Leistungsauftrag für die Fachhochschule Nordwestschweiz

17.06.2011
Aarau, Basel, Liestal, Solothurn, den 17. Juni 2011 - Die Regierungen der Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn haben den Leistungsauftrag an die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) zuhanden der Parlamente verabschiedet. Der Leistungsauftrag legt die von der FHNW zu erreichenden Ziele, ihre Entwicklungsschwerpunkte sowie den Globalbeitrag der Trägerkantone für die Jahre 2012 - 2014 fest.
Der Staatsvertrag über die Fachhochschule Nordwestschweiz (FHNW) sieht vor, dass die Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn der gemeinsam getragenen Fachhochschule jeweils einen mehrjährigen Leistungsauftrag erteilen. Der Leistungsauftrag 2012 – 2014 bildet damit den strategischen und finanziellen Rahmen für die dritte Leistungsauftragsperiode der FHNW. In dieser setzt die FHNW einerseits auf den Erhalt und die Weiterentwicklung des Erreichten, andererseits auf einen punktuellen, gezielten Ausbau ihres Angebots insbesondere in der Pädagogischen Hochschule sowie - hochschulspezifisch - in der Forschung. 
Das Kerngeschäft der FHNW – die Bereitstellung von qualitativ sehr guten und bedarfsorientierten Ausbildungsangeboten und Forschungsleistungen – bleibt damit im Zentrum der strategischen Weiterentwicklung. Der Angebotsausbau bei der Pädagogischen Hochschule um-fasst das Studienprogramm für erfahrene Berufspersonen (Quereinsteigende) sowie einen Masterstudiengang Sekundarstufe I neu auch am Standort Solothurn. Gesamtstrategisch wird die FHNW vor allem ihr spezifisches Profil einer Mehrspartenhochschule im Rahmen von hochschulübergreifenden Lehr- und Forschungsprojekten fördern. Der Bezug der Campus-Neubauten in Olten, Brugg-Windisch und Basel und das Bauprojekt in Muttenz werden die dritte Leistungsauftragsperiode zudem in besonderer Weise auszeichnen. 
Für die Erfüllung des Leistungsauftrages 2012 – 2014 sehen die Regierungen einen Globalbeitrag von insgesamt rund 675 Millionen Franken vor; der wiederum für drei Jahre bestimmte Trägerbeitrag an die FHNW wird also gegenüber der Vorperiode um 80 Millionen Franken erhöht. Mit den zusätzlichen Mitteln kann die FHNW der Nachfrage nach zusätzlichen Studienplätzen moderat begegnen, Angebot und Forschungsleistungen punktuell erweitern und insbesondere den Mehraufwand im Infrastrukturbereich infolge der Neubaubezüge finanzieren. An den Globalbeitrag steuern der Kanton Aargau rund 259 Millionen, der Kanton Basel-Landschaft rund 187 Millionen, der Kanton Basel-Stadt rund 126 Millionen und der Kanton Solothurn rund 103 Millionen Franken bei. Der Kanton Aargau trägt gemäss dem im Staatsvertrag über die FHNW definierten Verteilschlüssel also 38.42 %, der Kanton Basel-Landschaft 27.66 %, der Kanton Basel-Stadt 18.69 % und der Kanton Solothurn 15.23 % der Kosten. 
Als Fachhochschule mit rund 7'280 Bachelor- und Masterstudierenden und einer gut etablierten Forschungs- und Entwicklungsstruktur konnte sich die FHNW in ihren beiden ersten Leistungsauftragsperioden erfolgreich als eine der führenden Fachhochschulen der Schweiz etablieren. Nach der Fachhochschule der französischsprachigen Schweiz (HES-SO) und der Zürcher Fachhochschule (ZFH) ist sie die drittgrösste Fachhochschule in der Schweiz. Von den dreizehn an schweizerischen Fachhochschulen angebotenen Bereichen bietet die FHNW neun Fachbereiche in neun dafür zuständigen Hochschulen an; es sind dies die Hochschulen für Angewandte Psychologie, Architektur, Bau und Geomatik, Gestaltung und Kunst, Life Sciences, Soziale Arbeit, Technik und Wirtschaft sowie die Musikhochschule und die Pädagogische Hochschule.
 
Weitere Auskünfte erteilen:
- Regierungsrat Klaus Fischer, Departement für Bildung und Kultur des Kantons Solothurn, 032 627 29 01
- Regierungsrat Alex Hürzeler, Departement Bildung, Kultur und Sport des Kantons Aargau, 062 835 20 00
- Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft, 061 552 50 60
- Regierungsrat Dr. Christoph Eymann, Erziehungsdepartement des Kantons Basel-Stadt, 061 267 84 41
- Dr. h.c. Peter Schmid, Präsident des Fachhochschulrates, 061 279 17 01 (14.00 – 16.00)