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Wirf einen Blick in die Zukunft: Der Gendertag am 9. November 2017 ist Zukunftsgestaltung für Mädchen und Jungen

07.11.2017 15:00

Meine Zukunft als Forstingenieurin? Primarlehrer, ein Beruf für mich? Sind Frauenberufe auch Männerberufe – oder umgekehrt? Kinder haben und Karriere machen? Zu all diesen Fragen können sich Mädchen und Jungen am Gendertag – Zukunftstag Gedanken machen und Einblicke in die Berufswelt sammeln. Unter dem Motto „Erweiterte Horizonte für Schulkinder“ öffnet auch der Kanton Basel-Landschaft seine Türen. 

Am 9. November 2017 entdecken Mädchen und Jungen der Sekundarschule ein Stück ihrer Zukunft – verschiedenste Arbeitswelten. In Betrieben und Institutionen können sie vielfältige Berufsfelder sowie Lebens- und Arbeitsformen erleben. Sie erweitern ihre Vorstellungen von Frauen und Männern in der Arbeitswelt und machen spannende Erfahrungen. Das ermöglicht ihnen, sich mit Fragen zu Berufswahl und Lebensplanung, mit Gleichstellung und Erwerbsarbeit sowie mit ihren persönlichen Interessen, Stärken und Talenten auseinander zu setzen. Der Tag motiviert Mädchen und Jungen, mutige Schritte in noch unbekannte Berufs- und Arbeitsfelder zu wagen und dabei auch neue Lebensmodelle zu entdecken. 

Vor dem Hintergrund des Fachkräftemangels gewinnt der „Gendertag – Zukunftstag für Mädchen und Jungs“ mehr denn je an Bedeutung. Seine Inhalte setzen beim wirtschaftlichen und sozialen Wandel an, welcher neue, erweiterte Arbeits- und Lebenskonzepte erfordert. 

Gemeinsam und altersgemäss auf dem Weg
Der „Gendertag – Zukunftstag für Mädchen und Jungs“ ist im Baselbiet ein Kooperationsprogramm von Schule, Betrieben, Verwaltung und Familien. Das erste Mal beschäftigen sich dieses Jahr schon die Schülerinnen und Schüler des 5. Schuljahres im Kanton Basel-Landschaft am Gendertag mit dem Thema Berufe: Sie lernen einzelne Beruf von Frauen und Männern und erhalten so Einblicke in Arbeits- und Lebenswelten und Angebote zur Auseinandersetzung mit Geschlechterrollen.

Die Schülerinnen und Schüler des 6. Schuljahres (letzte Klasse der Primarschule) erleben ein erstes Mal die Berufswelt. Sie begleiten eine vertraute Person an den Arbeitsplatz und setzen sich mit lebenslanger Erwerbstätigkeit auseinander und mit Lebensplanung: wie vereinbart man Wunschberuf, Familien- und Hausarbeit miteinander. Mädchen und Jungen des 7. Schuljahres (erste Klasse der Sekundarschule) lernen sich mit Berufsfeldern kennen, welche traditioneller Weise dem anderen Geschlecht zugeordnet werden. Schülerinnen und Schüler der 2. Klasse der Sekundarschule (8. Schuljahr) befassen sich mit bezahlter und unbezahlter Arbeit. Sie verbringen den Tag in Familienhaushalten, in der Freiwilligen- oder Vereinsarbeit.

In der Abschlussklasse der Sekundarschule (9. Schuljahr) steht der persönliche Lebensentwurf unter dem Motto „berufstätig sein als Mann und Vater“ oder „berufstätig sein als Frau und Mutter“ im Zentrum. 

Zukünftige Fachkräfte gesucht
Der steigende Bedarf an Fachkräften im Gesundheitswesen, in Technik, Informatik sowie im Ingenieurwesen zeichnet sich seit Jahren immer deutlicher ab. Der „Seitenwechsel“ am Gendertag – Zukunftstag ist ein weiterer Beitrag des Kantons Basel-Landschaft, um dem Fachkräftemangel entgegenzuwirken. Die Betriebe, Unternehmen und die kantonale Verwaltung unterstützen die Schulen, indem sie am 9. November 2017 ihre Türen öffnen und Mädchen und Jungen einen Einblick in ein geschlechtsuntypisches Arbeitsfeld ermöglichen. Mit dieser Erfahrung können die Jugendlichen das Potenzial als Fachperson auch jenseits traditioneller Geschlechterzuschreibungen entdecken. Längerfristig können Betriebe mit ihrem Engagement am Gendertag auch Fachkräfte rekrutieren sowie geschlechterdurchmischte und innovative Teams aufbauen.

Der Kanton Basel-Landschaft als Arbeitgeber am Zukunftstag
Alle Direktionen und die Gerichte ermöglichen ihren Mitarbeitenden, dass ihnen am Gendertag ihre Tochter, ihr Sohn oder ein Kind aus ihrem Verwandten- oder Bekanntenkreis einen Tag lang bei der Arbeit über die Schulter schaut. Die kantonale Verwaltung bietet zudem 15 Seitenwechsel für 76 Jugendliche an. Mädchen erleben Arbeitsfelder, in denen ihre technischen oder naturwissenschaftlichen Fähigkeiten gefragt sind und Knaben entdecken, dass die Arbeit in einer Bibliothek, in der Ernährungsberatung oder für die Gleichstellung von Frau und Mann spannend und anforderungsreich ist. Informationen zu den einzelnen Angeboten sind unter der folgenden Internetadresse zu finden.

Mädchen erobern den Wald
Schweizweit wird dieses Jahr zum ersten Mal das Spezialprogramm „Mädchen entdecken Waldberufe“ durchgeführt. Im Kanton Basel-Landschaft gibt es gleich zwei Seitenwechsel, die Mädchen in den Wald führen. Im Seitenwechsel des Amts für Wald beider Basel setzen sich die interessierten Mädchen am Vormittag mit der Planung von unterschiedlichen Ansprüchen an den Wald auseinander, am Nachmittag können sie das Geplante in Forstbetrieben handfest umsetzen. Das Angebot ist auf grosses Interesse gestossen, die 20 Plätze waren im Nu ausgebucht. Auch die Plätze, welche die Bürgergemeinde Liestal im Wald bereitgestellt hat, waren schnell vergeben. In Liestal lernen die Mädchen zuerst kurz den Forstwerkhof kennen und gehen dann gleich in den Wald, wo sie die verschiedenen Arbeitsplätze und was es dort alles zu tun gibt, entdecken und selber Hand anlegen.

Alle Seitenwechselangebote und erweitern den Vorstellungshorizont für vielfältige Arbeits- und Lebensbiografien und motivieren die Jugendlichen, weitere unbekannte Möglichkeiten der Berufs- und Lebensgestaltung kennen zu lernen.

Für Rückfragen:
Jacqueline Weber, Stv. Leiterin Stab Hochschulen, Generalsekretariat, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD), 061 552 23 80 (erreichbar 9.November 2017 von 9 bis 11 Uhr)

Weitere Informationen.

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