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Checks im Bildungsraum Nordwestschweiz

16.03.2017 10:30

Zum ersten Mal sind in den vier Kantonen des Bildungsraums Nordwestschweiz flächendeckend standardisierte Leistungsmessungen an der Primarschule durchgeführt worden. Die Checks geben Auskunft über den individuellen Leistungsstand der Schülerinnen und Schüler, orientieren über den Stand der Klasse wie auch der Schule und ermöglichen im Bildungsraum einen Vergleich auf Kantonsebene.

An der Medienkonferenz vom Donnerstag, 16. März 2017, informierten die vier Bildungsraum-Kantone Aargau, Basel-Landschaft, Basel-Stadt und Solothurn über den Umgang mit den Resultaten und den Nutzen der Checkergebnisse für die Volksschule:

  • Checks lassen einen Vergleich der Schülerinnen und Schüler im gesamten Bildungsraum Nordwestschweiz zu. Den verschiedenen Beteiligten gibt der Check wichtige Informationen über den Kompetenzstand der Schülerinnen und Schüler, der Klasse oder der gesamten Schule. Mit den Kantonsberichten erhalten die Kantone einen Vergleich mit den anderen Kantonen des Bildungsraums. Die Rückmeldungen sind aus Gründen des Datenschutzes und der Funktion für die Beteiligten gezielt aufbereitet.
  • Checks sind primär ein Instrument für die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler im Bildungsraum Nordwestschweiz.
  • In Ergänzung zur Funktion der individuellen Standortbestimmungen ist das kantonale Steuerungswissen in Form der Kantonsberichte für den Kanton wichtig.

Im Bildungsraum Nordwestschweiz werden während der elfjährigen obligatorischen Schulzeit zu vier definierten Zeitpunkten vierkantonale Leistungsmessungen durchgeführt: zu Beginn des dritten und des sechsten Primarschuljahres (Check P3 und Check P6) sowie in der Mitte des zweiten und am Ende des dritten Jahres der Sekundarstufe I/Oberstufe (Check S2 und Check S3). Die Checks in der Primarschule waren in diesem Schuljahr zum ersten Mal in allen Kantonen obligatorisch, mit Ausnahme des letztmals fakultativen Checks P6 im Kanton Solothurn. Auch die Checks in der Sekundarstufe I werden nach und nach eingeführt. Der Check S2 ist seit diesem Jahr in allen Kantonen obligatorisch und wird zurzeit gerade durchgeführt. An jedem einzelnen dieser Checks nehmen in der flächendeckenden Durchführung jährlich rund 13'000 Schülerinnen und Schüler teil. Gemessen werden die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler in den Bereichen Deutsch, erste Fremdsprache und Mathematik. Der Fachbereich Natur und Technik wird ebenfalls getestet, aber nicht flächendeckend. Für alle Schülerinnen und Schüler eines Schuljahrs gibt es den gleichen Check zum gleichen Zeitpunkt, der unter denselben Rahmenbedingungen durchgeführt und extern nach einheitlichen Kriterien korrigiert und ausgewertet wird. Dadurch werden die Leistungen unabhängig vom jeweiligen Klassenverband einschätzbar.

In Ergänzung zu den Leistungen werden Daten zu den Schülerinnen und Schülern erhoben: zum Beispiel die Erstsprache, das Geschlecht, individuelle Lernziele oder die Lernvoraussetzungen. Der vor den Sommerferien erscheinende Bildungsbericht Nordwestschweiz ermöglicht eine differenziertere Interpretation auf Basis dieser zusätzlichen Daten.

Berichte auf drei Ebenen

Die Rückmeldungen der Checkresultate erfolgen adressatengerecht und sind datenschutzrechtlich geregelt. Die Lehrperson erhält die individuellen Resultate ihrer Schülerinnen und Schüler. Die Schulleitung erhält die Resultate ihrer Schule, im Vergleich mit anonymisierten Klassen derselben Stufe mit ähnlichen Voraussetzungen. Die Bildungs- und Erziehungsdepartemente und -direktionen erhalten die Resultate als Kantonsvergleich. Sie sehen, wie ihre Schulen insgesamt im Vergleich mit den anderen Kantonen abgeschnitten haben.

An der Medienkonferenz zeigte die Primarlehrerin Gabriela Beyeler (Aargau), wie sie mit den individuellen Checkrückmeldungen für ihre Schülerinnen und Schüler arbeitet: „Dank den detaillierten Rückmeldungen zu den Checks anhand von Kompetenzbeschreibungen und Kompetenzstufen komme ich mit den Schülerinnen und Schülern ins Gespräch über ihren Leistungsstand.“

Die Schulleiterin Monika Feller (Basel-Landschaft) erklärte, wie sie die ihr zur Verfügung stehenden Checkergebnisse für Schul- und Unterrichtsentwicklung an ihrer Schule einsetzen kann: „Mit den Checks erhalte ich eine Rückmeldung zu meinem Handeln als Schulleiterin und kann beispielsweise die eigene Praxis der Klassenzuteilung kritisch reflektieren. Mache ich Jahrgangsklassen oder besser jahrgangsgemischte Klassen?“

Der Solothurner Landammann Dr. Remo Ankli präsentierte die vierkantonalen Kantonsberichte, welche die Leistungen der Kinder im Kantonsvergleich darstellen: „Daraus können wir Rückschlüsse auf die Wirksamkeit der kantonalen Bildungssysteme ziehen. Wichtig ist, dass wir bei der Interpretation auch berücksichtigen, unter welchen Bedingungen diese Ergebnisse zu Stande gekommen sind.“

Kantonsberichte

Weitere Informationen zu den Checks finden Sie hier:

Rückfragen:
Kommunikation BKSD, kommunikation-bksd@bl.ch

Weitere Informationen.

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