Navigieren auf baselland.ch

Benutzerspezifische Werkzeuge

Inhalts Navigation

Sie sind hier: Startseite / Politik und Behörden / Direktionen / Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion / Medienmitteilungen / Die Fachmaturität – ein neuer Maturitätsausweis

Die Fachmaturität – ein neuer Maturitätsausweis

27.06.2008

Im Kanton BL wurden 2008 die ersten Fachmaturitätszeugnisse verliehen.

Mehr als 180 Absolventinnen und Absolventen der FMS haben sich 2007/8 entschlossen, die Fachmaturität zu erwerben; im Schuljahr 2008/9 werden es rund 250 sein. Damit steigt im kommenden Jahr der Anteil der Fachmaturandinnen und -maturanden von ca. 55% (2007) auf rund 80%.
Die Fachmaturität qualifiziert für den Zugang zu Studien an Fachhochschulen, insbesondere in den Bereichen Pädagogik, Gesundheit, Soziale Arbeit und Kunst. Weitere Bereiche wie z.B. Angewandte Psychologie, Angewandte Linguistik, Life Sciences, stehen den Inhaberinnen und Inhabern einer Fachmaturität ebenfalls offen.
Die FMS hat sich nicht nur in der Nordwestschweiz gut etabliert – über 15'000 Schüler/innen werden an 60 Schulorten in 23 Kantonen in diesem Ausbildungsgang unterrichtet (Bundesamt für Statistik).


Die ersten Fachmaturitätszeugnisse des Jahrgangs 2007/8
Der Kanton Basel-Landschaft gehörte zu den ersten Kantonen, die das im Jahr 2003 von der EDK erlassene Reglement zur Neuformulierung der dreijährigen Diplommittelschule umsetzte. Von Anfang an stellte er sich (wie auch der Kanton BS) auf die Einführung beider Abschlüsse der FMS ein, das heisst, die Schüler/innen erwerben den Fachmittelschul-Ausweis nach drei Jahren Schulausbildung und können dann in ihrem gewählten Berufsfeld die Fachmaturität (FM) anstreben. Andere Kantone haben zuerst die FMS eingeführt und erst dann entschieden, ob sie die FM anbieten. Nur die Kantone Nid- und Obwalden sowie Appenzell Innerrhoden haben die FMS noch nicht eingeführt. Die FMS und die Fachmaturität sind heute durch die Fachhochschulen sehr gut akzeptiert.
Vom Konzept zur Realisierung
Die Anforderungen an die Fachmaturität wurden in Absprache mit den Studienanforderungen der Fachhochschulen (vor allem der FHNW) definiert. Ziel war es, den Schülerinnen und Schülern nicht nur eine Fachmaturität auszustellen, die den reglementarischen Grundlagen genügte; der Titel musste auch die Studienanforderungen erfüllen, welche die Fachhochschulen an ihre künftigen Studierenden stellen.
Zusammenarbeit mit der FMS Basel-Stadt
Seit 2006 ist die Fachhochschule FHNW mit der Trägerschaft der vier Kantone AG BL BS und SO Realität. Mit der Schaffung der FH wurden im Bildungsbereich die Kantonsgrenzen zugunsten eines weiter gefassten Bildungsraums gesprengt. Da die FMS der vier Kantone für die meisten Schüler/innen zu Ausbildungen an einer der Hochschulen der FHNW führt, lag der Gedanke nahe, der Fachmaturität in den vier Kantonen ein gemeinsames Konzept zugrunde zu legen. Leider liess dieses Ziel nicht in der dafür zu Verfügung stehenden kurzen Zeit verwirklichen, da die Fachmaturität in den Kantonen AG und SO politisch noch nicht genügend gestützt war. Möglich war aber die Zusammenarbeit im kleineren Bildungsraum BL-BS, weil auch in Basel-Stadt klar war, dass die Fachmaturität auf den frühestmöglichen Termin eingeführt werden sollte. Aus dieser Bereitschaft ergab sich ein ausserordentlich effizientes und fruchtbares Zusammengehen.
Verschiedene Wege zur Fachmaturität
Und so gelangen die FMS-Absolventinnen und -Absolventen, die Fachmittelschul-Ausweis erworben haben, zur Fachmaturität in den verschiedenen Berufsfeldern: Ausser im Berufsfeld Pädagogik, in dem die FM über einen Kurs in allgemeinbildenden Fächern von einem Semester Dauer mit Abschlussprüfung erreicht wird, absolvieren die Kandidatinnen und Kandidaten ein Praktikum oder einen Vorkurs (im Berufsfeld Kunst). Allen FM ist gemeinsam, dass eine Fachmaturitätsarbeit zu verfassen und an der Schule zu präsentieren ist. Für das Verfassen dieser Arbeit werden die Kandidatinnen und Kandidaten durch eine Lehrperson ihrer Schule methodisch und von der Praktikumsseite fachlich betreut. Den Kandidatinnen und Kandidaten wird dafür ein von den FMS BL gemeinsam entwickelter Leitfaden zur Verfügung gestellt.

Komplexe Ausbildung – hohe Anforderung an die Schulen
Die Fachmaturität gestaltet sich je nach Berufsfeld anders. Zudem hat jede Fachmaturandin und jeder Fachmaturand die oder der nicht wie in Pädagogik mit einem Kurs zum Abschluss gelangen kann, ein eigenes Ausbildungsprofil mit eigenen Praktikumsterminen. Dies führt an den Schulen zu einem erheblichen Mehraufwand im Monitoring und im administrativen Bereich.
Im zweiten Jahrgang werden mehr Abgängerinnen und Abgänger der FMS die Fachmaturität erwerben. Die Steigerung erklärt sich durch das erhöhte Interesse an diesem Abschluss sowie durch die Tatsache, dass die Fachmaturität nun von den Fachhochschulen gut anerkannt ist. So ist zum Beispiel der Zugang zur Pädagogischen Hochschule ab 2009 für FMS-Absolventinnen und -Absolventen ausschliesslich mit der Fachmaturität Pädagogik möglich.
FMS – eine Ausbildung mit Zukunft
Die FMS führt über die Fachmaturität zu Ausbildungen in Bereichen, die in Zukunft gute Chancen auf dem Arbeitsmarkt haben. Sie wird mit ihren zwei Abschlüssen aus der Bildungslandschaft nicht mehr wegzudenken sein.

Auskunft:
Dr. Karl Obrist, Gymnasium Oberwil, 061 405 55 55, karl.obrist@bl.ch

Weitere Informationen.

Fusszeile