«Unsere Abteilung soll noch dienstleistungsorientierter werden»

Ende Februar ging Ueli Agustoni nach knapp 14 Jahren als Leiter der Abteilung Personal in Pension. Auf ihn folgt sein bisheriger Stellvertreter Roland Graf. Im Interview erzählt er uns, welche Themen für die BKSD relevant werden und wie er das Personalwesen in Zukunft gestalten möchte.

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Herr Graf, was geht Ihnen durch den Kopf, wenn Sie an die vergangenen Wochen denken?
Roland Graf: Wie uns alle hat auch mich die Coronapandemie stark beschäftigt. Auch wenn die Diskussionen über den weiteren Verlauf und ein mögliches Ende noch immer kontrovers sind, scheint es nun ein Licht am Ende des Tunnels zu geben. Das macht Hoffnung. Wir dürfen nicht vergessen, dass die letzten zwei Jahre sehr belastend waren und für uns alle neben der täglichen Arbeit zu vielen zusätzlichen Aufgaben geführt haben. Ohne den Beitrag jeder und jedes einzelnen hätten wir die Pandemie so nicht bewältigen können.

Vor ein paar Tagen sind Sie in Ihrer neuen Funktion gestartet. Worauf freuen Sie sich?
RG: Ich freue mich darauf, die Weiterentwicklung der Abteilung Personal, des Teams als Ganzes, aber auch diejenige der einzelnen Mitarbeitenden zu begleiten und zu unterstützen. Daneben möchten wir unsere Dienstleistungen noch besser an den Bedürfnissen der Führungskräfte und Mitarbeitenden ausrichten. Ich freue mich zudem sehr auf die Zusammenarbeit mit den Schulen und Dienststellen. Es ist unser Ziel, diese zunehmend proaktiv zu unterstützen und unseren Teil dazu beizutragen, dass der Arbeitgeber BKSD als modern, attraktiv, partnerschaftlich und spannend wahrgenommen wird.  

Das tönt fast so, als hätten Sie bisher keine Herausforderungen gehabt!
RG: Nein, ganz im Gegenteil (lacht). Seit meinem Start als Stellvertretender Leiter der Abteilung Personal im Frühling 2019 hatte ich eine sehr intensive, aber auch spannende und lehrreiche Zeit. Neben dem Tagesgeschäft hatte ich bald wichtige Projekte auf dem Tisch. Ausserdem habe ich von Beginn weg sehr eng mit Ueli Agustoni zusammengearbeitet. Ich erhielt einen fundierten Einblick in seine Arbeit und konnte von seinem enormen Wissen profitieren. Er hat schlussendlich auch die Übergabe der Leitungsfunktion mustergültig vorbereitet.

Ihre Prognose: Welche grossen Themen werden die BKSD und die Abteilung Personal in Zukunft beschäftigen?
RG: Ein grosses Thema, das sich in Zukunft wohl weiter akzentuieren wird, ist der Fachkräftemangel. Dieser wird auch bei den Lehrpersonen eine Herausforderung, weshalb wir momentan mit einer Arbeitsgruppe aus Vertretungen aller Schulstufen sowie dem AVS daran sind, mögliche Massnahmen gegen den Mangel an Lehrpersonen auszuarbeiten. Wir müssen uns so aufstellen, dass wir auch künftig wettbewerbsfähig sind und als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen werden. Damit dem so ist, braucht es Arbeitsbedingungen, die neben einem markgerechten Lohn und modernen Zeitmodellen auch die progressiven Themen wie Homeoffice oder kontinuierliche Personalentwicklung klar regeln und die Vereinbarkeit von Beruf und Familie fördert. Daneben werden uns auch Themen wie Nachfolgeplanung oder Personalentwicklung weiter beschäftigen.

Und wie steht es mit dem Schlagwort der Digitalisierung?
RG: Natürlich greift die Digitalisierung auch in die Prozesse des Personalwesens immer weiter ein. Hier müssen wir uns zusammen mit dem kantonalen Personalamt fit machen und idealerweise zu einem Treiber werden. Künftig sollen die Arbeitnehmenden mehr Möglichkeiten haben, ihre Anliegen gleich online zu erledigen. Insgesamt sollen die operativen Prozesse durchgehend digitalisiert werden. Medienbrüche, also die manuelle Datenübertragung zwischen Systemen, sollen automatisiert werden und wegfallen. Das ist auch meine Absicht, weil ich glaube, dass wir die dadurch freiwerdenden Ressourcen brauchen, um uns weiter zu entwickeln und die Zukunft bereits heute zu gestalten. Ein gutes Beispiel für Digitalisierung eines Prozesses ist übrigens das neue Tool zur Führung der Mitarbeitergespräche. Damit hat das Personalamt eine gute Basis geschaffen, auf der wir aufbauen können. Mein oberstes Ziel ist es, unsere Prozesse weiter zu optimieren und zu einer modernen und dienstleistungsorientierteren Personalabteilung zu werden, die eine partnerschaftliche Zusammenarbeit mit ihren Kundinnen und Kunden pflegt.


Zur Person
Roland Graf hat nach einer Ausbildung zum Typografen in Lausanne Kommunikationsmanagement und an der FHNW Arbeits- und Organisationspsychologie studiert. Danach war er für eine Unternehmensberatung in den Bereichen Organisationsentwicklung und Vergütung tätig. Vor seinem Wechsel zur BKSD hat Roland Graf den Fachbereich Personalhonorierung des kantonalen Personalamtes geleitet. 2019 stiess er als HR-Berater und stellvertretender Leiter der Personalabteilung zur BKSD. Der Vater von zwei schulpflichtigen Söhnen wohnt in Rombach AG. Seine Freizeit verbringt er am liebsten in Gesellschaft von Familie und Freunden, bei Sport und Spiel, auf Ausflügen ins Grüne, ans Wasser oder an geschichtsträchtige Orte.