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Das Sprachenkonzept wird bereits 2012 eingeführt und wird zum leitenden Element bei der Umsetzung des HarmoS-Konkordates

01.04.2011
Die Einführung des neuen Sprachenkonzepts wird bereits ab dem Schuljahr 2012/13 anstatt erst 2015/16 erfolgen. Dies hat heute der Baselbieter Bildungsrat entschieden. Er schliesst sich damit der Empfehlung des Projektausschusses Bildungsharmonisierung an. Das neue Modell erleichtert die Kooperation mit anderen Kantonen. Es ist ohne Qualitätseinbusse und ohne Mehrkosten umsetzbar. Für die Schülerinnen und Schüler bringt es Vorteile.

Am 26. September 2010 hat der Baselbieter Souverän den Beitritt zum HarmoS-Konkordat gutgeheissen und damit auch die Einführung zweier Fremdsprachen an der Primarschule bestätigt. Der Baselbieter Bildungsrat hat an seiner heutigen Sitzung beschlossen, dass diese Einführung bereits im Schuljahr 2012/13 und nicht erst 2015/16 erfolgen soll. Dies in Übereinstimmung mit dem Projektausschuss Bildungsharmonisierung, jenen Personen, welche die Einführung der schulischen Neuerungen umsetzen. Als Hauptmotive für seinen Entscheid dienten dem Bildungsrat klare Signale von Schulräten, Schulleitungen, Lehrerinnen und Lehrern, dass eine rasche Umsetzung des Fremdsprachenkonzeptes ohne Qualitätseinbusse, ohne Mehrkosten und in guter Koordination mit dem Umfeld realistisch sei. Zu dieser Erkenntnis sind die Bildungsfachleute im Austausch mit den verschiedenen Projektbeteiligten und den Vertretern anderer Kantone gekommen.

Sechskantonale Synergien
Gemeinsam mit den Kantonen Basel-Stadt, Solothurn, Bern, Freiburg und Wallis arbeitet der Baselbieter Projektausschuss an der Neukonzeption des frühen Sprachenlernens. Die sechs Kantone hatten sich alle für die Sprachenfolge Französisch vor Englisch ausgesprochen und schlossen sich zum Projekt «Passepartout» zusammen. Im Verbund erarbeiteten sie einen für alle verbindlichen Lehrplan, welcher auf der künftig angewandten «Didaktik der Mehrsprachigkeit» basiert. Darüber hinaus entwickelten sie neue Lehrmittel für Französisch und Englisch. Im interkantonalen Austausch verbesserten die Bildungsfachleute auch die Grundvoraussetzungen für die Einführung der Fremdsprachen. Dies wirkt sich auch im Kanton Basel-Landschaft positiv aus. Die Verbesserungen umfassen die Vorgehensplanung, Kosten, Lehrmittel, Lehrpläne und insbesondere die sprachliche Fortbildung der Lehrerinnen und Lehrer. Lehrpersonen, welche in Zukunft an der Primarschule Fremdsprachen unterrichten, werden sich ihre sprachlichen und didaktischen Kompetenzen in massgeschneiderten Kursen konzentriert und vor Ort aneignen. Die Kantone Basel-Landschaft und Basel-Stadt werden die entsprechenden Kurse gemeinsam bei der Pädagogischen Hochschule einkaufen und so von Kosteneinsparungen profitieren. Diese Lösung ist somit günstiger und rascher umgesetzt als die früher favorisierten Zertifikatskurse im Ausland.

Alle Neuerungen in einem einzigen Jahrgang
Der Fremdsprachenunterricht gilt als Taktgeber bei der Umsetzung der gesamten Bildungsharmonisierung: Schülerinnen und Schüler, welche 2010/11 in die 1. Primarklasse  eingetreten sind, sollen erstmals ab der 3. Klasse Französisch-Unterricht erhalten und ab der 5. Klasse Englisch-Unterricht. Dieselben Kinder sollen auch die ersten sein, welche eine 6. Primarschulklasse besuchen. Somit werden alle Neuerungen in einem einzigen Jahrgang eingeführt sein. Komplizierte Übergangslösungen entfallen. Auf diese Weise sehen es auch die weiteren fünf Passepartout-Kantone, wie auch das HarmoS-Konkordat, vor. Die Kantone Basel-Stadt und Solothurn werden das neue Fremdsprachenkonzept gar im Schuljahr 2011/12 einführen. Der Kanton Basel-Landschaft wird ihnen nun mit einem Jahr statt mit vier Jahren Verzögerung folgen.

Mehrkosten für Gemeinden fallen früher an
Der Verpflichtungskredit von 12.5 Mio Franken wird mit diesem Vorgehen eingehalten. Die Gemeinden werden früher als geplant mit den ihnen in der Vernehmlassung aufgezeigten Mehrkosten für den zusätzlichen Unterricht konfrontiert. Dies wird Auswirkungen auf ihre Budgets 2012 haben. Der Bildungsrat ist der Überzeugung, dass unter den gegebenen Voraussetzungen die Vorteile einer zügigen Einführung der Frühfremdsprachen überwiegen. Im Interesse der Schülerinnen und Schüler nutzte er die Chance, umtriebige und wenig zweckmässige Übergangslösungen zu vermeiden und die zeitliche Distanz zu den übrigen Kantonen zu verringern.

Auskünfte erteilen:
Regierungsrat Urs Wüthrich-Pelloli, Vorsteher Bildungs-, Kultur- und Sportdirektion Tel. 079 219 11 07
Alberto Schneebeli, Leiter Stabsstelle Bildung Tel. 061 552 50 53

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