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Gemeinsame Trägerschaft der beiden Basel für das Swiss TPH

24.06.2015
Die Regierungen der Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt streben eine gemeinsame Trägerschaft des Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut (Swiss TPH) an. Der Entwurf des Staatsvertrags sieht vor, dass die bikantonalen Betriebsbeiträge von beiden Kantonen zu 50 % finanziert werden. Für die neue Leistungsauftragsperiode ab 2017 sind bikantonale Betriebsbeiträge von 7,2 Mio. Franken pro Jahr, also 3,6 Mio. Franken pro Kanton, vorgesehen. Als Standort für den geplanten Neubau ist das Bachgraben-Areal in Allschwil vorgesehen. Für den Staatsvertrag wird nun am 1. Juli  2015 das Vernehmlassungsverfahren eröffnet.

Im Verlauf der letzten zehn Jahre haben die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt die gemeinsame Trägerschaft im Hochschulbereich nach paritätischen Grundsätzen eingerichtet und vorangetrieben. Als letzten Baustein eines starken und die Wirtschaft fördernden Hochschulstandorts werden die beiden Regierungen den Kantonsparlamenten nun auch gemeinsame Betriebsbeiträge für das Swiss TPH beantragen. Dazu wurde ein bikantonaler Staatsvertrag zwischen den beiden Kantonen ausgehandelt, der sich in seinen Prinzipien an den Universitätsvertrag anlehnt. Mit der neuen gesetzlichen Grundlage soll die Zukunft des Swiss TPH gesichert werden, indem mit den Betriebsbeiträgen der beiden Kantone eine Kernfinanzierungsquote der Öffentlichen Hand von rund 25 % sichergestellt wird. Mit ihrem Engagement erreichen die beiden Kantone somit eine entsprechende Unterstützung durch den Bund. In der neuen Leistungsauftragsperiode ab 2017 sind bikantonale Betriebsbeiträge von 7,2 Mio. Franken pro Jahr vorgesehen. Diese sollen entsprechend dem neuen Staatsvertrag zu 50 % von jedem Kanton finanziert werden, d.h. 3,6 Mio. Franken pro Jahr pro Kanton. Mit einem künftigen Selbstfinanzierungsgrad von 75 % (aktuell: 80 %) wird  auch weiterhin von einer überdurchschnittlichen Ertragskraft des Swiss TPH ausgegangen. Die Vernehmlassung für den Staatsvertrag beginnt am 1. Juli. 2015 und dauert bis Ende September.
 
1943 unter dem Namen „Schweizerisches Tropeninstitut“ als öffentlich-rechtliche Institution gegründet, wurde das Swiss TPH bisher auf der Grundlage eines Beschlusses des Grossen Rates vom Kanton Basel-Stadt finanziert. Als schweizerische Forschungseinrichtung bezieht das Swiss TPH auch Bundessubventionen gemäss Forschungs- und Innovationsförderungsgesetz. Seit den 1990er-Jahren hat sich das Swiss TPH von einem auf Basel und Afrika (insbesondere Tansania) orientierten Institut zu einer dynamischen, global agierenden und international ausgesprochen anerkannten Institution entwickelt. Im Rahmen der Partnerschaftsverhandlungen sind die beiden Regierungen übereingekommen, mit dem Swiss TPH eine hoch renommierte und mit der Universität Basel assoziierte Lehr- und Forschungsinstitution auf Baselbieter Territorium anzusiedeln. Das Swiss TPH soll ein neues Gebäude erhalten, das den Entwicklungen der letzten zehn Jahre und der neuen Grösse des Swiss TPH entspricht. Als Standort für den Neubau ist das Bachgraben-Areal in Allschwil vorgesehen. Das Swiss TPH wird dabei die Rolle einer Ankerinstitution für den dort entstehenden Forschungs-, Innovations- und Wirtschaftscluster einnehmen.

Das Swiss TPH ist lokal, national und international tätig und betreibt mit einem interdisziplinären Ansatz Lehre, Forschung und Dienstleistung auf den Gebieten der Tropenmedizin und Public Health. Neben seinem Beitrag zu Lehre und Forschung an der Universität Basel unterhält das Swiss TPH auch leitende Funktionen im schweizerischen Public Health Weiterbildungsprogramm und auf dem Gebiet der globalen Gesundheit. Bekannt ist das Swiss TPH insbesondere als Kompetenzzentrum für Krankheiten der Armut (Malaria, HIV/AIDS, Tuberkulose) und vernachlässigte Tropenkrankheiten („neglected tropical diseases“; Schlafkrankheit, Bilharziose) und weitere in den Entwicklungs- und Schwellenländern verbreitete Krankheiten. Das Swiss TPH beschäftigt rund 700 Mitarbeitende, wovon etwa 490 in der Region ansässig sind. Mit seinem Portfolio ist das Swiss TPH eine tragende Säule des Life Science Standorts (Medikamenten-, Impfstoffentwicklung und klinische Forschung), aber auch bei der sozialwissenschaftlichen Erforschung von Gesundheitssysteme


Weitere Auskünfte
  • Regierungsrat Dr. Christoph Eymann, Tel. 061 267 84 41, Vorsteher des Erziehungsdepartements des Kantons Basel-Stadt
  • Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Tel. 061 552 50 60, Vorsteher der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft
  • Prof. Dr. Marcel Tanner, Tel. 61 284 82 83, Direktor des Schweizerischen Tropen- und Public Health Institut

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