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«Forse nella Hanro – vielleicht in der Hanro?» Italienerinnen in der Nachkriegsschweiz

Sonderausstellung: 13.05.–27.08.2017

Sonderausstellung von teamstratenwerth zu Gast im Museum.BL

Nach dem Zweiten Weltkrieg herrscht in der Schweiz ein grosser Mangel an Arbeitskräften. Findige Unternehmer beginnen, ihren Bedarf mit eigenen Anwerbeaktionen in Italien zu decken. So auch das Liestaler Textilunternehmen Hanro. Es lässt Prospekte – «Forse nella Hanro?» – drucken und in Italien verteilen. Gesucht werden junge, alleinstehende Frauen im Alter von 18 bis 32 Jahren. Die Bemühungen tragen Früchte. Schon Mitte der fünfziger Jahre stammt ein Drittel aller Näherinnen aus Italien. Nun wird in der Hanro die Italianità gross geschrieben. Unterkünfte werden gebaut, der Arbeitsplatz wird zweisprachig und in der Betriebskantine hält der «Sugo» Einzug. Man beginnt, voneinander zu lernen. Die Ausstellung «Forse nella Hanro?» lässt die wenig bekannte Einwanderung junger Italienerinnen in eine Schweiz des Aufbruchs und der Hochkonjunktur aufleben.

Im Rahmen von «Magnet Basel – Migration im Dreiländereck» , einer Serie von fünf zeitgleichen Ausstellungen im Staatsarchiv Basel-Stadt, dem Historischen Museum Basel, dem Museum.BL, dem Dreiländermuseum Lörrach und dem Theater Basel.

MAGNET BASEL – MIGRATION IM DREILÄNDERECK

Bild Legende:

Weltweit ist umstritten, wer einreisen darf, wer auswandern kann, wer erwünscht und wer unerwünscht ist. «Magnet Basel» zeigt fünf Ausstellungen über ein Thema, wie es aktueller nicht sein könnte. Migration ist ein Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts. 100 Jahre sind es her, seit der Schweizer Bundesrat im November 1917 per Notverordnung die Eidgenössische Zentralstelle für Fremdenpolizei einrichtete und die Kantone anwies, entsprechende Behörden aufzubauen. Die Fremdenpolizei des Kantons Basel-Stadt war durch die nahen Grenzen besonders gefordert. In manchen Jahren wurden über 10’000 Dossiers eröffnet, die der Überwachung und Verwaltung ausländischer Personen dienten. Über 500’000 wurden es bis 1970. Auf Anregung des Staatsarchivs Basel-Stadt werden nun ausgewählte Dossiers erstmals einer breiten Öffentlichkeit vorgestellt, durch weitere Ausstellungen ergänzt und in aktuellem Kontext beleuchtet. Ein faszinierendes Panorama der Einwanderungsregion Basel entsteht.

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