorstellung der Streetworkout-Anlage in Liestal
Bild Legende:
Eröffnung der Tagung durch Regierungspräsidentin Monica Gschwind im Landratssaal
Bild Legende:
Spektakuläre Vorführung beim Flowtrail in Sissach

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