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Definitive Entscheide: Keine Abschlussprüfungen an Baselbieter Mittelschulen

30.04.2020

Auf Grundlage des gestern kommunizierten Bundesratsentscheids verzichtet der Kanton Basel-Landschaft in diesem Jahr auf die Durchführung der Abschlussprüfungen an Gymnasien, Fachmittelschulen und Berufsmaturitätsschulen.

Am 29. April 2020 hat der Bundesrat entschieden, den Kantonen eine Absagemöglichkeit der schriftlichen Abschlussprüfungen einzuräumen. Auch wenn sich der Bund eine einheitliche Lösung gewünscht hätte, wurde zugunsten einer raschen Umsetzung ein föderalistisches Vorgehen unterstützt. So hatte bereits die EDK in ihrer Stellungnahme auf die grossen kantonalen Unterschiede in Bezug auf die Lehr- und Zeitpläne hingewiesen und eine Zeugniserstellung auf Basis von Erfahrungsnoten empfohlen. 

Der Kanton Basel-Landschaft begrüsst den verantwortungsbewussten Entscheid des Bundesrats und dankt diesem für die gewährte Flexibilität. Die Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion (BKSD) wird nun die von ihr favorisierte Absage von mündlichen und schriftlichen Prüfungen umsetzen. Der frühe Prüfungsstart im Mai, die weiterhin bestehenden Gesundheitsrisiken und die aussergewöhnlichen Lern- und Lebensumstände während der Pandemie werden im Kanton Basel-Landschaft höher gewertet als das Festhalten an der regulären Durchführung. 

Die BKSD sieht die Studierfähigkeit der Absolventinnen und Absolventen durch die Absage nicht gefährdet. Diese wurde durch verschiedene Lehr- und Lernformen bereits über Jahre hinweg entwickelt und wird nicht ausschliesslich durch Abschlussprüfungen gewährleistet. Deren grundsätzlichen Wert stellt die BKSD durch ihren Entscheid jedoch nicht in Frage: in normalen Zeiten verkörpern sie eine gute Triebfeder für die geordnete Repetition des Lernstoffs. In aussergewöhnlichen Zeiten ist jedoch die Abstützung auf Erfahrungsnoten eine aussagekräftige Alternative. 

Bildungsdirektorin Monica Gschwind betont: «Das Thema der Chancengleichheit war uns ein zentrales Anliegen. Wir sind uns bewusst, dass der Fernunterricht und die familiären Bedingungen für gewisse Schülerinnen und Schüler zu einer Benachteiligung in der Prüfungsvorbereitung führen können. Gleichzeitig darf sich nun aber die Prüfungsabsage nicht zum Nachteil für jene Schülerinnen und Schüler entwickeln, die einen Abschluss auf Basis ihrer aktuellen Leistungen noch nicht geschafft haben. Diese müssen eine Chance auf Notenverbesserung erhalten. Zudem würde ich mich freuen, wenn die Schülerinnen und Schüler nun ihre gewonnene Zeit für soziale Einsätze nutzen.» 

Da der Bund zeitgleich die gesamtschweizerische Absage der Berufsmaturitätsprüfungen beschlossen hat, sorgt der Entscheid für ein insgesamt koordiniertes Vorgehen bei den weiterführenden Schulen.

Weitere Auskünfte:
Regierungsrätin Monica Gschwind, Vorsteherin der Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion des Kantons Basel-Landschaft; monica.gschwind@bl.ch, 061 552 50 51

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