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Gegenvorschlag zur formulierten Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“

05.07.2017 10:00

Der Regierungsrat lehnt die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ ab. Er unterbreitet dem Landrat einen Gegenvorschlag. Mit diesem wird auch die Motion „Stufenlehrpläne mit transparentem Inhalt“ erfüllt.

Am 27. Oktober 2016 wurde die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ eingereicht. Die Initiative verlangt, dass die Stufenlehrpläne der Volksschule ausschliesslich Stoffinhalte und Themen enthalten. Demgegenüber seien Kompetenzbeschreibungen in einen separaten Anhang zu den Stufenlehrplänen aufzunehmen und den Lehrpersonen als Hilfestellung dienen.

Der Regierungsrat beantragt dem Landrat, die formulierte Gesetzesinitiative „Ja zu Lehrplänen mit klar definierten Stoffinhalten und Themen“ abzulehnen und legt einen Gegenvorschlag vor. Die Ablehnung erfolgt, da die Aufnahme einer solchen Bestimmung im Bildungsgesetz als Vorgabe zur Gestaltung des Lehrplans nicht stufengerecht ist. Ferner kann sie als Verbot zur Nutzung des Lehrplans 21, welcher Kompetenzumschreibungen enthält, missverstanden werden. Zudem ist der Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft auf der Primarstufe bereits auf das Schuljahr 2015/16 eingeführt worden. Die Primarstufe befindet sich mit dem neuen Lehrplan auf Kurs; gemäss einer Umfrage besteht kein Bedarf für ergänzende Lehrplanarbeiten. Im Weiteren lehnt der Regierungsrat die kostenintensive Entwicklung eines eigenen Lehrplans ab.

Gegenvorschlag des Regierungsrats
Der Regierungsrat unterstützt mit dem Gegenvorschlag den Entscheid des Bildungsrats, den Lehrplan 21 einschliesslich seiner Kompetenzumschreibungen als Grundlage für den Lehrplan Volksschule Basel-Landschaft zu nutzen. Dem Anliegen der Initianten und der Motionärin nach einer stärkeren Gewichtung der Inhalte und Themen wird mit ergänzenden Lehrplanarbeiten und Umsetzungshilfen Rechnung getragen. In der Folge wird für die Sekundarschule ein Lehrplan vorliegen, welcher Kompetenzen, Inhalte und Themen für alle Klassen in allen Anforderungsniveaus abbildet.

Die entsprechenden ergänzenden Lehrplanarbeiten (Stoffverteilungspläne und Umsetzungshilfen) für die Sekundarschulen sind bereits angelaufen. Die Sekundarschulen werden damit bei der Einführung des neuen Lehrplans entlastet. Die Kosten belaufen sich auf maximal CHF 1,7 Mio. verteilt auf die Jahre 2017 bis 2020. Sie gehen zu Lasten des bestehenden Verpflichtungskredites Bildungsharmonisierung. 

> Landratsvorlage

Für Rückfragen:
Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD), kommunikation-bksd@bl.ch

Weitere Informationen.

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