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Jahresmedienkonferenz Augusta Raurica

18.03.2015
Der Leuchtturm ist fest verankert und garantiert Strahlkraft
Es war mir während meiner Amtszeit ein grosses Anliegen, eine gute Ausgangslage für die Entwicklung von Augusta Raurica als kulturelles und touristisches Aushängeschild des Kantons Basel-Landschaft zu schaffen. Mit dem Archäologiegesetz wurden der Schutz und die Bedeutung der historischen Stätte gesetzlich verankert.

Mit dem vom Landrat 2009 gut geheissenen 10-Punkte Programm wurde der strategische Weg von Augusta Raurica zum Weltkulturerbe mit konkreten Massnahmen geebnet. Zwar sind noch nicht alle Aufgaben abgeschlossen, doch die Zielsetzungen werden konsequent verfolgt.
  • Das Sammlungszentrum ist auf gutem Wege. Hier dürfen wir auf die grosse Unterstützung des Hochbauamtes der Bau- und Umweltschutzdirektion zählen.
  • Mit dem Entwicklungskonzept konnten wir in enger Zusammenarbeit mit den beiden Standortgemeinden Augst und Kaiseraugst ein gemeinsames Interesse für die Ent-wicklung der Einwohnergemeinde Augst und der Römerstadt erarbeiten. Offen und damit noch in Bearbeitung ist hier die Schlüsselfrage der verkehrstechnischen Erschliessung.

Über die museale Entwicklung wird im Anschluss Dani Suter berichten. Gerne nutze ich die Gelegenheit die Erfolgsgeschichte „Bespielung des Römischen Theaters“ in Erinnerung zu rufen. Den Auftakt bildete die feierliche, wenn auch denkwürdig verregnete Eröffnung des Theaters im Jahr 2007 – mit meiner Idee konnte ich zumindest den Anspruch „originell und unvergesslich“ einlösen. Nach damals rund 16-jähriger Restaurierungszeit ist das Monument im Rahmen einer Landratssitzung wieder der Öffentlichkeit übergeben worden.
Zu Beginn standen wir vor folgenden Herausforderungen:
  • Nach über 16 Jahren Sanierungsarbeiten, war die langjährige Tradition der Aufführungen im Theater angesichts der dynamischen Entwicklung im Kulturbereich beinahe vergessen. Eine Anknüpfung an die Veranstaltungen der Vergangenheit war nicht mehr möglich.
  • Mit der Bevölkerung und den Behörden der Einwohnergemeinde Augst musste das Verständnis und das Vertrauen für die Nutzung des Theaters als Veranstaltungsort geschaffen und gewonnen werden.
  • Das Theater sollte als moderner, zeitgemässer Aufführungsort für die ganze Bevölkerung etabliert werden.
  • Das Theater sollte als historisches Monument und als Teil des Museums Augusta Raurica erhalten und wahrgenommen werden.

Ein so grosses öffentliches Monument benötigt ein Bespielungskonzept. Für dessen Erarbeitung wurden gleich von Anfang an Vertreter der Gemeinde Augst miteinbezogen und auch im Theaterboard, das für die eigentliche Programmgestaltung zuständig ist, sitzen ebenfalls Vertreter der Gemeinde Augst. Nach anfänglichen grossen Bedenken von Seiten der Augster Bevölkerung dürfen wir uns aber heute bei den Einwohnerinnen und Einwohnern, aber auch beim Gemeinderat Augst für den grossen Rückhalt und die tatkräftige Unterstützung bedanken.

Mit dem Bespielungskonzept war die grundsätzliche Idee verbunden, mit den Aufführungen im Theater keine weitere Konkurrenzsituation zu schaffen, sondern durch Kooperationen mit Veranstaltern und Institutionen zusammen zu arbeiten.

Ebenfalls war es von hoher Bedeutung, nicht nur mit professionellen Veranstaltern, sondern auch mit Vereinen und nicht professionellen Kulturschaffenden ein interessantes und abwechslungsreiches Programm für immer wieder wechselnde Bevölkerungsschichten zu schaffen.

Wir legten also von Anfang an grössten Wert darauf, dass im Gegensatz zu anderen Spielorten nicht nur Opern oder Rockkonzerte geboten werden, sondern alle Facetten und Sparten des Kulturschaffens der Region einen Platz finden. Ein kleiner Auszug aus dem vielfältigen Programm soll die vielfältige Zusammenarbeit in der Region illustrieren:
  • Boxeo mit Boxclub Basel und Noble Art Boxing Frenkendorf (hier gewann übrigens der Pratteler Boxer Arnold „the cobra“ Gjergjaj seinen ersten Profiwettkampf).
  • Carmina Burana und Alexanderfest mit dem Theater Basel
  • Soirée im Gelände mit dem Musikverein Bubendorf und den Steppin Stompers
  • Dalhousie Pipeband Pratteln : Konzert mit Gästen (u.a. Polizeimusik BL, Nachtfalter Schränzer Pratteln)
  • Alkestis Spiel mit den Rattenfängern Muttenz
  • Die blaue Stunde unter der Leitung von Balthasar Streiff und unter Mitwirkung von rund 20 Alphornbläser der Region
  • Triumph und Trauer : Konzert mit der Stadtmusik Basel und dem akademischen Orchester der Universität Basel
  • SCHALLMASCHINE MAXIMUS mit dem Baselbieter Kulturpreisträger Fritz Hauser
  • Ton & Tal mit dem neuem Musik Festival Rümlingen

Ein wichtiger Partner war von Beginn an das STIMMEN-Festival, das in den letzten Jahren mit grossartigen Konzerten einen wichtigen Beitrag zur Profilierung und Positionierung des Theaters Augusta Raurica geleistet hat.
Von italienischer und keltischer Volksmusik, von grossen Abenden mit Bobby McFerrin, Sina und Corin Curschellas , von Chorauftritten der Männerstimmen und von Larynx war ein breites Spektrum an Genres vertreten.

Seit 2013 konnte auch eine Zusammenarbeit mit einem KMU aus der Region etabliert werden. Dank der grossen Unterstützung der Emil Frey AG, Münchenstein, wurde mit Picknick mit Helden eine neue Veranstaltungsreihe etabliert.

Neben seiner Funktion als klassische Bühne wird das Theater aber auch für andere, sehr unterschiedliche Anlässe genutzt. Mit dem kantonalen Schwingfest, dem Jubiläum des Turnverbandes und nicht zu vergessen dem traditionellen Augusta Raurica-Lauf war und ist der Sportbereich gut vertreten. Schulklassen aller Stufen können –  natürlich römisch verkleidet – Theater spielen. Und sogar für Beföderungsfeiern der Armee oder als Kulisse für Hochzeitsbilder steht das Theater der Bevölkerung zu Verfügung.

Auch bei den Gästen der Römerstadt stösst die zeitweilige Bespielung der Hauptsehens-würdigkeit auf Akzeptanz. Damit sind die Theater-Aufführungen Teil des Gesamtangebots
der Römerstadt Augusta Raurica, und verfügen über eine Ausstrahlungskraft weit über die Kantonsgrenzen hinweg.
Heute dürfen wir mit einem gewissen Stolz konstatieren, dass das Theater Augusta Raurica sich als Veranstaltungsort etabliert hat. Dies zeigt auch ein kleiner Rückblick auf die Spielzeit 2014:

Es war eine der vielfältigsten und erfolgreichsten der vergangenen Jahre. Die exklusive Präsenz der berühmten Fado-Sängerin CARMINHO aus Portugal - zusammen mit der baselsinfonietta - im Rahmen des Festivals STIMMEN, verlieh dem Theater den Glanz, die beiden ausverkauften Tribute-Konzerte Pink Floyd at Pompeij – in Kooperation mit dem Pratteler Z7 – begeisterte Jung und Alt und das Junge Theater Basel überzeugte mit CAMP CÄSAR die zahlreichen Schulen, Jugendlichen und junggebliebenen Besucherinnen und Besucher.

Die Spielzeit 2015 verheisst wiederum begeisternde und bereichernde Aufführungen:
  • Die bewährte Partnerschaft mit dem Festival STIMMEN erfährt eine Neuauflage mit grossartigen Künstlern aus Irland. Am ersten Juliwochenende gastieren an zwei Konzerten Mick Flannery und Sinéad O'Connor mit zusätzlichen Gästen von der grünen Insel.
  • Mitte Juli produziert zum ersten Mal das Kammerorchester Basel einen szenischen Konzertabend unter dem Titel Königin liebt Esel – ein Sommernachtstraum mit Musik von Felix Mendelssohn-Bartholdy und Henry Purcell. Die musikalische Leitung hat der englische Maestro Trevor Pinnock . Regie führt Björn Jensen aus Basel.
  • Schon zum zweiten Mal gastiert die Theatergruppe Rattenfänger in Augst. Dieses Mal nicht im grossen Theater, sondern im intimen Halbrund der Curia auf dem Forum. Der Stoff ist trotzdem gross und klassisch. Geplant sind ab Anfang August 12 Aufführungen von Der Trojanische Krieg findet nicht statt nach Jean Giraudoux. Regie führt Danny Wehrmüller .
  • Und zum dritten Mal gibt es – in enger Kooperation mit dem Sponsorpartner Emil Frey AG Münchenstein - PICKNICK MIT HELDEN. Nach 2008 laden wir erneut zu einer Notte della Taranta mit mehr als 30 Tänzern/innen und Musikern/innen direkt aus Süditalien. Sie werden dem antiken Theater zweifellos einen fulminanten und emotionalen Musik- und Tanzabend der Extraklasse bescheren. Co-Produzentin ist die italienische Tanzschule MANU-ART aus Basel.

Die Spielzeit setzt also – getreu dem Bespielungskonzept – auf ein vielfältig gestaltetes Programm mit unterschiedlichen Formaten und Auditorien. Ganz bewusst nimmt die Programmgestaltung Bezug auf die historischen Quellen und Traditionen des antiken Theaters. Gleiches wie für den Programm-Mix gilt auch für die Pflege bewährter aber auch neuer Partnerschaften mit Produzenten/innen aus der Region Basel.

Wie Sie sehen, ist die Basis für eine weitere erfolgreiche Entwicklung von Augusta Raurica also geschaffen.

> Augusta Raurica: Rückblick 2014 – Ausblick 2015
(von Dani Suter, Leiter Augusta Raurica)
AUGUSTA RAURICA
www.augustaraurica.ch

Weitere Informationen.

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