Glossar

Begrifflichkeiten im Zusammenhang mit dem Tag der lebendigen Traditionen

  • Immaterielles Kulturerbe: Gemäss UNESCO-Konvention von 2003 redet man von fünf unterschiedlichen Kategorien:
    1. Mündlich überlieferte Traditionen und Ausdrucksformen, einschliesslich der Sprache als Trägerin immateriellen Kulturerbes
    2. Darstellende Künste
    3. Gesellschaftliche Bräuche, Rituale und Feste
    4. Wissen und Praktiken im Umgang mit der Natur und dem Universum
    5. Fachwissen über traditionelle Handwerkstechniken

  • «Tag der lebendigen Traditionen»: findet jährlich jeweils am Bettag (2. Sonntag im September) in Augusta Raurica statt. Es handelt sich um ein öffentliches Programm zur Sichtbarmachung und Wertschätzung der lebendigen Traditionen (Kategorien 2/3) und deren Beitrag für das kulturelle Leben im Kanton Basel-Landschaft.

  • «Mini Tradition läbt»: Strukturentwicklungsprozess mit den Vereinen und Verbänden des Immateriellen Kulturerbes (Kategorien 2/3) im Kanton Basel-Landschaft

  • Strukturentwicklungsprozess: Arbeitsprozess, findet im Rahmen der 5 Tage der lebendigen Traditionen (TdlT) mit verschiedenen Formaten wie Panel, Workshops etc. statt.

  • Workshop: Veranstaltungen innerhalb des Arbeitsprozesses «mini Tradition läbt», auf spezifische Einladung

  • Kurs: Veranstaltungen, die sich an alle Aktiven im Feld der lebendigen Traditionen richten, können am Tag der lebendigen Tradition besucht werden

  • Trägerschaften: offener Begriff für alle möglichen Gruppen, die für die lebendigen Traditionen verantwortlich sind und diese organisieren (Gruppen, Vereine, Gemeinden, Schulen etc.)

  • öffentliche Hand: Gemeinden, Bürgergemeinde, Kanton (in seltenen Fällen gleichzeitig Trägerschaft)

  • Aktive: alle Menschen (Einzelpersonen), die sich rund um und für die lebendigen Traditionen engagieren

  • Mitgliederwerbung: Gezielte Ansprache von Menschen jeglichen Alters (und Herkunft?) durch die Trägerschaften, als Mitglied für den Verein resp. für das aktive Mitwirken in der Praxis der jeweiligen Tradition.

  • Mitgliederpflege: Junge/Neumitglieder in Vereinsstrukturen einbinden (Onboarding, «Götti»/«Gotte»-System) und alle Mitglieder kommunikativ dabei behalten (Interne Kommunikation, Nachfolgeregelungen und laufende Verjüngung der Gremien); Reaktivierung ehemaliger Mitglieder (Passivmitglieder, temporär sistierte Mitgliedschaften, Weggezogene)

  • Nachwuchsförderung: Gezielte Förderung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen durch die Trägerschaften in der Praxis der jeweiligen lebendigen Tradition.

  • Traditionsträger*innen: Personen, die innerhalb oder ausserhalb von Vereinsstrukturen lebendige Traditionen pflegen und wertschätzen (Wem gehören die lebendigen Traditionen? Verein ist Organisator einer
    lebendigen Tradition, aber nicht deren Besitzer)

Kontakt

E-Mail: minitraditionlaebt@bl.ch