Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Servicenavigation

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion / Medienmitteilungen / Rasche Umsetzung der Initiative «Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt»

Rasche Umsetzung der Initiative «Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt»

16.11.2018 16:55
Nach dem Entscheid des Bildungsrats soll eine Lehrmittelfreiheit in allen Schulfächern eingeführt werden. Sie soll auch für die Fächer Französisch und Englisch gelten. Die oben erwähnte Initiative soll nach diesem Grundsatz umgesetzt werden. Um möglichst rasch Sicherheit und Ruhe für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrpersonen zu schaffen, wird die entsprechende Landratsvorlage beschleunigt. Die Vernehmlassung erfolgt daher in einer konferenziellen Anhörung.
 
Inhalt der nichtformulierten Initiative
Die Initiative „Ausstieg aus dem gescheiterten Passepartout-Fremdsprachenprojekt“ fordert eine klare Struktur mit einem schrittweisen Aufbau von Wortschatz, Grammatik und Rechtschreibung. Diese Forderung soll im Bildungsgesetz aufgenommen werden. Der zweiten Forderung nach einem Verbot der aktuellen Lehrmittel wird mit einer geleiteten Lehrmittelfreiheit begegnet. Künftig sollen die Lehrpersonen aus einer kantonal geprüften Liste die Lehrmittel für ihren Unterricht auswählen können. Der Lehrplan stellt sicher, dass alle Schülerinnen und Schüler die Grundanforderungen am Ende jedes Schuljahres und bei den Stufenübergängen erreichen.
 
Der Bildungsrat hat die überarbeitete Lehrmittelverordnung zur Anhörung mit Frist bis Ende Dezember 2018 verabschiedet und legt damit den Grundstein zu einer geleiteten Lehrmittelfreiheit. Er lehnt ein ausdrückliches Lehrmittelverbot ab und ermöglicht den Lehrpersonen stattdessen, eigenständig eine Lehrmittelwahl zu treffen.
 
Die Forderung der Initianten nach dem Ausstieg aus Passepartout ist bereits umgesetzt, da das Projekt am 31. Juli 2018 wie vorgesehen endete. Ebenso kann auf Kündigungen anderer Verträge oder Vereinbarungen, wie z. B. das HarmoS-Konkordat, verzichtet werden.
 
Task Force Fremdsprachen
Die Task Force Fremdsprachen begleitet als Resonanzgruppe den Prozess zur Umsetzung der Initiative. Sie setzt sich zusammen aus Vertreterinnen und Vertretern des Bildungsrates, der Lehrpersonen, der Schulleitungskonferenzen aller Schulstufen, der Amtlichen Kantonalkonferenz der Lehrerinnen und Lehrer, des Verbands Schulleiterinnen und Schulleiter Baselland, des Lehrerinnen- und Lehrervereins Baselland, des Verbands Personal öffentlicher Dienste BL, der starken Schule beider Basel sowie der landrätlichen Fraktionen.
 
Die Evaluation neuer Französisch- und Englischlehrmittel erfolgt seit August 2018 durch eine Arbeitsgruppe bestehend aus 24 Französisch- und Englischlehrpersonen. Diese suchen entsprechende Lehrmittel aus und evaluieren diese nach kantonalen Richtlinien. In die Evaluation werden nationale und internationale Lehrmittel unterschiedlicher Ausrichtung einbezogen. Ausserdem werden die Lehrpläne für die beiden Fremdsprachen überarbeitet und ergänzt.
  
Umsetzungsarbeiten zur Initiative mit geleiteter Lehrmittelfreiheit
Bei der Umsetzung der Initiative gemäss Entwurf geht es unter anderem darum, die Lehrmittelfreiheit auch gesetzlich zu verankern. Auf dieser Basis kann jede einzelne Lehrperson kantonal geprüfte Lehrmittel aus einer Lehrmittelliste auswählen. Die totalrevidierte Lehrmittelverordnung des Bildungsrates wie auch der Entwurf der Änderung des Bildungsgesetzes zur Umsetzung der Initiative streben eine Lösung für alle Fächer an.
 
Konferenzielle Anhörung
Ziel ist es, schnellstmöglich gesetzliche Grundlagen zu schaffen, damit im Bereich der Fremdsprachen Französisch und Englisch wieder Sicherheit und Ruhe für die Schülerinnen und Schüler, deren Eltern und die Lehrpersonen einkehren. Der Regierungsrat hat deshalb die  Durchführung einer konferenziellen Anhörung beschlossen. Diese findet am 10. Dezember 2018 im Rahmen der Task-Force-Sitzung statt und ersetzt das übliche dreimonatige schriftliche Vernehmlassungsverfahren.
  
Für Rückfragen:
Beat Lüthy, Vorsteher Amt für Volksschulen, 061 552 59 71, beat.luethy@bl.ch
  

Weiterführende Links zum Thema:
–     Medienmitteilung Bildungsrat: Anhörung zum neuen Lehrmittelkonzept (16. November 2018)
–     Arbeitsfassung Lehrmittelkonzept für die Volksschulen (16. November 2018)
–     Arbeitsfassung Synopse Lehrmittelverordnung (16. November 2018)
–     Detaillierter Ergebnisbericht und Schlussbericht zu den Fachhearings und Dossier «Französisch- und Englischunterricht an der Volksschule des Kantons Basel-Landschaft» (Mai 2018)

Weitere Informationen.

Fusszeile