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Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung: Informationen und Vorlagen

Mit Beschluss des Regierungsrates vom 13. Dezember 2016 wurde das Gesetz über die familienergänzende Kinderbetreuung (FEB-Gesetz) per 1. Januar 2017 in Kraft gesetzt.

Familienergänzende Kinderbetreuung ist im Kanton Basel-Landschaft bereits weit verbreitet. Es stehen sowohl Tagesfamilien als auch Tagesbetreuungseinrichtungen für Kinder wie Kindertagesstätten und schulergänzende Angebote zur Verfügung. Das FEB-Gesetz fördert ein bedarfsgerechtes, bezahlbares und qualitativ gut ausgestattetes Angebot für die Familien im Kanton Basel-Landschaft. Das Gesetz wird in einer Verordnung konkretisiert. 

Gesetzliche Grundlage für die Gemeinden
Wesentliche Akteure bleiben – neben den privaten Angeboten – die Gemeinden. Sie sind neu verpflichtet, den Bedarf der Einwohnerinnen und Einwohner an familienergänzender Kinderbetreuung für Kinder im Vorschul- und Primarschulalter periodisch zu erheben beziehungsweise zu überprüfen. Die Gemeinden melden die Ergebnisse ihrer Erhebungen dem Kanton. Die gemeldeten Ergebnisse sind in einer Publikation einsehbar. Zur Vereinfachung werden den Gemeinden Vorlagen für die Bedarfserhebung sowie für die Meldung der Ergebnisse zur Verfügung gestellt, deren Nutzung freiwillig ist.  

Weiter zu: Vorlagen für Gemeinden: Bedarfserhebung und Meldung von Ergebnissen  

Soweit Bedarf besteht, müssen die Gemeinden aktiv werden. Sie haben dazu drei Möglichkeiten: 

  • Variante 1: Sie unterstützen die Erziehungsberechtigten in Abhängigkeit von deren wirtschaftlicher Leistungsfähigkeit (Subjektfinanzierung);
  • Variante 2: Sie finanzieren eigene Angebote oder Angebote Dritter so weit, dass einkommensabhängige Tarife ermöglicht werden (Objektfinanzierung);
  • Variante 3: Die Gemeinden kombinieren die beiden Finanzierungsformen miteinander (z.B. für den Früh- und den Schulbereich).  

Gemäss FEB-Gesetz gelten primär Angebote der Kinderbetreuung (z.B. Kindertagesstätten) und Tagesfamilien, welche einer anerkannten Tagesfamilienorganisation angehören, als Angebote der familienergänzenden Kinderbetreuung. Gemeinden können neu Angebote, welche nicht bewilligungspflichtig sind, als Teil ihrer Versorgung mit familienergänzender Kinderbetreuung anerkennen. Als Orientierung hinsichtlich Kriterien für die Anerkennung von solchen Angeboten stehen die Handbücher Wie gründe und führe ich erfolgreich eine Kita? und Kinder und Jugendliche schulergänzend betreuen des AKJB zur Verfügung.  

Die Einwohnerinnen und Einwohner werden von der Gemeinde über das Angebot der familienergänzenden Kinderbetreuung in geeigneter Form informiert.  

Der Kanton hat sich am Aufbau der Website Kinderbetreuung Schweiz beteiligt. Damit wird es den Gemeinden erleichtert, die Familien über das FEB-Angebot zu informieren, und die Familien können hier einfach freie Betreuungsplätze oder den Kontakt zu Tagesfamilienorganisationen in der Nähe finden. Die vom Kanton bewilligten Tagesbetreuungseinrichtungen für Kinder finden Sie auch hier

Aufgaben des Kantons 
Die Umsetzung der kantonalen Aufgaben im Rahmen des FEB-Gesetzes erfolgt durch die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD). 

Neue Aufgaben:  

  • Das Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote (AKJB) fördert die Aus- und Weiterbildung von Tagesfamilien und deren Organisationen sowie die Weiterbildung des Personals von Kindertagesstätten und schulergänzenden Angeboten. Für die Förderung der Weiterbildung hat das AKJB Leistungsvereinbarungen mit der Berufsfachschule Basel (BFS) und dem Bildungszentrum Kinderbetreuung (bke) abgeschlossen. Mehr Informationen zu den Sonderkonditionen für Mitarbeitende der FEB-Einrichtungen im Kanton Basel-Landschaft erhalten Sie bei der BFS resp. beim bke.
  • Das AKJB ist zuständig für die Anerkennung der Tagesfamilienorganisationen
  • Wie weiter oben erwähnt, nimmt das AKJB zudem die Bedarfsmeldungen der Gemeinden entgegen und publiziert  die Ergebnisse der Bedarfserhebungen als Information für Eltern, Anbietende und Gemeinden. Mehr dazu finden Sie unter Vorlagen für Gemeinden: Bedarfserhebung und Meldung von Ergebnissen.
  • Sobald der Bund keine Finanzhilfen mehr für die familienergänzende Kinderbetreuung leistet (sogenannte Anschubfinanzierung für neu geschaffene Plätze), wird das AKJB diese Aufgabe übernehmen. 

Bisherige Aufgaben:  

  • Der Kanton prüft und genehmigt wie bisher die Reglemente der Gemeinden zur familienergänzenden Kinderbetreuung. Vorprüfungen der Gemeindereglemente erfolgen durch den Stab Recht der BKSD (Frau Annina Vogler, 061 552 50 84, annina.vogler@bl.ch), Bewilligungsgesuche für die Gemeindereglemente sind an die BKSD zu richten.   
  • Das AKJB bleibt zuständig für Bewilligung und Aufsicht bei Kindertagesstätten und schulergänzender Betreuung. 

Kontakte:
Anaïs Arnoux, wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung Kind und Jugend, Tel. 061 552 17 82, anais.arnoux@bl.ch

Fabienne Schaub, wissenschaftliche Mitarbeiterin Abteilung Kind und Jugend, Tel. 061 552 17 81, fabienne.schaub@bl.ch

Franziska Gengenbach, Leiterin Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote, Tel. 061 552 17 90, franziska.gengenbach@bl.ch

Typ Titel Bearbeitet
Datei Microsoft Office Word 2007 document Anerkennungsformular TFO 22.06.2017

Weitere Informationen.

Kontakt

Amt für Kind, Jugend und Behindertenangebote
Ergolzstrasse 3, Postfach
4414 Füllinsdorf
T 061 552 17 70
F 061 552 17 73
 

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