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Zugang zur Ruine Farnsburg aus Sicherheitsgründen gesperrt

14.06.2012
An der Schildmauer der Ruine Farnsburg haben sich bedrohliche Risse gebildet. Die Burg muss deshalb zur Sicherheit der zahlreichen Besucherinnen und Besucher gesperrt werden. Die vielen Burgen und Schlösser gehören zu den Wahrzeichen des Baselbiets. Die wertvollen Kulturzeugen aus dem Mittelalter sind denn auch beliebte Ausflugsziele. Doch an einigen Anlagen nagt der Zahn der Zeit.

Sperrung auf unbestimmte Zeit unausweichlich
Eine periodische Kontrolle im März 2012 zeigte, dass sich an der mächtigen Schildmauer der Farnsburg neue, gefährliche Risse gebildet haben. Teile der Mauer drohen sich abzulösen. Die für die dringlichsten Reparaturen nötigen Zusatzmittel können aufgrund der aktuellen Finanzlage nicht zur Verfügung gestellt werden. Eine Sperrung des einsturzgefährdeten Bereichs ist zum Schutz der Bevölkerung deshalb unausweichlich. Da ausgerechnet der Eingang zur Burg betroffen ist, muss die Absperrung auf Höhe der Zugangsbrücke erfolgen. Dies bedeutet, dass die gesamte Burg bis zur Sanierung der am stärksten bedrohten Teile nicht zugänglich sein wird. Wie lange dieser Zustand dauern wird, ist zurzeit offen. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion bedauert diesen Umstand und dankt für das Verständnis.

Sanierungsprogramm
Das Baselbiet zählt zu den burgenreichsten Regionen Europas. Seine vielen Ruinen sind deshalb ein spezifisches Kulturerbe, das es besonders zu schützen gilt. Einige Anlagen befinden sich jedoch in schlechtem Zustand, oft weil weiter zurückliegende, unsachgemässe Restaurierungen mehr Schaden angerichtet als geholfen haben. Der Landrat hat diese Situation erkannt und 2007 ein umfassendes Sanierungskonzept für Burgen und Ruinen gutgeheissen. Teile der Farnsburg sowie die gesamte Homburg sind mittlerweile gesichert, die Sanierung der Ruine Pfeffingen läuft in diesem Jahr an. Von sechs weiteren im Konzept genannten Burgen in Privateigentum ist eine in der Zwischenzeit ebenfalls umfassend saniert (Reigoldswil-Rifenstein), an zwei weiteren erfolgten dringendste Sicherungsmassnahmen (Aesch-Tschöpperli, Frenkendorf-Neu Schauenburg).

Ein Ort voller Geschichte(n)
Die Ruine Farnsburg gehört als kulturhistorisches Denkmal von nationaler Bedeutung zu den mächtigsten Burganlagen der Region. Gegründet wurde sie um 1330 von den Grafen von Thierstein. Nach dem Aussterben der Farnsberger Linie ging die Herrschaft an die Freiherren von Falkenstein über, die im alten Zürichkrieg 1444 auf Seiten der Österreicher kämpften. 1461 kaufte die Stadt Basel die Farnsburg mit der Landgrafschaft Sisgau und richtete hier einen Landvogteisitz ein. Die Basler Landvögte bauten die Anlage mehrfach aus, bis sie sie 1798 beim Zusammenbruch der alten Eidgenossenschaft räumen mussten. Die leere Burg wurde in Brand gesteckt, als Steinbruch genutzt und 1930/31 ein erstes Mal restauriert. Bis zur Sperrung war sie ein viel begangenes Wanderziel für Familien und Schulklassen, die den geschichtsträchtigen Ort und die prächtige Aussicht genossen.

Weitere Auskünfte

Liestal, 14. Juni 2012

Weitere Informationen.

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