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Sonderschulisches Brückenangebot – von der Sonderschule zur Berufsausbildung

02.02.2018 10:00

Das sonderschulische Brückenangebot unterstützt Lernende mit einer geistigen Behinderung bei der Berufsvorbereitung und bereitet sie auf den Einstieg in die Berufsausbildung oder die Beschäftigung im geschützten Arbeitsmarkt vor. Das Angebot wird vom Heilpädagogischen Zentrum Baselland, einer Stiftung von “insieme Baselland“, im Auftrag der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion bereit gestellt.

Das sonderschulische Brückenangebot richtet sich an Lernende der Sekundarstufe l, die entweder integrativ oder separativ durch das Heilpädagogische Zentrum Baselland gefördert werden. Es beinhaltet die schulische Förderung und das Üben von berufsrelevanten Kompetenzen, kombiniert mit Einsätzen in Betrieben. Neben den Arbeitspraktika wird schulischer, hauswirtschaftlicher und handwerklicher Unterricht angeboten. Es werden Schnupperlehren organisiert, in denen die Lernenden verschiedene Berufe kennen lernen. Mit dem sonderschulischen Brückenangebot werden Entscheidungsgrundlagen für die Berufswahl und die Berufsausbildung oder die Beschäftigung im geschützten Arbeitsmarkt und in Tagesstätten erarbeitet.

Berufsvorbereitungsklassen neu definiert

Gemäss Sonderschulverordnung können Leistungen der Sonderschulung in der Regel bis zum Ende der obligatorischen Schulzeit, bis zum Eintritt in die Sekundarstufe ll und längstens bis zur Vollendung des 20. Altersjahres dauern. Lernende, die ihre obligatorische Schulzeit in der Heilpädagogischen Schule an den Standorten Liestal, Sissach, Münchenstein oder in einer Sonderschulintegration (Integrationsklasse oder Einzelintegration) abgeschlossen haben, können ab Schuljahr 2018/19 das sonderschulische Brückenangebot des Heilpädagogischen Zentrums in Muttenz nutzen. Bisher sind die jugendlichen Lernenden in den sogenannten Berufsvorbereitungsklassen in den Stammhäusern unterrichtet worden und haben ab Kindergarten bis Schulaustritt das immer gleiche Schulumfeld erlebt. Mit dem neuen sonderschulischen Brückenangebot wechseln die behinderten Lernenden, wie alle nicht behinderten Lernenden in diesem Alter, die angestammte Schulumgebung. Sie müssen sich altersentsprechend auf neue Begebenheiten und ein neues Umfeld einstellen. Damit werden wichtige Lern- und Verhaltensanpassungen für die spätere Berufs- und Arbeitssituation eingeübt.

Ab Schuljahr 2018/19 das erste sonderschulische Brückenangebot in Muttenz

Das sonderschulische Brückenangebot ersetzt die bisherigen Berufsvorbereitungsklassen in den Stammhäusern. Es ist ein freiwilliges Schulangebot mit Tagesstruktur. Schul- und Transportkosten werden durch den Kanton als Träger der Sonderschulung übernommen. Das Heilpädagogische Zentrum der insieme Stiftung Baselland setzt sich seit langem engagiert und fachlich ausgewiesen in Zusammenarbeit mit der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion für die Integration von Lernenden mit Behinderungen ein. Das sonderschulische Brückenangebot stellt sicher, dass der Übergang von der Schule in das Leben danach auch für Lernende der Sonderschulung gelingt und sie eine adäquate Teilhabe am beruflichen und sozialen Leben erreichen können. Mit dem sonderschulischen Brückenangebot sind zentrale bildungspolitische Integrationsvorgaben eingelöst.

Nähere Informationen dazu finden sich im "Konzept Sonderschulisches Brückenangebot" des Heilpädagogischen Zentrums Baselland.

Für alle Interessierten findet am 17. Mai 2018, um 17.30 Uhr, ein Informationsanlass in der Heilpädagogischen Schule Liestal statt.


Für Rückfragen:
Hans-Anton Eggel, Institutionsleiter Heilpädagogisches Zentrum BL, 061 926 77 50 (erreichbar am 02. Februar 2018 von 11.00 bis 17.00 Uhr)

Weitere Informationen.

Bild Legende:
Unter fachkundiger Anleitung bereiten sich die Jugendlichen im Sonderschulischen Brückenangebot auf die Berufsausbildung vor.

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