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Gesucht: Praxislehrpersonen

10.06.2014
Der Bedarf an neuen Lehrerinnen und Lehrern steigt weiterhin an. Die Bildungsraum-Kantone (AG, BL, BS, SO) sind aber zuversichtlich, für das neue Schuljahr alle Stellen rechtzeitig besetzen zu können. Erfreulich ist auch das weiterhin grosse Interesse an den Studiengängen der Pädagogischen Hochschule (PH FHNW). Aufgrund der vielen Anmeldungen werden für die nächsten Jahre zusätzliche Praxislehrpersonen gesucht.

In den nächsten zwei Jahren stellen drei der vier Bildungsraumkantone ihr Schulsystem um. Neu gibt es dann überall sechs Jahre Primarstufe und drei Jahre Sekundarstufe I. Im Kanton Basel-Stadt hat dieser Prozess bereits im letzten Jahr begonnen, der Kanton Aargau startet diesen Sommer und der Kanton Basel-Landschaft im Schuljahr 2015/2016. "Die Schulen vor Ort sowie das Lehr- und Schulleitungspersonal meistern diese Herausforderungen erfolgreich", sagt Christian Aeberli, Vorsitzender der Leitungskonferenz Volksschule des Bildungsraums.

Mehr Lehrpersonen
Für die Verlängerung der Primarstufe auf sechs Jahre braucht es zwingend mehr Primarlehrerinnen und -lehrer. Durch die gute Planung der Kantone und die Flexibilität der Lehrpersonen kann diese besondere Situation ohne grössere Probleme gelöst werden. Die längere Primarschulzeit erfordert im Schuljahr 2014/2015 rund 2000 zusätzliche Lehrpersonen. Gleichzeitig braucht es auf der Sekundarstufe I durch die Reduktion eines Jahrgangs keine neuen Lehrerinnen und Lehrer. Einige Lehrpersonen müssen die Stufe mindestens für die nächsten ein bis zwei Jahre wechseln. Mit dieser Massnahme kann der hohe Bedarf für die Primarstufe teilweise gedeckt werden. Christian Aeberli sieht darin den Grund dafür, "dass sich der Mangel an Lehrpersonen auf der Sekundarstufe I in den nächsten Jahren nicht in der gleichen Dringlichkeit zeigt wie auf der Primarstufe."

Der Mangel an Lehrpersonen hält aber weiterhin an. In den nächsten zehn Jahren steigen die Schülerzahlen leicht an. Gleichzeitig werden viele langjährige Lehrerinnen und Lehrer pensioniert. Deshalb benötigen die vier Kantone des Bildungsraums Nordwestschweiz jährlich etwa 1700 neue Lehrerinnen und Lehrer: rund 1'000 für die Primarstufe und 700 für die Sekundarstufe I.

Mehr Praktika-Plätze für die Studierenden
Dieses Jahr haben sich über 1300 Personen neu für ein Studium an der Pädagogischen Hochschule der FHNW eingeschrieben. Die sehr erfreuliche Zunahme der Anmeldungen um 20 Prozent bedeutet auch entsprechenden Mehraufwand. Nebst logistischen und administrativen Herausforderungen fehlen im Bildungsraum insbesondere rund 100 Praxislehrpersonen. Die PH FHNW bemüht sich in Zusammenarbeit mit den vier Bildungsdepartementen und den Lehrpersonen- und Schulleitungsverbänden, die benötigten Praktika-Plätze sicherzustellen.

Mehr dazu:
- Perspektiven und Bedarfsprognosen Lehrpersonen
- Offene Stellen in den Kantonen
 

Weitere Informationen.

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