Digitale Lernbegleiter aus Schüler(innen)perspektive

In der letzten Ausgabe von «BKSDinside» berichtete Sekundarlehrerin Judith Guntern aus ihrer Unterrichtspraxis mit dem iPad. Heute kommen ihre Schülerinnen und Schüler aus der Klasse 2Px zu Wort. Wie erleben und nutzen diese ihre Geräte – an der Schule und zuhause?

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«Ich benutze das IPad am häufigsten in der Schule, da ich zu Hause meistens am Computer oder am Handy arbeite (für Vorträge, den ICT Campus, sbl.ch…). Allerdings haben wir gerade in Hauswirtschaft einen Auftrag, für den ich auch zu Hause am iPad arbeite. 
In der Schule nutze ich das iPad immer, wenn wir es im Unterricht brauchen, und ab und zu, wenn ich die Erlaubnis bekomme, auch mal für was anderes. Dann greife ich gerne auf Webseiten wie wix.com zu, auf welcher man eine eigene Website erstellen kann. Ansonsten bin ich meistens auf google.com, wikipedia.de oder srf.ch unterwegs. Wenn wir das iPad für den Unterricht brauchen, greife ich nur auf die Webseiten zu, die wir öffnen sollen.
Am liebsten nutze ich die App Kahoot. Es macht mir sehr Spass, Kahoots zu spielen, auch wenn Frau Guntern dies leider nicht so mag. Ihr wird es nämlich langsam zu viel, da mittlerweile an jedem Vortrag ein Kahoot vorkommt und diese dazu manchmal noch mit schlechter Qualität gemacht werden (Rechtschreibfehler und ähnliches).
Zudem benutze ich manchmal die App Leo auf dem iPad, auf welcher man einzelne Wörter übersetzen kann. Und im Mathematik-Unterricht benutze ich auch den Taschenrechner, wenn wir dies dürfen. Kurz: Am häufigsten nutze ich das iPad als Informationsquelle.»
Sophie M., Klasse 2Px


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«Das IPad benutze ich eigentlich nur für die Schule. Meistens benutze ich Safari, um etwas herauszufinden, oder um nachzuschauen, was ich für eine Note habe. Dafür muss man auf Safari und dann sal.portal.bl.ch eingeben. Aber am meisten benutze ich die App Word, um einen Text zu schreiben. Zum Teil mache ich mir auch Lernnotizen auf Word. Ich benutze auch Teams um jemandem zu schreiben, wenn es einen wichtigen Grund hat in der Schule (Pause) und sonst zuhause. Leo (Übersetzungsseite) benutze ich für die Fächer Französisch und Englisch, wenn ich ein Wort nicht verstehe. In Mathematik benutze ich den Rechner, und wenn wir einen Vortrag machen müssen, benutze ich, wenn es erlaubt ist, PowerPoint. Generell finde ich die Apps von Office 365 sehr wichtig.
Bei ein paar Vorträgen gibt es auch Kahoots, und dafür brauche ich auch mein iPad. Wenn etwas Wichtiges an der Tafel steht, das aber zu viel zum Abschreiben ist, frage ich auch manchmal, ob ich ein Foto davon machen darf. Wenn ich dann lerne, kann es sein, dass es mir hilft. Zum Teil mache ich auch Screenshots von Sachen die z.B ein Lehrer auf Teams geschickt hat, wenn ich denke, es bringt mir was.»
Jael B., Klasse 2Px


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Zu Hause verwende ich das Ipad selten. Ich habe viel mehr andere Aktivitäten die mir gefallen, zum Beispiel Fussball spielen oder Videospiele  auf dem PC. Das Ipad dient für mich als Schulmaterial wie ein Buch. Ich benutze das Ipad maximal, wenn ich Videos von meinem Ipad auf meinen Pc schicken will oder eine Präsentation vorbereiten muss.
In der Schule verwende ich das Ipad, wenn ich den Auftrag vom Lehrer oder der Lehrerin bekomme, etwas nachschlagen will, oder einfach etwas google. Ich schreibe auch Texte auf dem Ipad wie diesen hier oder es gibt Online-Checks, um unser Wissen zu überprüfen, die alle auf dem Ipad schreiben. Ich verwende das Ipad auch selten in der 10-Minuten Pause, um mir die Zeit zu vertreiben oder wenn z.B schlechtes Wetter ist.
Ich filme gerne mit dem Handy, weil die Kameraqualität des Ipads nicht gut ist.
Raffael B., Klasse 2Px


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«Das iPad benutze ich meistens in der Schule als Informationsquelle. Ich brauche meistens die Onlineportale Der Spiegel, Guardian und SRF. Das Ipad kann ich auch als Taschenrechner oder als Karte (google-maps) benutzen. Oft spiele ich auch Kahoot! Zuhause benutze ich das Ipad als Second Screen um 2 Dinge gleichzeitig zu schauen.
Dan B., Klasse 2Px


«Ich nutze auf dem iPad am meisten Word, Safari und Teams. Andere Apps, die ich nicht oft, aber manchmal nutze, sind z.B. Power Point, One Drive und Outlook. Ich mache eigentlich alles, das ich für die Schule online machen muss, auf dem iPad. Word brauche ich immer, wenn ich Aufsätze oder andere Texte schreiben muss, manchmal schreibe ich lange Texte auf Word und kopiere sie dann in andere Apps, weil es einfach praktischer. Teams brauche ich, um Infos mitzubekommen, oder wenn ich Fragen habe, es ist sehr praktisch, um zu kommunizieren. Safari brauche ich einfach, um Infos über Themen herauszufinden. Andere Apps brauche ich, um Arbeiten zu schreiben.
Ich finde das iPad sehr praktisch, für die Schule, um Arbeiten oder Aufsätze zu schreiben oder Infos nachzuschauen. Manchmal gibt es technische Probleme und dann nervt es, wenn man nicht mehr weiterarbeiten kann, der man sogar alles, was man gemacht hat, wieder verliert. Ich finde es einen guten Mix, wie wir es momentan haben, also dass wir nicht alles auf dem iPad machen und auch noch Hefte benutzen und nicht die ganze Zeit am iPad hängen.
Manchmal kann es auch ablenken, wenn man z.B. einen Aufsatz schreiben muss und dann eine Nachricht auf Teams kommt und man dann anfängt, mit einer Person zu schreiben. Aber ich trenne Schule und Freizeit ganz, also ich habe keine anderen Apps auf dem iPad, die ich nicht brauchen würde für die Schule, so kann ich mich meist gut konzentrieren und lasse mich nicht ablenken. Ich finde es aber auch gut, dass wir auf die vielen Briefe online Zugriff haben, wer es dann noch auf Papier haben möchte, kann es ausdrucken. Auch Themenbücher in verschiedenen Fächern online zu haben ist praktisch, weil man sie dann nicht immer mitschleppen muss.»
Anonym

Interviews: Judith Guntern, Sekundarlehrerin Liestal