Zusätzliche Fortbildungsressourcen für die einzelnen Schulen

05.09.2014

Zusätzliche Fortbildungsressourcen für die Einführung des 6. Primarschuljahres für die einzelnen Schulen



Damit die Schulleitungen der Primarstufe zusammen mit den Lehrerinnen und Lehrern die Beschlüsse zur Bildungsharmonisierung bestmöglich umsetzen können, erhalten sie zusätzliche Mittel in der Höhe von 1,5 Millionen Franken für zusätzliche Fortbildungsressourcen zu Gunsten der Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, die das erste Mal 6. Klassen unterrichten.

Anliegen der Lehrerinnen- und Lehrerverbände
Der Lehrerinnen- und Lehrerverein Baselland (LVB) verabschiedete anlässlich seiner Delegierten- und Mitgliederversammlung vom 2. April 2014 eine Resolution zu Ressourcen für Lehrpersonen der Primarschule, die ab dem Schuljahr 2015/16 eine 6. Klasse übernehmen. Diesen Lehrpersonen sollte eine einmalige Entlastung in Form einer Freistellung vom Unterricht während insgesamt drei Wochen zugesprochen werden, damit sie die hohen Anforderungen bei der Einführung der
6. Klasse der Primarschule besser erfüllen können. An ihrer Delegiertenversammlung vom 4. Juni 2014 verabschiedete die Amtliche Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer des Kantons Basel-Landschaft (AKK) eine analoge Forderung.  

Folgerungen der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion

Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion anerkennt die besonderen Anforderungen, welche mit der erstmaligen Durchführung des 6. Primarschuljahres verbunden sind, namentlich die Umsetzung des Sprachenkonzeptes, von ICT/Medien, der Verordnung über die schulische Laufbahn einschliesslich der Leistungsmessungen (Checks) sowie der vorzugsweisen integrativen Schulung.

In ihrer Standortbestimmung ist die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion zum Schluss gekommen, dass die geltenden besonderen Rahmenbedingungen für die Umsetzung der Beschlüsse der Harmonisierung im Bildungswesen im interkantonalen Vergleich bereits gut sind, dass indessen die Anliegen nach zusätzlichen Fortbildungsressourcen für die qualifizierte Erfüllung der hohen Anforderungen bei der Einführung des 6. Primarschuljahres berechtigt sind. Die zurückbehaltenen Reserven der bewilligten Verpflichtungskredite sollen zur Unterstützung der Primarschulen für die gute Umsetzung der Aufträge zur Bildungsharmonisierung gewichtet für diesen Zweck eingesetzt werden: Klassenlehrerinnen und Klassenlehrer, die insbesondere in den beiden Schuljahren 2015/16 und 2016/17 das erste Mal 6. Primarklassen unterrichten, sollen zusätzliche Zeit für ihre eigene Fortbildung im Umfang von maximal 2 Wochen Unterrichtsfreistellung erhalten (56 Lektionen bzw. 97 Arbeitsstunden). Diese Massnahme zielt darauf, dass das 6. Primarschuljahr möglichst gut eingeführt werden kann.
In Ergänzung zu den bereits für die Erfüllung der Aufträge zur Umsetzung der Bildungsharmonisierung gesprochenen Zusatzmittel gemäss Entscheid der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion vom 30. Januar 2013 im Umfang von 7,95 Mio. Franken werden nun den Primarschulen 1,5 Mio. Franken zusätzlich für diese Erweiterung der Fortbildungsressourcen zugeteilt. Schulleitungen werden mit mindestens 265 Klassenlehrerinnen oder -lehrern zusätzliche Fortbildung vereinbaren können.

Fortbildung „Kombifächer“ Sekundarstufe I
Im Rahmen des Projektausschusses Bildungsharmonisierung wurde auch die Forderung aufgenommen, dass für die neuen Kombifächer wie „Natur und Technik“ (mit Biologie, Chemie, Physik)  gemäss Stundentafel des Bildungsrates vom 13. Juni 2012 sowohl der Verpflichtungsgrad als auch die Ressourcierung für die gute Erfüllung der fachdidaktischen Anforderungen erhöht werden müssen. Eine diesbezügliche Regelung für die Sekundarschulen zur Gewichtung auch dieses Anliegens ist in Vorbereitung.


Auskunft
  • Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Vorsteher Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion BL, Tel. 061 552 50 60
  • Alberto Schneebeli, Projektleiter Bildungsharmonisierung, Leiter Stab Bildung, Tel. 061 552 50 53