Digitale Offensive an den Baselbieter Mittelschulen

25.11.2020

Ab dem Schuljahr 2021/22 führen die Gymnasien und Fachmaturitätsschulen (FMS) des Kantons Basel-Landschaft aufsteigend «Bring Your Own Device» (BYOD) ein. Die Schülerinnen und Schüler nutzen ihr eigenes Tablet oder ihren eigenen Laptop im Unterricht und verfeinern so die nötigen Kompetenzen, um sich im digitalen Raum zurechtzufinden. Weitere zentrale Elemente der Digitalisierungsstrategie für die Mittelschulen sind die Stärkung des Fachs Informatik und eine veränderte Pädagogik.

Digitale Geräte, Medien und Prozesse sind allgegenwärtig. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) des Kantons Basel-Landschaft muss und will dieser gesellschaftlichen und technologischen Entwicklung Rechnung tragen. Seit dem laufenden Schuljahr erhalten die neu in die Sekundarschule eintretenden Jugendlichen ein iPad als persönlichen digitalen Lernbegleiter im Unterricht. Sie erlernen den versierten Umgang mit den Geräten und erlangen die nötige Anwender- und Medienkompetenz, um sich im digitalen Raum zurechtzufinden. An den weiterführenden Schulen sollen die so erworbenen Fähigkeiten optimal weiterentwickelt werden.

Aufsteigende Einführung von BYOD ab dem Schuljahr 21/22

Die Schulleitungskonferenz (SLK) der Gymnasien hat deshalb in Übereinstimmung mit der Gesamtdigitalisierungsstrategie der BKSD beschlossen, ab dem Schuljahr 2021/22 – also zeitgleich mit der Einführung des obligatorischen Fachs Informatik – das BYOD-Modell im Unterricht umzusetzen. In diesem Rahmen nutzen die Schülerinnen und Schüler ihren eigenen Laptop oder ihr eigenes Tablet im Unterricht, wann immer dies pädagogisch zielführend und hilfreich ist. Die dazu notwendigen technischen Voraussetzungen hat die BKSD bereits geschaffen. Des Weiteren wird das Fach Informatik an der FMS gestärkt.

Reibungsloser Übergang zwischen den Schulstufen

Die Gymnasialstandorte Liestal und Muttenz führen bereits seit drei Jahren BYOD-Klassen. Seit dem Schuljahr 2020/21 läuft an vier der fünf kantonalen Gymnasien ein Pilot mit insgesamt rund 22 Klassen. Die ersten Jugendlichen, welche die Sekundarschule mit einem persönlichen iPad durchlaufen, treten 2023/24 in die weiterführenden Schulen ein. Somit erhalten die Gymnasien genügend Vorlaufzeit, um an allen Standorten Erfahrungen im Unterrichten unter Einbezug von Laptops oder Tablets zu sammeln. Ein reibungsloser Übergang zwischen den Stufen ist somit gewährleistet.

BYOD als Bestandteil der Digitalisierung an den Schulen birgt vielerlei Chancen für die Unterrichtsentwicklung und kann wesentlich zu einem verantwortungsbewussten Umgang mit einer sich ständig weiterentwickelnden Technologie beitragen. Dies ist eine wichtige Investition in die IT-affine Schülerschaft von Morgen, die den wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Herausforderungen einer digitalen Zukunft gewachsen sein soll.

Weitere Auskünfte:
Marc Rohner, Leiter Hauptabteilung Mittelschulen BKSD:

marc.rohner@bl.ch / Tel. 061 552 18 23