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FAQ

FAQ - Häufig gestellte Fragen

Was sind Brückenangebote?
Brückenangebote sind freiwillig und finden nach Abschluss der obligatorischen Schulzeit statt. Sie werden vom Kanton Basel-Landschaft finanziert und vom Zentrum für Brückenangebote (ZBA BL) durchgeführt.  Es sind Förderangebote, die Jugendliche mit Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft auf eine berufliche Grundbildung (EBA oder EFZ) vorbereiten. Sie dauern in der Regel ein Jahr; Ausnahme: Das integrative Profil dauert in der Regel 2 Jahre.

Wer macht ein Brückenjahr? Für wen sind die Brückenangebote? Wer besucht ein Brückenangebot?

  • Schülerinnen und Schüler aus dem Leistungszug A oder E, die nach der Sekundarschule keine Anschlusslösung haben. Als Anschlusslösung gelten berufliche Grundbildungen (EBA, EFZ inkl. WMS, IMS) und weiterführende Schulen (FMS, Gymnasium).
    Das Deutschniveau ist bei Schülern und Schülerinnen direkt aus der Fremdsprachenklasse bzw. direkt aus der Sekundarschule kein Aufnahmekriterium mehr.
  • Jugendliche, die das Bildungssystem bereits verlassen haben, noch nicht 20 Jahre alt sind und sich mit einem Förderangebot des ZBA BL auf die berufliche Grundbildung vorbereiten möchten.
  • Spätmigrierte Jugendliche mit zertifiziertem Deutschniveau A2, die 18 – 25 Jahre alt sind und sich mit einem Förderangebot des ZBA BL auf die berufliche Grundbildung vorbereiten möchten.

Ich besuche den P-Zug. Kann ich auch ein Brückenangebot nutzen?
Nein, dies ist nicht vorgesehen. Begründete Ausnahmefälle können von der Koordinationsstelle Brückenangebote geprüft werden. Wir empfehlen in diesem Fall, vor der beabsichtigten Anmeldung mit der Koordinationsstelle Brückenangebote Kontakt aufzunehmen.

Ich besuche eine Privatschule. Kann auch ich ein Brückenangebot besuchen?
Ja, die Brückenangebote stehen allen Jugendlichen mit Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft zur Verfügung, die keine Anschlusslösung haben und noch nicht 20 Jahre alt sind.

Welche Brückenangebote gibt es?
Ab dem Schuljahr 2020/21 gibt es drei Profile:

  • Kombiniertes Profil mit betrieblich organisierter Praxis (Vorlehre: drei Tage im Betrieb und zwei Tage in der Berufsfachschule) oder mit schulisch organisierter Praxis (Vorkurse in diversen Berufsfeldern).
  • Schulisches Profil mit Niveauunterricht in ausgewählten Fächern und vier Spezialisierungsrichtung (Technik/Elektro/Informatik, Handwerk/Gestalten, Soziales/Gesundheit, Administration/Organisation).
  • Integratives Profil mit Schwerpunkt auf gesellschaftliche Integration, Deutsch und Mathematik (löst die bisherige Integrations- und Berufsvorbereitungsklasse IBK ab).

Kann ich wünschen in welches Profil ich gehen möchte?
Nein. Die Profileinteilung nimmt das ZBA BL vor. Bei der Einladung zum Kontakttag, der anfangs Mai stattfindet, wird die provisorische Profileinteilung mitgeteilt. Am Kontakttag selber wird die provisorische Profileinteilung zusammen mit der/dem Bewerbenden besprochen und überprüft. Falls sich die persönliche Situation der Bewerberin bzw. des Bewerbers seit der Anmeldung verändert hat, kann es zu einer Umteilung kommen. Bis vor den Sommerferien wissen alle, in welches Profil sie eingeteilt sind.

Was ist das Ziel eines Brückenjahres?
Die Lernenden werden im Brückenjahr individuell gefördert, so dass sie danach eine berufliche Grundbildung (EBA, EFZ inkl. WMS, IMS) beginnen können. In Ausnahmefällen kann ein zweites Brückenjahr nötig sein. Im Einzelfall kann der Klassenkonvent des ZBA BL aufgrund der Kompetenzentwicklung den Übertritt in eine weiterführende Schule empfehlen. Die aufnehmende Schule wird in der Regel der Empfehlung Folge leisten. Lehnt die Schulleitung die Aufnahme in die weiterführende Schule ab, so kann man sich gemäss Laufbahnverordnung § 55a Abs. 2 zur Übertrittsprüfung anmelden.

Was muss ich tun, um in ein Brückenangebot aufgenommen zu werden?
Die Jugendlichen melden online für ein Brückenangebot an. Die Bewerbenden füllen die Anmeldung vollständig aus indem sie ihre Personalien inkl. AHV-Nummer eintragen, Angaben zu ihrer Person notieren (u.a. zum Schulverlauf, zum Berufswahlprozess, zu Interessen und Vorlieben etc.) und Dokumente hochladen wie den Lebenslauf mit Foto, ein Bewerbungsschreiben auf eine Lehrstelle, die Zeugnisse der letzten beiden Semester, Checks S2 (und S3 für Jugendliche, die die Sekundarschule bereits verlassen haben), Schnupperlehrbericht/e bzw. Schnupperlehrnachweis/e. Fremdsprachige Jugendliche legen ihr Deutschniveau-Zertifikat bei.
Alle Bewerbenden geben eine Fachperson an. Diese Fachperson hat Einblick in die Anmeldung der Bewerberin/des Bewerbers, gibt ihre Einschätzung zur Situation des Bewerbers/der Bewerberin ab und nimmt Stellung zu den Aussagen. Dieser Teil der Anmeldung wird online vorgenommen.
Die elektronische Anmeldung ist möglich vom 18.1.2021 bis 05.02.2021. Der Zugang wird auf dieser Seite aufgeschaltet.

Gibt es eine Anmeldegebühr?
Nein, es gibt keine Anmeldegebühr.
Bei Wohnsitz im Kanton Basel-Landschaft übernimmt der Kanton die Kosten für ein Brückenangebot. Wie in allen an die obligatorische Schulzeit anschliessenden Angeboten müssen die Kosten für Schulmaterial, Exkursionen, Sportanlässe, Ausflüge und Klassenlager von Ihnen respektive Ihren Eltern bezahlt werden.

Wer hilft mir bei der Anmeldung?
Die Eltern und die Lehrpersonen bzw. die Fachperson.
Es wird eine Wegleitung geben, die einen durchs elektronische Anmeldeverfahren leitet.
Während dem elektronischen Anmeldeprozess steht zu den Bürozeiten (Mo-Fr 9-12 Uhr, 14-16 Uhr) eine Hotline zur Verfügung.

Was geschieht nach meiner Anmeldung für ein Brückenangebot?
Die Anmeldung geht bei der Koordinationsstelle Brückenangebote ein. Dort werden die Unterlagen geprüft und es wird der Entscheid gefällt, ob der/die Jugendliche für ein Brückenangebot zum ZBA BL zugelassen wird.
Danach nimmt das ZBA BL aufgrund der eingereichten Unterlagen in einem ersten Schritt die provisorische Profiltriage vor, d.h. es wird entschieden, ob ein schulisches, ein kombiniertes oder ein integratives Angebot passend sein könnte. Dieser Entscheid wird schriftlich kommuniziert.
Anfangs Mai findet der Kontakttag am ZBA BL statt. Alle Jugendlichen werden zu einem persönlichen Gespräch eingeladen. Die aktuelle Situation wird besprochen.
Danach entscheidet das ZBA BL definitiv, wer welchem Profil zugeteilt wird.
Vor den Sommerferien erhalten alle Jugendlichen die Information über den definitiven Entscheid.

Wie und wann erfahre ich, ob ich aufgenommen bin?
Wer sich für ein Brückenangebot angemeldet hat, erhält im Laufe des elektronischen Anmeldeprozesses E-Mails mit Hinweisen zu den einzelnen Anmeldeschritten. Die Koordinationsstelle Brückenangebote teilt den Zulassungsentscheid per Post mit.
Das ZBA BL lädt Ende April per Post zum Kontakttag ein und teilt gleichzeitig die provisorische Profileinteilung mit. Die definitive Einteilung kommuniziert das ZBA BL bis vor den Sommerferien Post.
Die Fachperson erhält jeweils eine Kopie des Briefes bzw. der E-Mail.

Muss ich einen bestimmten Notendurchschnitt haben, um ein Brückenangebot nutzen zu können?
Nein, die Noten sind kein Aufnahmekriterium mehr.

Muss ich Bewerbungen gemacht haben, um in ein Brückenangebot aufgenommen zu werden?
Zu dieser Frage gibt es keine allgemeingültige Antwort. Der persönliche Stand im Berufswahlprozess ist ausschlaggebend. Zwei Beispiele:
Ist jemand im Berufswahlprozess fortgeschritten und hat realistische sowie realisierbare Berufsideen, so wird erwartet, dass man sich mehrfach auf offene Lehrstellen bewirbt.
Wer aus nachvollziehbaren Gründen noch nicht berufswahlreif ist, also noch gar nicht weiss, welche Berufsrichtung in Frage kommen könnte, von dem wird noch nicht erwartet, dass Bewerbungen verschickt werden.
In beiden Situationen kann es sein, dass die Koordinationsstelle Brückenangebote den Zulassungsentscheid mit Auflagen ergänzt, die bis zu einem bestimmten Zeitpunkt (z.B. bis zum Kontakttag) erfüllt sein müssen, um in ein Brückenangebot aufgenommen zu werden.

Kann es sein, dass ich kein Brückenangebot besuchen darf?
Ja, das ist möglich. Eine Anmeldung kann von der Koordinationsstelle Brückenangebote abgewiesen werden. Sie empfiehlt solchen Jugendlichen z.B. die Kontaktaufnahme mit der BWB-Fachperson im Schulhaus oder mit dem Zentrum für Berufsintegration in Birsfelden, was auch ein kantonales Angebot ist. Dort wird im Einzelfall geprüft, welche andere Anschlusslösung anstelle eines Brückenangebotes passend ist.

Wenn ich im Brückenjahr bin, kann ich das Profil wechseln?
Ein Profilwechsel ist nicht möglich. In gut begründeten Ausnahmefällen kann dies geprüft werden.

Kann ich nach einem Brückenjahr noch ein zweites Brückenangebot nutzen?
Dies ist nicht vorgesehen, da nach einem Brückenjahr eine berufliche Grundbildung die Anschlusslösung sein soll. In gut begründeten Ausnahmefällen kann es sein, dass die Möglichkeit der Förderung durch ein zweites Brückenjahr geprüft wird.

Kann ich mich auch wieder abmelden?
Ja, dies ist möglich und sogar erwünscht, wenn nach der Anmeldung im Januar/Februar noch eine Lehrstelle gefunden wird oder eine andere Anschlusslösung besser passt. Es wird erwartet, dass sich alle Bewerbenden weiter um ihren Berufswahlprozess kümmern und versuchen, eine Lehrstelle zu finden. Wurde eine alternative Anschlusslösung gefunden und es ist kein Brückenjahr mehr nötig, so meldet man sich umgehend ab.

Wo erhalte ich mehr Informationen?

  • Die Lehrpersonen und die Schulleitungen der Sekundarschulen stehen bei Fragen zur Verfügung.
  • Im Januar 2021 werden alle Schülerinnen und Schüler, die auf den Sommer noch keine gesicherte Anschlusslösung haben, zusammen mit ihren Eltern zu einem gemeinsamen Informationselternabend der Koordinationsstelle Brückenangebot und des ZBA BL in ihrem Schulkreis eingeladen. Die Einladungen dazu geben die Sekundarschulen ab.

 

Weitere Informationen.

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Tel. 061 552 28 11
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